Für Personen, die nicht persönlich dabei sein können, ist eine Teilnahme per Livestream möglich. Alle Veranstaltungen werden in Österreichischer Gebärdensprache gedolmetscht. Für die Teilnahme an den Veranstaltungen werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.
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Bei Interesse an Schriftdolmetschung nehmen Sie bitte Kontakt auf mit barbara.sauer-oberlechner@i-med.ac.at
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Programm
Veranstaltung im Rahmen des Weltfrauentags 2026
Buchpräsentation: Ärztinnen, die Geschichte schrieben. 125 Jahre Medizinstudium für Frauen in Österreich
Autorin: Dr.in Birgit Kofler-Bettschart
Podiumsdiskussion „Frauen in Führung in der akademischen Medizin: Herausforderungen und Chancen“
Univ.-Prof.in Dr.in Patrizia Stoitzner
Vizerektorin für Forschung und Internationales, Professorin für Experimentelle Dermatologie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Dr.in Elisabeth Zanon
Vorsitzende des Universitätsrats der Medizinischen Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, Plastische Chirurgin
Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Sinner, MBA
Direktorin, Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Professorin für Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Dr.in Birgit Kofler-Bettschart
Autorin, Journalistin
Assoz. Prof. PD Dr. Can Gollmann-Tepeköylü, PhD
Universitätsklinik für Herzchirurgie, Department Operative Medizin, Programmleitung Herzinsuffizienz, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Moderation:
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA, Professorin für Diversität in der Medizin, Direktorin Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich, Gründerin Women in Global Health Germany. Mitglied Women in Global Health Austria
Seit 125 Jahren können Frauen in Österreich Medizin studieren. Die Autorin und Journalistin Dr.in Birgit Kofler-Bettschart hat hierzu historisch bedeutende Dokumente in ihrem Buch zusammengetragen und stellt die Hürden und Schwierigkeiten, die die Ärztinnen damals hatten, ihr herausragendes Wirken und ihre Errungenschaften dar. Sie hat auch mit Ärzt:innen und Professor:innen unter anderem der Medizinischen Universität Wien, der Medizinischen Universität Graz und der Medizinischen Universität Innsbruck gesprochen. Die Ergebnisse der Interviews sind ebenfalls Teil ihres Buches. In der Podiumsdiskussion sollen im Anschluss an die Buchvorstellung die Herausforderungen mit denen Frauen in Führungspositionen in der akademischen Medizin aktuell konfrontiert sind aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet sowie die damit verbundenen Chancen diskutiert werden.
Zum Livestream bzw. zur Aufzeichnung
Anmeldung unter: https://events.i-med.ac.at/register/54
Geschlecht und Diversität in der Anatomie
Univ.-Prof. Dr. Marko Konschake
Direktor des Institutes für Klinisch-Funktionelle Anatomie, Facharzt für Anatomie, Medizinische Universität Innsbruck,Innsbruck, Österreich
Die Analyse von Sex, Gender und Diversity in der anatomischen Ausbildung macht deutlich, dass eine bessere Repräsentation verschiedener biologischer, sozialer Geschlechter und Körpertypen notwendig ist. Eine solche Vielfalt in der medizinisch-anatomischen Lehre hilft, bestehende Vorurteile abzubauen und schafft ein inklusiveres Lernumfeld. In Bezug auf die Anatomie heißt das, dass Lehrmaterialien und Modelle nicht nur einen „Standardkörper“ zeigen, sondern die Vielfalt der Menschen abbilden. Durch den Einsatz unterschiedlicher anatomischer Modelle und Lehrmethoden werden Studierende gezielt darauf vorbereitet, individuelle Unterschiede zwischen Patient*innen zu erkennen und zu berücksichtigen. Dies trägt letztlich zu einer besseren personalisierten, medizinischen Versorgung im Gesundheitswesen bei.
Karriereentwicklung von Frauen* in Professuren in den Gesundheitsberufen
Caroline Haupt, BSc, MA
Doktorandin, Medizinische Universität Innsbruck, wissenschaftliche Mitarbeiterin Katholische Hochschule Mainz, Lehrlogopädin, Universitätsmedizin Mainz, Mainz, Deutschland
Der Vortrag zum Thema „Karriereentwicklung von Frauen* in Professuren in den Gesundheitsberufen“ beleuchtet Geschlechterunterschiede auf dem Weg zur Professur im Gesundheitswesen. Wir diskutieren zentrale Konzepte wie leaky pipeline, glass ceiling und Care-Penalty, zeigen empirische Daten zur Geschlechterverteilung und analysieren strukturelle Barrieren wie Befristungen, Mobilitätsanforderungen und intransparente Berufungsverfahren. Historische Entwicklungen, intersektionale Perspektiven sowie Förderinstrumente und Good-Practice-Beispiele werden kritisch eingeordnet. Ziel ist es, Handlungsperspektiven auf individueller, institutioneller und politischer Ebene aufzuzeigen und gemeinsam zu diskutieren, wie Chancengleichheit und Teilhabe nachhaltig gestärkt werden können.
