Passende Bewer­ber*in­nen fin­den

Welche Bewerberin, welcher Bewerber passt am besten zur Unternehmenskultur? Theorie und Praxis verbindend, haben Studierende der Universität Innsbruck zusammen mit den Beschäftigten von MARC O’POLO einen Interview-Leitfaden entwickelt, mit dem sich die Passung von Bewerber*innen zu den Unternehmenswerten bestimmen lässt.
Blick auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
Bild: Der Kurs Angewandte Personalforschung mit MitarbeiterInnen von MARC O’POLO bei der Abschlusspräsentation in der Firmenzentrale in Stephanskirchen. (Credit: Julia Brandl)

„Person-Organisation Fit“ steht für die kulturelle Passung zwischen einem Unternehmen und einem einzelnen Beschäftigten. Da diese Passung in der Personalforschung als Grundstein für gute Zusammenarbeit und hervorragende Leistungen gilt, stehen Unternehmen vor der Frage, wie sie bereits im Bewerbungsprozess die kulturelle Passung abschätzen können. In der Unternehmenskultur von MARC O’POLO zählen Innovation, Personality, Quality, Simplicity und Natural und diese Werte sollen durch die Aufnahme neuer Mitarbeiter*innen gefördert werden. Die Mitgliedschaft von MARC O’POLO im HRM Förderkreis ermöglichte es jetzt, gemeinsam mit Studierenden der Universität Innsbruck die Bedeutung der Unternehmenskultur im Arbeitsalltag des internationalen Unternehmens zu bestimmen und einen Leitfaden für Bewerbungsgespräche zu entwickeln, welcher das Unternehmen beim Herausfinden des Person-Organisation Fit unterstützt.

Angewandte Personalforschung

„Wie können wir unseren Führungskräften helfen, bei Einstellungsgesprächen den kulturellen Fit von Bewerber*innen anhand unserer Key Values herauszufinden? Wie können wir die Vergleichbarkeit der Gespräche fördern?“ – so formulierten Sakia Horn, Junio HR Project Manager, und Viktoria Wallner, Manager Personnel Development bei MARC O’POLO, zu Kursbeginn die zentralen Fragen in ihrem Vortrag, in dem sie einen Einblick in die Entwicklung des Unternehmens, der Philosophie der Marke und deren Relevanz für die Zusammenarbeit gaben. Acht Studierende des Kurses Angewandte Personalforschung, eine Vertiefung im Bachelor-Studium Management & Economics, nahmen die Herausforderung gerne an. Sie vertieften sich in Möglichkeiten, das Thema aus Sicht der Personalforschung anzugehen und erarbeiteten eine Forschungsfrage für das Projekt. Dann ging es darum, über Methoden der Datenerhebung zu entscheiden und einen passenden Gesprächsleitfaden zu erstellen. Die Durchführung der Interviews mit Mitarbeiterinnen von MARC O’POLO erlaubte es den Studierenden, den Blick für die eigene Rolle als Forscherin und ethische Fragen bei der Datenerhebung zu schärfen. Bei der Auswertung der Interviews konnten die Studierenden Techniken der Interpretation von unstrukturierten Textdaten und die Umwandlung qualitativer in quantitative Daten erproben. Am Montag, den 17. Juni, stellten die Studierenden ihre Erkenntnisse in der Unternehmenszentrale von MARC O’POLO in Stephanskirchen/Bayern vor und überreichten ihren Vorschlag für einen Interviewleitfaden.

Benefits

„Die Kooperation mit den Studierenden war eine Bereicherung für MARC O’POLO. Wir freuen uns schon auf die Einbindung der Ergebnisse des Projektseminars in unser Daily Business“, so das Fazit der Projektleiterinen Saskia Horn und Viktoria Wallner. Auch für die Studierenden war der Kurs ein besonderes Lernerlebnis und verdeutlichte eindrücklich, wie wichtig eine methodische Fundierung für die Praxis ist.


(Brandl/Horn)

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