Insti­tut

Gedankensplitter und Blitzlichter – Leben und Arbeiten am Institut

Foto Sarikaya Yasar

„Im Rückblick erinnere ich mich an lebendige, spannende Seminare, fruchtbare, wertvolle Diskussionen mit diversen Gruppen von Studierenden, unvergessliche Dialoge und Bekanntschaften. Mit dem Innsbrucker Institut verbindet mich und meinen Standort in Gießen eine besondere wissenschaftliche Partnerschaft, Innsbruck ist zu einer Art zweiten Heimat geworden. Als externer Lehrender der ersten Stunde, der die Geschichte des Instituts mit Interesse verfolgt, begleitet und zu einem kleinen Teil dazu beigetragen hat, gratuliere ich meinen geschätzten Freund:innen und Kolleg:innen herzlich zu der Aufbauarbeit des Instituts. In einer kurzen Zeitspanne wurde Außerordentliches geleistet. Ich wünsche weiterhin viel Erfolg!“

Yaşar Sarıkaya, Univ.-Prof. Dr., Externer Lehrbeauftragter und Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen

„Unser Institut bietet Studierenden eine breite Palette von Lehrveranstaltungen, angefangen von allgemeiner Pädagogik und bildungswissenschaftlichen Grundlagen über religionspädagogische und theologische Fächer bis hin zu Kursen im Bereich Sprache und Kultur. So eignen sich Studierende etwa die arabische Sprache in Wort und Schrift an, wodurch sie befähigt werden, sich mit der Koranrezitation und Koranauslegung vertraut zu machen. Für Mitarbeiter:innen ist das Institut ein Ort des Austausches, des Philosophierens und des Miteinanders. Vor allem der wissenschaftliche Austausch wird durch regelmäßige Veranstaltungen und Vorträge realisiert. An meiner Arbeit als Lehrende und Forschende besonders ist, dass ich mich tagtäglich persönlich weiterbilde – insbesondere durch die Vorbereitung der Lehrveranstaltungen lerne ich enorm viel. An meiner Arbeit mag ich sehr, dass ich meinem größten Hobby, dem Lesen wissenschaftlicher Bücher, Artikel und Studien, mit voller Hingabe nachgehen kann.“

Antigona Shabani, MA, Ehemalige Universitätsassistentin und Doktorandin

Foto Shabani Antigona
Porträt Serdar Kurnaz

„Als ich das erste Mal in Innsbruck ankam, war ich zunächst fasziniert von der Stadt, den Bergen und vom Inn – dieses faszinierende Türkis-Blau hat mich in den Bann gezogen. Es ist jedoch nicht nur der Inn, der mich an Innsbruck gebunden hat, sondern auch die unermüdliche Lernbereitschaft der Studierenden, die aus Nah und Fern zu den Blockseminaren am Wochenende anreis(t)en. Es ist toll, Teil der Islamischen Theologie in Österreich zu sein.“

Serdar Kurnaz, Prof. Dr., Professor für Islamisches Recht in Geschichte und Gegenwart an der Humboldt-Universität zu Berlin

„Das Arbeiten an der Universität erfordert hohe Aufmerksamkeit und Konzentration, oft unter starkem Zeitdruck, was mitunter belastend sein kann. Dennoch schätze ich meinen Beruf als Senior Scientist sehr, da er äußerst vielseitig und abwechslungsreich ist. Als Postdoc lassen sich meine Aufgaben grob in drei Kategorien einteilen: Lehre, Forschung und Administration. Die Vorbereitung der Lehrveranstaltungen ist zeitaufwändig, doch lohnt sich die Arbeit, weil die Diskussionen mit den Studierenden äußerst bereichernd sind. Mein Job gewinnt an Bedeutung, wenn ich meiner Verantwortung nachkomme und den Studierenden Denkanstöße geben kann. Forschung wird heutzutage längst nicht mehr im stillen Kämmerlein betrieben. Neben der Erstellung von Publikationen gehören auch die Organisation und Durchführung größerer Veranstaltungen zu meinen Aufgaben. Diese fördern den wissenschaftlichen Austausch und spiegeln sich in meinen eigenen Forschungen wider. Die langen Stunden am Computer können sehr ermüden, sind es jedoch wert, wenn man bedenkt, dass aus empirischen Studien schließlich neue Publikationen entstehen. Es bereitet mir große Freude, wenn diese schließlich in Buchform frisch gedruckt in den Regalen der Universitätsbibliothek präsentiert werden. All diese Tätigkeiten werden mitunter durch Gremientätigkeiten unterbrochen, was eine willkommene Abwechslung in den Arbeitsalltag bringt. Alles in allem schätze ich meine vielfältigen Aufgaben am Institut und den kollegialen Austausch sehr.“

Asligül Aysel, Dr.in phil., Senior Scientist und Studienbeauftragte

Foto Aysel Asligül
Porträt Claus Reitan

„Bilden, Zuhören - im Gespräch bleiben, damit Leben gelingt. Für einige Studienjahre habe ich als Journalist am Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik die VO „Islam und Medien“ gehalten. Es war eine Freude und ein Gewinn – wie ich annehme, für alle Beteiligten. Warum? Die Lehrveranstaltung wurde von Studierenden mit außerordentlichem Interesse aufgenommen und mitverfolgt. Wie funktionieren Medien? Wie entsteht in den Medien ein Bericht, ein Kommentar – und letztlich ein Bild vom Islam? Was dürfen Journalisten? Welchen Auftrag haben Journalisten? Welche Medien wählen wir aus – und wie sehr beeinflusst das unsere Wahrnehmung der Gegenwart, unser Bild von jenen, die anders denken als jeweils die eigene Gruppe?

