Bernhard Tilg, Petar Grbović, Sabine Herlitschka und Tilmann Märk
v.l.: Landesrat Bernhard Tilg, Stiftungsprofessor Petar Grbović, Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka und Rektor Tilmann Märk.

Neues Labor für Leis­tungs­elekt­ronik

Die erste Stiftungsprofessur der Infineon Technologies Austria AG in Österreich wurde an der Uni Innsbruck eingerichtet. Nun wurde mit Petar Grbović ein international erfolgreicher Experte auf dem Gebiet der Leistungselektronik berufen. Er hielt am Donnerstag im Beisein der Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzenden Sabine Herlitschka und Landesrat Bernhard Tilg seine Antrittsvorlesung.

Die Infineon Technologies Austria AG investiert 1,5 Millionen Euro in die Kooperation mit der Fakultät für Technische Wissenschaften der Universität Innsbruck. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Professur, die mit dem international erfolgreichen Leistungselektroniker Petar Grbović besetzt wurde, beziehen sich auf wesentliche Forschungs- und Entwicklungsfelder von Infineon in Österreich. Seit 1997 ist Villach der Sitz des weltweiten Infineon-Kompetenzzentrums für Leistungselektronik mit besonderem Fokus auf Energieeffizienz. Energiesparende Halbleiter von Infineon finden vielfältige Anwendung, so zum Beispiel in Beleuchtungslösungen, im Antriebsstrang von Autos, bei der Motorsteuerung von Zügen oder bei der Stromversorgung von Servern, Notebooks, Smartphones, Tablets, Unterhaltungselektronik und Mobilfunk-Infrastruktur. „Wo der Energiefluss ohne nennenswerte Verluste gesteuert werden soll, wird Leistungselektronik eingesetzt. Es wäre sehr schwierig, sich das heutige Leben ohne Leistungselektronik vorzustellen“, sagt Petar Grbović.

Gemeinsam: Industrie und Universität

„Mit der Universität Innsbruck haben wir einen idealen Partner mit internationaler Reputation, hervorragenden Leistungen in der Grundlagenforschung und einem guten Verständnis für die Bedürfnisse der Industrie gefunden“, freut sich Infineon-Austria-Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka und betont das Interesse von Infineon an einer nachhaltigen Etablierung einer hochwertigen Elektrotechnik- und Leistungselektronik-Ausbildung an der Universität. „Wir haben in den letzten zehn Jahren den Fachbereich Mechatronik an unserer Universität kontinuierlich aufgebaut und konnten in diesem Jahr erstmals das neue Studium für Elektrotechnik anbieten. Mit Unterstützung von Infineon können wir die praxisorientierte Forschung und Lehre in diesem Bereich erweitern und die Ausbildung von technischen Fachkräften weiter ausbauen“, unterstreicht Rektor Tilmann Märk.

Internationale Industrieerfahrung

Petar Grbović hielt am Donnerstag seine Antrittsvorlesung an der Universität Innsbruck. Er sprach über die Bedeutung der Leistungselektronik für die technologische Revolution und unterstrich dabei die Rolle der Leistungselektronik auch für neue Technologien wie Robotik, Internet der Dinge oder Datenverarbeitung: „Diese Revolution wäre nicht möglich, ohne die effiziente und flexible Umwandlung und Steuerung elektrischer Energie.“
Grbović studierte Elektrotechnik an der Universität Belgrad und an der École Centrale de Lille in Frankreich. Über viele Jahre arbeitet er in Forschungslabor internationaler Industriekonzerne wie General Electric und Huawei. Im November 2018 wurde er zum Professor für Leistungselektronik an der Universität Innsbruck berufen. Am Institut für Mechatronik gründete er gemeinsam mit der Infineon Technologies AG das Power Electronics Lab (i-PEL), das seine Forschungsaktivitäten hauptsächlich auf die neuesten Leistungshalbleiter, Leistungselektronik und statische Leistungsumwandlung konzentriert.

Links

    Nach oben scrollen