Im Rahmen der Exzellenzinitiative „excellent=austria“ zur Stärkung der Spitzenforschung an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen wurden weitere Förderentscheidungen getroffen. Das wissenschaftliche Kuratorium des FWF wählte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren mit Hearing sechs Emerging-Fields-Konsortien aus, die nun über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt 35 Millionen Euro gefördert werden. Grundlage für die Entscheidung bildeten die schriftlichen Gutachten sowie die Empfehlungen einer internationalen Jury. Diese bewertete nach den Hearings das Innovationspotenzial und die wissenschaftliche Exzellenz der Projekte auf Basis internationaler Peer-Reviews.
Mit den sechs neuen Konsortien steigt die Gesamtzahl der Emerging Fields auf elf. In jedem Konsortium arbeiten bis zu 30 Wissenschaftler:innen über fünf Jahre hinweg zusammen; nach drei Jahren ist eine Zwischenbegutachtung vorgesehen.
Justus Piater sowie die anderen Konsortiumsmitglieder untersuchen im Emerging Field „Comparative Ecological Innovation Styles“ wie unterschiedliche Körperbauten, ökologische Nischen und kognitive Fähigkeiten die Entstehung neuer Verhaltensweisen prägen.
Anstatt ausschließlich erfolgreiche Problemlösungen zu vergleichen, analysiert das Team detailliert Aneignungs-, Lern- und Entwicklungsprozesse bei einigen der innovativsten Tiergruppen, darunter Papageien, Raben und Menschenaffen. Auf diese Weise entsteht ein prozessbasiertes Verständnis davon, wie Innovation entsteht, welche Rolle motorische Fähigkeiten und Umweltbedingungen spielen und warum sich erfinderische Strategien zwischen Arten unterscheiden.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nicht nur unser Verständnis tierischer Intelligenz erweitern, sondern auch dazu beitragen, Robotersysteme zu entwickeln, die flexibler und anpassungsfähiger agieren.