Basic Life Support: Geschlechter und Diversitätsaspekte: Erste Ergebnisse aus einer aktuellen Studie
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA, Professorin für Diversität in der Medizin, Direktorin Institut für Diversität in der Medizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich,
Dr. Benjamin Treichl, Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Diplomanden: Jakob Stähr, Fabio Rützler, David Ortner
Sorgen ums Essen. Historische Perspektiven auf Ernährung und Geschlecht
Priv.-Doz.in Mag.a Dr.in Maria Heidegger
Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft, Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Der Vortrag beleuchtet die komplexe Thematik der sozial- und medizinhistorischen Ernährungsgeschichte schlaglichtartig und lotet das Potential der Fragestellung nach dem Geschlecht in der Geschichte des Essens, Nicht-Essens und Sorgens um ausreichend gesundes Essen exemplarisch aus. Zunächst wird der Stellenwert der Kategorie Geschlecht in der Geschichtsschreibung über Essen und Ernährung in einschlägigen Handbüchern und Überblicksdarstellungen kritisch reflektiert, im Anschluss erörtert der Vortrag, an welchen disziplinären Schnittstellen das Thema aktuell erforscht wird und zeigt im Weitern auf, auf welcher Quellengrundlage und mit welchen Fragestellungen sich neue Ansatzpunkte für einen interdisziplinären Dialog zwischen den Humanities und der Medizin ergeben könnten.
Frauen stärken durch Aufklärung – die Arbeit von THE RAIN WORKERS zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit von Frauen in ressourcenarmen Regionen
Dr.in Ines Kohl
Sozialanthropologin, Geschäftsführerin von THE RAIN WORKERS, Netzwerk sexuelle und reproduktive Gesundheit, Wien, Österreich
Gendermedizin macht sichtbar, wie Geschlecht, soziale Strukturen und der Zugang zu Wissen Gesundheit beeinflussen. Der Vortrag zeigt am Beispiel der Arbeit der österreichischen Nichtregierungsorganisation (NGO) THE RAIN WORKERS, wie niederschwellige Aufklärung zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten in ressourcenarmen Regionen West- und Ost-Afrikas zur Selbstbestimmung von Frauen beiträgt. Durch kultursensible Wissensvermittlung und den Einsatz lokaler Multiplikator*innen werden strukturelle Barrieren abgebaut. Der Beitrag diskutiert Aufklärung als zentrale gendermedizinische Intervention jenseits klinischer Versorgung.
Geschlecht und Diversität in der pädiatrischen Rheumatologie
Univ.-Prof. Mag. Dr. Dipl. oec. med. Jürgen Brunner
Universitätsklinik für Pädiatrie I, Department für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Geschlechteraspekte in der Herzchirurgie
Univ.-Prof. Dr. Michael Grimm
Direktor Universitätsklinik für Herzchirurgie, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Geschlechter- und Diversitätsaspekte in der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie
Univ.-Prof. Dr. Roman Crazzolara
Professor für pädiatrische Onkologie, Universitätsklinik für Pädiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Schizophrenie: Geschlechter- und Diversitätsaspekte
Priv. Doz.in Dr.in Monika Edlinger
Universitätsklinik für Psychiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck, Innsbruck, Österreich
Diversitätssensible Hämatologie
Univ.-Prof.in Dr.in Marie von Lilienfeld-Toal
Gründungsdirektorin, Institut für Diversitätsmedizin, Medizinische Fakultät, Ruhr-Universität Bochum, Bochum, Deutschland
Workplace Health Promotion: A Sex and Gender Perspective
(in English, part of the Erasmus Blended Intensive programme 2026, co-ordinated by the Medical University Innsbruck, Austria)
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA
Professor for Diversity in Medicine, Director Institute for Diversity in Medicine, Medical University Innbruck, Founder Women in Global Health Germany, member Women in Global Health Austria
Leben mit Long Covid – Aspekte von Geschlecht und Diversität
Univ.-Prof.in Dr.in Monika Pietrzak-Franger, Privatdoz. MA
Full Professor for British Cultural and Literary Studies, Department of English and American Studies, Universität Wien, Wien, Österreich
Geschlecht und Diversität in der Neonatologie
Univ.-Prof.in Dr.in Ursula Kiechl-Kohlendorfer, MSc
Direktorin Universitätsklinik für Pädiatrie II (Neonatologie), Department für Kinder- und Jugendheilkunde
In diesem Vortrag werden aktuelle Daten zum Überleben und den Behandlungsergebnissen sehr kleiner Frühgeborener präsentiert. Besonderes Augenmerk gilt den geschlechtsspezifischen Unterschieden zu Beginn des Lebens. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Berücksichtigung transkultureller Unterschiede in der Neonatologie, die ein essentieller Bestandteil in der Betreuung von Neugeborenen und deren Eltern ist.
Chinese Medicine: Sex and Gender Aspects
(in English, part of the Erasmus Blended Intensive programme 2026, co-ordinated by the Medical University Innsbruck, Austria)
Univ.-Prof.in Dr.in Sabine Ludwig, MSc, MA
Professor for Diversity in Medicine, Director Institute for Diversity in Medicine, Medical University Innbsurck, Founder Women in Global Health Germany, member Women in Global Health Austria