Was hat Sie damals an die Universität Innsbruck gezogen? Was mich damals an die Universität Innsbruck gezogen hat, war die besondere Kombination aus akademischer Qualität und Lebensgefühl. Die Berge direkt vor der Tür haben mir sofort das Gefühl gegeben, Natur und Studium perfekt verbinden zu können. Zugleich hat der exzellente Ruf der SOWI für mich eine große Rolle gespielt. Und dann war da noch das tolle Studentenleben und dieses unverwechselbare Flair Innsbrucks, das mich von Anfang an begeistert hat.
Denke ich an Innsbruck, denke ich sofort an... eine Zeit voller Inspiration, spannender Begegnungen und Erlebnisse, die mich sowohl persönlich als auch fachlich geprägt haben – Erinnerungen, an die ich bis heute sehr gerne zurückdenke, wie den spannenden Austausch mit Professor:innen, lehrreiche Nachmittage in der Bibliothek, Gespräche mit Kommiliton:innen bei einem Kaffee in der Altstadt.
Was war für Sie ein unvergessliches Erlebnis Ihrer Studienzeit? Ein besonderes Erlebnis war für mich, auf die Dean’s List gesetzt zu werden – 2014 im Bachelor und 2017 im Master. Das war eine Anerkennung für meinen Einsatz und hat mir viel Motivation für meinen weiteren Weg gegeben.
Gab es Momente oder Personen in Ihrem Studium, die Sie besonders geprägt haben? Ja, insbesondere Professor:innen des Institutes für Rechnungswesen, Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung sowie des Institutes für Organisation und Lernen, die praxisnah gelehrt und uns Studierenden Mut gemacht haben, analytisch tief zu denken und kritisch zu hinterfragen. Diese Haltung begleitet mich bis heute in meiner Arbeit.
Aus meinem Studium habe ich noch... viele Kontakte, die sich teils auch beruflich weiterentwickelt haben, und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte strukturiert zu analysieren.
Waren Sie im Ausland? War das für Sie aus heutiger Sicht wichtig? „Ein klassisches Auslandssemester habe ich zwar nicht absolviert, dafür konnte ich im Rahmen von Praktika sowie internationalen Projekten – unter anderem in Zusammenarbeit mit Swarovski und Spar, aber auch mit Erasmus Plus – wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln.
Wie hat sich Ihr Weg vom Studium bis heute entwickelt? Nach meinem Studium begann ich meine berufliche Laufbahn als Corporate Accountant bei der Zumtobel AG. Im Jahr 2019 führte mich mein Weg zur Getzner Textil AG, wo ich zunächst als Controllerin tätig war und mich in den folgenden Jahren Schritt für Schritt zur Teamleiterin im Bereich Reporting & Analytics entwickelte. Heute verantworte ich das konzernweite Berichtswesen auf der SAP Analytics Cloud, treibe Digitalisierungs- und Automatisierungsprojekte voran und gestalte aktiv datengetriebene Entscheidungsprozesse im Unternehmen mit.
Würden Sie sich aus heutiger Sicht für ein anderes Studium entscheiden? Nein – das Studium der Wirtschaftswissenschaften war für mich die richtige Entscheidung. Rückblickend würde ich jedoch als zweite Vertiefung vermutlich Wirtschaftsinformatik wählen, da die wachsenden Anforderungen im IT-Bereich und der zunehmende Einfluss von Künstlicher Intelligenz diese Spezialisierung noch zukunftsweisender machen.
Welche im Studium erworbene Qualifikation hilft Ihnen im heutigen Beruf am meisten? Aus meinem Studium begleitet mich besonders die Fähigkeit, Fragestellungen kritisch zu beleuchten und komplexe Inhalte schnell zu durchdringen. Diese analytische Stärke verbindet sich mit den fachlichen Grundlagen in Controlling, Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung, die mir heute ermöglichen, fundierte Entscheidungen zu treffen und Zusammenhänge präzise einzuordnen.
Was war bis jetzt Ihr schönstes Erlebnis in Ihrer beruflichen Laufbahn? Mein bislang schönstes Erlebnis in meiner beruflichen Laufbahn war die Weiterentwicklung zur Teamleiterin im Bereich Reporting & Analytics. Dieser Schritt bedeutete für mich nicht nur eine neue Verantwortung, sondern auch die Möglichkeit, mein Fachwissen mit Führungsaufgaben zu verbinden und mein Team auf dem gemeinsamen Weg zu begleiten. Besonders erfüllend war es, zu sehen, wie wir als Team zusammengewachsen sind, innovative Lösungen entwickelt haben und ich gleichzeitig die Chance hatte, andere in ihrer persönlichen und fachlichen Entwicklung zu fördern.
Was möchten Sie gerne noch erreichen – beruflich oder privat? Beruflich möchte ich meine Rolle vom Data Analyst zum Data Scientist weiterentwickeln und datengetriebene Entscheidungsmodelle im Unternehmen stärken. Privat träume ich davon, einmal eine Weltreise zu machen – verschiedene Länder zu entdecken, fremde Kulturen kennenzulernen und Eindrücke zu sammeln, die einen für das ganze Leben prägen.
Was war zu Studienzeiten Ihr Lieblingsort in Innsbruck/an der Universität? Zu Studienzeiten war mein absoluter Lieblingsort die Inn-Mauer. Dort zu sitzen, den Blick über den Fluss schweifen zu lassen und gleichzeitig die Berge im Hintergrund zu sehen, hatte für mich etwas ganz Besonderes. Es war ein Ort, an dem ich Ruhe gefunden, neue Energie getankt, ein Buch gelesen und oft auch inspirierende Gespräche mit Freunden geführt habe – ein Stück Innsbruck, das für mich bis heute untrennbar mit meiner Studienzeit verbunden ist.
Was verbindet Sie heute noch mit der Universität? Heute fühle ich mich vor allem durch die Alumni-Veranstaltungen und den Leadership Club noch eng mit der Universität verbunden. Diese Formate ermöglichen es mir, Teil des Netzwerks zu bleiben, spannende Impulse aus Wissenschaft und Praxis aufzunehmen und den Austausch mit anderen Absolvent:innen zu pflegen. So ist die Universität für mich auch heute ein wertvoller Ort der Begegnung, Inspiration und Weiterentwicklung.
Studierenden rate ich... neugierig zu bleiben, sich nicht nur auf Pflichtveranstaltungen zu konzentrieren, sondern Chancen außerhalb des Curriculums zu nutzen und das Studentenleben zu genießen.
Ich wollte immer schon einmal... die Polarlichter mit eigenen Augen sehen – dieses faszinierende Naturschauspiel unter freiem Himmel zu erleben, fernab von der Zivilisation. Für mich wäre das ein unvergesslicher Moment, der Naturwunder, Stille und Staunen miteinander verbindet.
Mein Buch- oder Film-Tipp… ist The Big Five for Life von John Strelecky. Es zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig es ist, die eigenen Lebensziele klar zu kennen und Entscheidungen daran auszurichten. Besonders inspirierend finde ich den Gedanken, dass persönlicher Sinn und beruflicher Erfolg untrennbar miteinander verbunden sind.
Was würden Sie Ihrem Jüngeren Ich gerne sagen? Hab Vertrauen in deinen Weg und deine Stärken – die Kombination aus Zahlenaffinität und Kreativität wird dir viele Türen öffnen.
Können Sie uns noch eine Lebensweisheit/Zitat mitgeben? Tue heute etwas, worauf du morgen stolz sein kannst.
Stand: Februar 2026
