Digitali­sierungs­initiative im österrei­chischen Tourismus

Die Digitalisierung wird den Tourismus nachhaltig verändern. Um Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten, startet an der Universität Innsbruck der FFG Innovationslehrgang „Digital Tourism Experts“.
Gruppenbild Digital Tourism Experts
Bild: An der Uni Innsbruck startet der Innovationslehrgang „Digital Tourism Experts“ der auch vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gefördert wird. Bild v.l.: Matthias Bank, Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaft, Rektor Tilmann Märk, Andrea Hemetsberger, Leiterin des Instituts Strategisches Management, Marketing und Tourismus, Nationalrat Dominik Schrott, Sektionschef Gerhard Popp, Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, Lehrgangsleiter Mike Peters und Alexander Plaikner. (Credit: Uni Innsbruck)

Ausgerichtet an den Bedürfnissen der Wirtschaft werden die Weiterbildungsinhalte entlang aktueller Forschungen angeboten. Themen wie semantische Technologien im Web, Usability von Assistenzsystemen, Konsumentenverhalten im Buchungsprozess, Big Data Management oder Strategien zur Cyber-Sicherheit werden für Anwenderinnen und Anwender im Tourismus aufbereitet. Der vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und von der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderte Innovationslehrgang „Digital Tourism Experts“ (DTE) stärkt einerseits die Innovationskraft der österreichischen Tourismuswirtschaft und liefert andererseits einen Beitrag zu einer stärkeren Verankerung unternehmensrelevanter Lehr- und Forschungsschwerpunkte an österreichischen Universitäten und Fachhochschulen. 46 renommierte Unternehmen im Tourismus wie Eurotours, Easybooking, Golm Silvretta oder TUI,  darunter viele kleine und mittlere Unternehmen (Hotellerie, Consulting), Tourismusverbände und Landestourismusorganisationen implementieren gemeinsam mit wissenschaftlichen Einrichtungen durch den FFG Innovationslehrgang verschiedenste Transferprojekte in der Digitalisierung und stützen somit die Digitalisierungsstrategie des Bundesministeriums für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort und des Landes Tirol.

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Die Teilnehmenden des FFG Lehrgangs bei der offiziellen Eröffnung des Kurses mit den VertreterInnen aus Politik und Universität. (Bild: Uni Innsbruck)

Der FFG Innovationslehrgang zielt darauf ab, die digitale Kompetenz im Tourismus zu erhöhen. Zielgruppe sind IT-Verantwortliche und Marketingspezialistinnen und -spezialisten in Tourismusunternehmen. Hierzu zählen beispielsweise Tour Operators, die Hotellerie, aber auch Beratungsunternehmen im Tourismus. Zudem werden auch Tourismusverbände und Landestourismusorganisationen angesprochen. Im Rahmen von 15 Modulen, die mehrmals in den nächsten drei Jahren angeboten werden, kann somit die Digitalisierung im österreichischen Tourismus maßgeblich gefördert werden. 20 Forscherinnen und Forscher sowie Dozentinnen und Dozenten aus vier Hochschulen (Universität Innsbruck, Modul Universität Wien, Fachhochschule Kufstein, IMC Fachhochschule Krems) stehen für Vorträge zur Verfügung. Die Initiative wird zu einer erhöhten Professionalisierung des eTourismus in Österreich führen. Gleichzeitig wird auf die Implementierung der „Chancengleichheit“ großen Wert gelegt: 64% der 195 Teilnehmenden sind weiblich.

Ein Ziel des Lehrgangs „Digital Tourism Experts“ ist die in der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis entlang der touristischen Wertschöpfungskette. Zudem zielt er auf konkrete Umsetzungen in den Unternehmen ab: Einerseits geht es um die Erhöhung der Innovations- und Nachfragekompetenz in zukunftsrelevanten Technologiefeldern über die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, andererseits um die Etablierung nachhaltiger Kooperationen zwischen Wirtschaft und Forschung.

(Mike Peters/Alexander Plaikner/Redaktion)


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