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Finanzierung:
ÖAW Doc team Projekt



Laufzeit:
01.07.2021 - 30.06.2024

DoktorandInnen:
Eß Lisa Maria (LFU, Inst. für Archäologien)
Irovec Ruth ( LFU, Inst. für Archäologien)
Lueger Daniel (LFU, Inst. für Archäologien)  
Oettel Lena (LFU, Inst. für Mineralogie und Petrographie)

Betreuer:
Trebsche Peter (LFU, Inst. für Archäologien)
Tropper Peter (LFU, Inst. für Mineralogie und Petrographie)
Goldenberg Gert (LFU, Inst. für Archäologien)
Tomedi Gerhard (LFU)
Umberto Albarella (University of Sheffield, Dep. of Archaeology)

Kupfer und Eisen im 1. Jahrtausend v. Chr.Montanarchäologische Untersuchungen zur Metallverarbeitung und Wirtschaftsstruktur eines Werkareals im Unterinntal

Verhüttungsöfen, Tondüsen und Gusskuchen aus bronzezeitlichen Schichten zeugen davon, dass während der Nutzungsdauer dieses Areals die Metallverarbeitung im Vordergrund stand. Für die Eisenzeit lassen sich zusätzlich landwirtschaftliche Tätigkeiten und Textilherstellung nachweisen. Sowohl Befunde als auch Kleinfunde deuten darauf hin, dass es sich um ein ausgedehntes Werkareal handelt. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe zu dem bereits in den 1970er Jahren untersuchten eisenzeitlichen Gräberfeld in Kundl. Der hervorragende Erhaltungsstand dieser komplementären Areale, welcher der Versiegelung durch Murschotterpakete zu verdanken ist, bietet exzellente Voraussetzungen, um die bronze- und eisenzeitliche Metallproduktion sowie deren Organisation und Versorgung im Unterinntal zu untersuchen.

Die umfassende, interdisziplinäre Auswertung des Werkareals erfolgt im Rahmen eines DOC-team-Projektes. Diese soll dazu beitragen, mehrere seit langem diskutierte Forschungsfragen aus dem Bereich der Montanarchäologie zu beleuchten.

Erstens stehen der Abschwung der Kupferproduktion und der Eisenverarbeitung im Fokus. Weiterhin soll anhand des Kundler Werkareals im Detail untersucht werden, welche Faktoren für das Abklingen der Kupferverhüttung aus Fahlerz im Laufe der älteren Eisenzeit (800-450 v. Chr.) ausschlaggebend waren. Zusätzlich wird untersucht, ob und ab wann eine lokale Eisenverhüttung oder –produktion in Nordtirol nachweisbar ist.

KooperationspartnerInnen:


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