Die 18. Ausgabe von markiert das volljährige Bestehen der e-Zeitschrift historia.scribere. Aus einem Pionierprojekt ist eine feste Institution der akademischen Landschaft der Universität Innsbruck geworden. Von den 29 im Herbst 2025 eingereichten Arbeiten schafften es 13 durch das Peer-Review Verfahren; elf Autor:innen bewältigten daraufhin die Mühen des Lektoratsprozesses und sind nun mit ihren überarbeiteten Texten in dieser Ausgabe abgedruckt.
Die Preisverleihung der diesjährigen Ausgabe fand im kleinen Hörsaal des Ágnes-Heller-Hauses mit anschließendem Buffet statt. Neuerungen gab es bei den Preiskategorien. Neben dem „Sonderpreis des Austrian Marshall Plan Center for European Studies der University of New Orleans (UNO)“ wurde erstmals der „Sonderpreis des Forschungszentrums (FZ) Regionalgeschichte Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ vergeben.
Drei Texte wurden mit dem Best-Paper-Award ausgezeichnet. Aus dem Kernfach „Altorientalische Philologie und Geschichte“ stach Ina Westreichers Bachelorarbeit über „Die Diversität von Weisheit in neuassyrischen Königsinschriften. Von Handwerkskunst bis zur Grundlage der Zivilisation“ heraus. Fabian Guntram Holzers Arbeit „Konradin und die Königswahl. Eine Untersuchung der letzten staufischen Wahlversuche im Heiligen Römischen Reich“ aus dem Kernfach „Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften“ war ebenfalls eine herausragende Arbeit. Nicht zuletzt wurde auch die Arbeit „Of Mountains and Men. Concepts of Masculinity in the Interwar Period Mountain Films ‚Blind Husbands’ and ‚Berge in Flammen’“ von Elisa Wasserer aus dem Kernfach „Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte” mit dem Best-Paper-Award prämiert.
Der Sonderpreis des FZ Regionalgeschichte ging an Moritz Moosmayer für seine zeithistorische Bachelorarbeit „‚Eine Lasterhöhle erster Ordnung‘. Die konstruierten Homosexualitätsvorwürfe gegen das Servitenkloster Innsbruck und die daraus resultierende Aufhebung des Klosters im November 1938“. Der UNO-Sonderpreis ging an Daniel Kompatscher für seine neuzeitliche Untersuchung „Religion as a Diplomatic Argument in Early Modern Afro-European Correspondence“, die ein Novum darstellte. Sie ist die erste prämierte Arbeit der Kategorie Varia.
Die weiteren Autor:innen der anderen Arbeiten in alphabetischer Reihenfolge sind: Georg Ebster, Sarah-Maria Feuerstein, Antonia Jaros, Rafael Tobias Kirchler, Niklas Kuschick und Julia Plewka.
Die Volljährigkeit nahm das historia.scribere-Team als Anlass, um auf die 18-jährige Erfolgsgeschichte von historia.scribere zurück zu blicken und ein Interview mit Matthias Egger vom Stadtarchiv Innsbruck zu führen. Er war einer der ersten studentischen Mitarbeiter der Zeitschrift und liefert Einblicke in die Anfangszeit von historia.scribere.
Das Team dank allen, ohne deren finanzielle oder tatkräftige zeitliche Unterstützung und Expertise die Herausgabe der Zeitschrift und die Preisverleihung in dieser Form nicht hätten stattfinden können. Dazu zählen die Philosophisch-Historische Fakultät, die drei historischen Institute sowie ihre Emeriti und im Ruhestand befindlichen Professor:innen, die Reviewer:innen, das Forschungszentrum Regionalgeschichte, das UNO-Center Austria, das Vizerektorat für Forschung, die Studia und die innsbruck university press (iup).
