Marla Stein
Zur Person
Seit 12/2025 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“
Seit 01/2025 | wissenschaftliche Mitarbeiterin des Forschungsprojekt „Vereinbarkeit von Studium mit Erwerbstätigkeit und Familie an der Universität Innsbruck“
Seit 10/2024 | PhD-Studium: Erziehungs- und Bildungswissenschaft an der Universität Innsbruck
Seit 09/2024 | Universitätsassistentin (Dissertationsstelle) im Lehr- und Forschungsbereich Migration und Bildung am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Innsbruck. Betreuung: Erol Yildiz und Marc Hill
2022 - 2024 | Sozialarbeiterin in einer forensischen Psychiatrie mit Schwerpunkt Ausländerrecht
2020 - 2022 | Masterstudium: Innovation in Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit an der Freien Universität Bozen (IT)
2016 - 2020 | Verschiedene Tätigkeiten im Sozialdienst im englisch- und spanischsprachigen Ausland
2013 - 2016 | Bachelorstudium: Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau (DE)
Promotionsprojekt
Soziale Arbeit in der postmigrantischen Gesellschaft: diversitätsbewusst – intersektional – rassismuskritisch
Ausgehend von der Annahme, dass Jugendzentren Orte soziokultureller Aushandlung, von Zugehörigkeit sowie alltäglicher Praktiken von Differenz sind, gibt das Forschungsvorhaben Einblicke in die Narrative junger Menschen, um zu verstehen, welchen Stellenwert ein solcher Raum für sie, abseits von Schule oder Familie, hat. Mit einer postmigrantischen Perspektive verfolgt dieses Dissertationsprojekt das Ziel, Diversitätsbewusstsein, Intersektionalität und Rassismuskritik als bestehende theoretische Ansätze systematisch zusammenzuführen. Ein solcher integrativer Ansatz kann aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressieren sowie soziale Kategorien, Zugehörigkeiten und Machtverhältnisse in ihrer wechselseitigen Verschränkung und ihrem Zusammenspiel analysieren.
Zur Beantwortung der Forschungsfrage, welche Bedeutung die Offene Jugendarbeit als Teilbereich der Sozialen Arbeit in Jugendzentren hat, zielt die Untersuchung darauf ab, das Erleben von Diversität, Diskriminierung und Ungleichheit zu erfassen und damit den theoretischen Teil der Arbeit durch empirischen Daten aus dem Jugendzentrum zu fundieren. Grundlegend für das Forschungsprojekt ist, dass Jugendliche als Expert:innen ihrer eigenen Lebenswelt ernst genommen werden, indem zum einen ihre Biografien und individuellen Erfahrungen in den Forschungsprozess einbezogen werden und zum anderen hervorgehoben wird, dass es sich nicht um eine homogene Gruppe handelt. Es gilt zu verstehen, was es für Jugendliche bedeutet, in einer globalisierten Welt mit gegenwärtigen sozialen und politischen Entwicklungen aufzuwachsen, und welche Rolle die Offene Jugendarbeit in Jugendzentren dabei spielt. Das Dissertationsvorhaben zielt darauf ab, über die Beschreibung sozialer Problemlagen im Bereich der Sozialen Arbeit hinauszugehen und mögliche Erkenntnisse und Schlussfolgerungen für die Soziale Arbeit als Wissenschaft und Disziplin zu generieren. Der Einbezug der biografischen Erzählungen und Erfahrungen von Jugendlichen soll diese Stimmen nicht nur hörbar machen, sondern zugleich eine Theorienbildung im Bereich der Bildungswissenschaften und der Sozialen Arbeit ermöglichen. Beide Aspekte bilden zentrale Merkmale der Zielsetzung des Projekts.
Forschungsinteresse
- Postmigrantische Perspektiven
- Kritische Migrationsforschung
- Migration und Bildung
- Jugendforschung
Publikationen
- Rezession: Karsten Kiewitt, Ronald Lutz (Hrsg.): Das Soziale ist immer politisch – Rezension, 2025, Socialnet: socialnet Rezensionen: Das Soziale ist immer politisch
Vorträge
05/2025: Symposion "Erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung in interdisziplinärer und vergleichender Perspektive" in Heraklion, 11. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz des I.A.K.E. (Institute of Humanities and Social Sciences), Kreta, Griechenland
Vortragstitel: „Verborgene Stimmen sichtbar machen: Herausforderungen der postmigrantischen Sozialarbeit“
Mitgliedschaften
Seit 2025: Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Seit 2026: Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit
Kontakt
Email: marla.stein@uibk.ac.at