Vier Personen in Winterkleidung stehen vor einem betonierten Quader, der mit grobem Schotter gefüllt ist und halten gemeinsam einen bronzenen Zylinder in der Hand. Im Hintergrund eine orange und eine blaue Plane sowie Bäume und eine Bergkette.

Rektorin Veronika Sexl und BIG-Geschäftsführerin Christine Dornaus mauern gemeinsam mit Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr und Vizerektor Gregor Weihs eine Zeitkapsel in den Grundstein des neuen Hauses der Physik ein. 

Grund­stein­le­gung für Haus der Phy­sik

Am Montag, 12. Jänner fand die symbolische Grundsteinlegung für das neue Haus der Physik am Campus Technikerstraße der Universität Innsbruck statt. Das neue und moderne Universitätsgebäude wird seit Ende 2024 errichtet und soll nach der Fertigstellung im Jahr 2028 in Betrieb gehen.

Konzipiert ist das Haus für rund 850 Studierende und 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Innsbruck. Im Wintersemester 2028 startet der Betrieb im neuen Universitätsgebäude. Die Bundesimmobiliengesellschaft investiert rund 230 Millionen Euro in den Neubau. Geplant wurde das Haus der Physik vom Architekturbüro Mohr-Niklas Architekten.

Physik-Labore auf vier Geschoßen

Die international erfolgreichen und stetig wachsenden Physikinstitute der Universität Innsbruck, insbesondere in den Bereichen Quantenphysik, Ionenphysik und Astrophysik, sind derzeit auf mehrere Standorte am Campus verteilt und benötigen dringend zusätzliche Raumkapazitäten. Mit dem Haus der Physik entsteht nun ein zentrales, modernes Gebäude, das optimale Bedingungen für Forschung, Lehre und Zusammenarbeit ermöglicht. Auf rund 28.000 Quadratmetern sind ein großzügiger, lichtdurchfluteter Eingangsbereich, ein zweigeschossiger Hörsaal für bis zu 300 Personen sowie Seminar- und Praktikumsräume, Büroflächen und hochspezialisierte Labore vorgesehen. Den größten Teil des Gebäudes nehmen die Laborflächen ein, die sich über vier Ebenen erstrecken. Schwingungsempfindliche Experimente werden im Unter- und Erdgeschoss durchgeführt, während die Labore in den oberen Geschoßen für weniger empfindliche Forschung ausgelegt sind. Die Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befinden sich im dritten Obergeschoss. Zwei Innenhöfe gewährleisten eine natürliche Belichtung bis in die unteren Geschoße. Ergänzt wird das Gebäude durch das „Grüne Auditorium“ vor dem Haus der Physik, das den Studierenden als Aufenthalts- und Begegnungsraum dient.

Kompakte Bauweise und Wärmerückgewinnung

Das zukunftsweisende Universitätsgebäude wird mittels erneuerbaren Primärenergiequellen aus einem Grundwasserbrunnen, sowie einem Erdwärmeflächenkollektor betrieben und versorgt den Neubau mit Heiz- und Kühlenergie. Mit innovativen Energierückgewinnungssystemen und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wird ein Höchstmaß an Energieeffizienz erreicht und durch eine kompakte Bauweise, wird möglichst wenig Flächenverbrauch erzielt. Eine umfassende Geothermie Nutzung mit rund 350 Stück und 150 m tiefen Bohrungen wird zudem noch eingeplant. Angestrebt ist eine Zertifizierung mit klimaaktiv Gold, dem höchsten Gebäudestandard für nachhaltiges Bauen.

Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft:

„Am Campus Technikerstraße wird mit dem Haus der Physik ein zukunftsweisendes und modernes Physikzentrum realisiert, das exzellente Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre auf internationalem Spitzenniveau schafft. Das neue Gebäude vereint nach seiner Fertigstellung die bisher am Campus verteilten Physikinstitute. Ab dem Wintersemester 2028 ziehen die nächsten Generationen von Physikerinnen und Physikern in das neue Universitätsgebäude ein, um dort an den großen Herausforderungen unserer Zeit arbeiten.“

Rektorin Veronika Sexl ergänzt:

„Die Innsbrucker Physik ist international sehr sichtbar und lässt regelmäßig mit tollen Forschungserfolgen aufhorchen. Und das obwohl die Arbeitsgruppen, gerade im Laborbereich, seit vielen Jahren unter großer Raumnot leiden. Mit der Errichtung dieses zeitgemäß ausgestatteten Gebäudes werden unsere Physikerinnen und Physiker in wenigen Jahren über sehr gute Arbeitsbedingungen verfügen. Damit ist die Basis für eine Festigung der internationalen Spitzenposition gelegt und die Perspektiven gerade für junge Forscherinnen und Forscher, die aus aller Welt nach Innsbruck strömen, könnten nicht besser sein.“

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