Kurzum: Es galt, die Funktionen der Medien für Integration kennenzulernen – und auch kritisch zu würdigen. Anhand von Medientexten und eigenen Beobachtungen wurden einerseits die wesentlichen Elemente und Funktionen des Medienwesens erörtert und diskutiert, andererseits auch eigene Einschätzungen auf den Prüfstand gestellt. Wozu? Um sich zu bilden, um zuzuhören – und um im Gespräch zu bleiben, damit Leben in Gemeinschaft und in diversen, offenen Gesellschaften gelingt. Das ist alternativlos. Medien können dazu beitragen. Vor allem, wenn Rezipienten über Medienkompetenz verfügen. Das gilt erst recht für jene, die als Lehrerinnen und Lehrer in der Religionspädagogik tätig sind, also letztlich eine auf Bekenntnis begründete Lebenskunde vermitteln.“

Claus Reitan, CR Prof. und Journalist, Wien

„Ich bin bereits seit acht Jahren am Institut tätig und kenne es aus vielen Perspektiven und in allen möglichen Facetten: als Projektmitarbeiterin, Institutsreferentin, Studienabsolventin und als Doktorandin. Dieses Institut ist für mich besonders, weil die Menschen hier vielfältig und bunt sind. Oftmals habe ich das Gefühl, fast in einer Art Wohngemeinschaft zu leben: Wir teilen Freud und Leid, Spannung und Entspannung, Aufregung, Erfolge und nicht zuletzt viel Spaß. Meine Arbeit an diesem Institut ist abwechslungsreich und ich konnte in den vergangenen Jahren unglaublich viel lernen und persönlich wachsen. Ein spannender und liebenswerter Ort mit ebensolchen Menschen.“

Sigrid Şirin Moser, Univ.-Ass.in MA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin

Foto Moser Sigrid
Foto Al-Daghistani Raid

„Als langjähriger Beauftragter des Institutes für Islamische Theologie und Religionspädagogik (IITR) der Universität Innsbruck habe ich jedes Semester die Gelegenheit und Freude, an diesem Standort zu lehren und sowohl mit KollegInnen als auch mit Studierenden in den Austausch zu kommen. Zu meinen Lehrveranstaltungen, die ich am IITR leiten darf, gehören „Einzelthemen der Islamischen Mystik“, „Bildungsansätze in der Islamischen Mystik“ und „Islamische Ethik und Mystik – Vertiefung“. Das Studium der islamischen Theologie und Religionspädagogik bietet den Studierenden eine umfassende, systematische und kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Fragen des Glaubens und der Religion des Islams. Ich unterrichte gerne an diesem Ort und komme deshalb seit mehr als 6 Jahren immer wieder gern nach Innsbruck – eine Stadt, die mir sehr ans Herz gewachsen ist.“

Raid Al-Daghistani, Vertr.-Prof. Dr., Vertretungsprofessor für Islamische Systematische Theologie am Institut für Islamische Theologie der Universität Paderborn und Externer Lehrender am Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik der Universität Innsbruck

„Die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Masterstudiums für Islamische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Innsbruck hat mir einen tiefen Einblick in aktuelle theologische Fragestellungen und pädagogische Herausforderungen ermöglicht. Die offene Diskussionskultur und die wissenschaftlich fundierten Zugänge der Dozierenden haben meine eigene Perspektive auf religiöse Bildung wesentlich erweitert und geschärft.

Im Anschluss daran war ich mehrere Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Institut tätig. Diese Zeit war geprägt von intensiver Forschung, interdisziplinären Kooperationen und einem lebendigen akademischen Austausch, der meine Haltung zu Verantwortung, Gerechtigkeit und religiöser Bildung nachhaltig geprägt hat.

Heute unterrichte ich nach wie vor an höheren Schulen islamische Religion. Die theoretischen Impulse und professionellen Ansätze, die ich durch meine Tätigkeit am Institut gewonnen habe, bereichern meinen Unterricht täglich. Sie ermöglichen es mir, Schüler:innen reflektiert zu begleiten, ihnen Orientierung zu bieten und gemeinsam mit ihnen aktuelle gesellschaftliche Fragen aus einer verantwortungsvollen islamischen Perspektive zu diskutieren.

Wer theologische Tiefe, wissenschaftliche Weiterentwicklung und praxisorientierte pädagogische Kompetenz miteinander verbinden möchte, findet am Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik einen äußerst inspirierenden Ort.“

Aykut Gelengec, MA, Islamischer Religionslehrer an höheren Schulen, ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand

Foto Aykut Gelengec
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