Winter School zur Alterns­for­schung

Am Montag, 9. April 2018, fand die Kick-off-Veranstaltung für die Winter School 2018 des Doktoratsprogramms Ageing and Regeneration (AGE_REG) in der Claudiana in Innsbruck statt.
Gruppenbild Winterschool Alternsforschung
Bild: Pidder Jansen-Dürr, Frank Edenhofer, VR Bernhard Fügenschuh, Stefan Coassin, Hans Weiher (v.l.) bei der Eröffnung der Winterschool. (Credit: Foto IBA)

Prof. Hans Weiher aus Bonn, der momentan am Forschungsinstitut für Biomedizinische Alternsforschung als Gastprofessor tätig ist, hielt einen Vortrag über „Human genome analysis and manipulation: Views into the past, present and future“. Er ging darin auf die Implikationen für Wissenschaft und Gesellschaft ein, die sich aus dem rasanten Fortschritt der DNA-Sequenzierungstechniken ergeben. Dazu gehören Grundfragen der Humangenetik sowie historische Betrachtungen zur Menschwerdung (Veränderungen des Genoms beim Übergang von Primaten zum modernen Menschen).

Dr. Stefan Coassin vom Department Genetische Epidemiologie der Medizinischen Universität Innsbruck sprach in einer zweiten Keynote Lecture unter dem Titel „Just sequence it? Tales, learnings and perspectives from an 'unsequencable' region“ über Implikationen der Genomsequenzierung für die Gesundheitsforschung und den Umgang mit Erkrankungen, die zumindest teilweise genetisch bedingt sind. Am Beispiel von Störungen des Fettstoffwechsels, deren Diagnose und Behandlung durch Erkenntnisse aus der Genomsequenzierung stark beeinflusst (verbessert) wurden, vertiefte er diesen Aspekt.

In der Folge präsentierten die DoktoratsstudentInnen des DP AGE_REG ihre Forschungsergebnisse im Rahmen einer Posterpräsentation, gefolgt von ausgewählten Kurzvorträgen. In der Zeit vom 9.4. bis 19.4.2018 fand anschließend die Lehrveranstaltung (DNA sequencing and manipulation: news about our past, heritable diseases and potential future therapy) statt, bei der die Doktoratsstudierende unter Anleitung von Prof. Weiher wichtige rezente Ergebnisse der humangenetischen Forschung analysierten und interpretierten.

Am Nachmittag des 9.4. nutzten weiterhin potenzielle zukünftige Teilnehmende am Doktoratsprogramm („junior faculty“) die Gelegenheit, ihre eigenen Forschungsaktivitäten kurz zu präsentieren, um allfällige Synergieeffekte mit den bestehenden Forschungsaktivitäten im Doktoratprogramm auszuloten. Das Ziel, eine bessere Vernetzung der Forschungsaktivitäten am Standort Innsbruck und die Hebung entsprechender Synergieeffekte zu erreichen, konnte gut umgesetzt werden; eine entsprechende Erweiterung des DP AGE_REG soll demnächst implementiert werden.

(Julia Krabichler)

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