Neues Horizon Europe-Projekt TwinD, koor­di­niert von Ass.-Prof. Sashko Ristov

Ass.-Prof. Sashko Ristov hat die Finan­zie­rung für TwinD – Model-Driven Digital Twins for Reli­able and Auto­no­mous Wind Opera­tion and Main­te­nance gesi­chert, ein neues Forschungs- und Inno­va­ti­ons­pro­jekt von Horizon Europe, das im Rahmen der Forde­rung nach verbes­serter Zuver­läs­sig­keit sowie opti­miertem Betrieb und Wartung von Winde­ner­gie­sys­temen ausge­wählt wurde. Das Projekt hat ein Gesamt­budget von fast 4 Milli­onen Euro, davon sind etwa 883.000 Euro der Univer­sität Inns­bruck zuge­teilt. Der Vorschlag erhielt die maxi­male Bewer­tung von 15/15 und wurde in einem hoch umkämpften Aufruf mit 75 einge­reichten Vorschlägen ausge­wählt.

Nach dem kürzlich gestarteten CETPartnership-Projekt FLEXI und dem neu finanzierten CETPartnership-Projekt twinRE ist TwinD das dritte aktive europäische Kooperationsprojekt, das von Ass.-Prof. Sashko Ristov koordiniert wird. Seine Forschungsaktivitäten in modellgetriebenen, KI-unterstützten und cloudnativen digitalen Zwillingen für den Übergang zur sauberen Energie werden somit weiter gestärkt.

In den nächsten 42 Monaten wird das internationale Konsortium digitale Zwillingstechnologien entwickeln, um die Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartungsfähigkeit von Windenergiesystemen zu verbessern. TwinD kombiniert Low-Code-Digital-Twin-Engineering, multimodale Zuverlässigkeitsprognose, Echtzeit-Zustands- und Gesundheitsüberwachung, technikerorientierte 3D/XR-Unterstützung, risikobewusste Wartungsplanung und cloud-native Bereitstellungsautomatisierung.

Eine zentrale Stärke von TwinD ist seine starke industrielle Validierung in der gesamten Windenergie-Wertschöpfungskette. Die entwickelten Technologien werden in realen und relevanten Windbetriebskontexten validiert, einschließlich Windkraftbetrieb, aggregatorbasierten Systembeschränkungen, Betrieb des Übertragungssystems sowie Windbetrieb und Wartungsdienste. Dies ermöglicht es TwinD, nicht nur technische Vorhersagen und Überwachungen zu behandeln, sondern auch die praktischen Planungs-, Netz-, Markt- und Wartungsbeschränkungen, die bestimmen, wie Windparks in der Praxis betrieben werden.

Das Projekt vereint neun Partner aus sechs Ländern und bündelt Fachwissen von Universitäten, KMU, Technologieanbietern, Windkraftbetreibern, Aggregatoren und Akteuren im Bereich Übertragungssysteme. Zum Konsortium gehören die Universität Innsbruck als Koordinator, die Universität Aalborg (Dänemark), CheckWatt (Schweden), Styr och Mätteknik Sverige AB (Schweden), Zorlu Enerji (Türkei), MEPSO (Nordmazedonien), ThingLink (Finnland), ModelarData (Dänemark) und LieberLieber (Österreich). Das Projekt wird zusätzlich von industrieller und systembezogener Expertise von beratenden Partnern wie Bachmann electronic (Österreich) und MEMO (Nordmazedonien) unterstützt.

TwinD baut auf früheren und laufenden Projekten wie MATISSE und FLEXI auf und etabliert die Universität Innsbruck weiter als wichtiges europäisches Forschungszentrum für digitale Zwillinge, künstliche Intelligenz und Cloud-Technologien, die zuverlässige, nachhaltige und wettbewerbsfähige erneuerbare Energiesysteme unterstützen.

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