Stipen­dium für „MA Program for Peace Studies“

Eine neu gesch­lossene Kooperations­vereinbarung zwischen der Leopold-Franzens-Universität und der Stadt Innsbruck ermöglicht Studierenden aus Drittstaaten das Masterstudium „Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation“ in Innsbruck. 
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Bild: Bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und Stadt Innsbruck (v.l.): Wolfgang Dietrich (UNESCO Chair for Peace Studies), Vizebürgermeisterin Sonja Pitscheider, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Initiator Stadtrat Gerhard Fritz und Rektor Tilmann Märk. (Credit: IKM/Lercher)

Die Stadt Innsbruck will mit einem Stipendium in Höhe von 5.000 Euro pro Semester für eine Studentin oder einen Studenten aus einem Drittstaat, insbesondere Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa, eine Teilnahme am Masterstudium „Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation“ in Innsbruck ermöglichen. „Die Stadt Innsbruck gibt jährlich rund 14,4 Millionen Euro für Bildung aus. Das ist eine direkte Investition in unsere Zukunft, denn jede bzw. jeder Dritte in unserer Alpenstadt ist in Ausbildung. Deshalb ist mir auch die Kooperation mit unserer Universität sehr wichtig. Unsere momentane weltpolitische Situation zeigt einmal mehr, wie essenziell Studienangebote wie das ‚MA Program for Peace Studies‘ sind,“ bekräftigte Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer die Bedeutung der Bildung in Innsbruck im Rahmen der Kooperationsunterzeichnung am 27. Februar.

15 Jahre Friedensstudien in Innsbruck

„Der UNESCO-Chair für Peace Studies ist ein internationales Aushängeschild der Universität Innsbruck. Alljährlich werden hier viele, sehr motivierte Studierende aus aller Welt sowohl theoretisch als auch praktisch intensiv darin geschult, in Krisengebieten mitzuhelfen, wieder friedliche und menschenwürdige Rahmenbedingungen für die dort lebenden Menschen zu schaffen. Es freut mich daher besonders, dass die Stadt Innsbruck künftig mithelfen wird, dieses Friedensprojekt weiterzuentwickeln und ein Stipendium für internationale Studierende zur Verfügung stellen wird“, erläuterte Rektor Tilmann Märk. Auch der wissenschafltiche Leiter des Masterstudiengangs, Univ.-Prof. DDr. Wolfgang Dietrich, bestätigte die Bedeutung dieser Kooperation: „Die Kooperation der Stadt Innsbruck mit der Leopold-Franzens-Universität zur Unterstützung begabter und bedürftiger Studierender aus Asien, Afrika, Lateinamerika oder Südosteuropa verstehe ich als Anerkennung der akademischen Qualität in Lehre und Forschung, die das Masterprogramm, der UNESO-Chair und der Arbeitsbereich für Friedensstudien seit 15 Jahren nach Innsbruck bringen. Mehr noch ist sie eine Belohnung für die herausragenden Leistungen der Studierenden aus diesen Regionen. Dadurch ist sie zugleich ein Beitrag zur angewandten Konfliktarbeit in deren eigenen Ländern und zum Ruf Innsbrucks als weltoffenes Zentrum einer praxisorientierten Friedensforschung.“ Marcella Rowek, Absolventin des Masterlehrganges, sprach für die anwesenden Alumni: „Wir bedanken uns bei der Stadt Innsbruck für dieses Stipendium. Das Studium lebt von der Interkulturalität und im Rückblick auf die vergangenen vier Semester kann ich sagen, positiv gesehen, dass es die längste Reise meines Lebens war.“

Die Kooperationsvereinbarung beinhaltet neben dem Stipendium, dass die Universität/der Arbeitsbereich Frieden und Konflikt die Fortschritte und Neuerung auf dem Gebiet der Friedens-/Konfliktforschung und Friedenserziehung einmal jährlich den Innsbrucker Schulen präsentiert.

Das „MA Program for Peace Studies“ im Überblick

Das Master of Arts Programm „Frieden, Entwicklung, Sicherheit und internationale Konflikttransformation“ ist ein viersemestriger, postgraduierter Lehrgang. Dieser schließt mit dem akademischen Grad „Master of Arts in Peace Studies“ ab und ist an der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften unter der Direktion des UNESCO-Lehrstuhls für Friedensstudien eingerichtet. Für die Durchführung am Bildungsinstitut Grillhof zeichnen Universität Innsbruck und Land Tirol verantwortlich. Zielgruppe ist ein internationales Publikum mit einem fachlich in Frage kommenden Bachelorstudium, Fachhochschul-Bachelorstudiengang oder einem anderen gleichwertigen Studium in einer anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung. Unterrichtssprache ist Englisch. Im Rahmen des 15-jährigen Bestehens haben bisher 400 Studierende den viersemestrigen Lehrgang absolviert, welche als ExpertInnen der internationalen Friedensarbeit agieren. Zudem leisten die AbsolventInnen weltweit einen Beitrag, die Ursachen von Krisen zu bekämpfen.


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