Aus­stel­lung in der Fes­tung Fran­zens­feste eröff­net

Am Samstag wurde auf der Festung Franzens­feste die Sonderausstellung „In Innsbruck studiert. Südtiroler Studierende erinnern sich“ eröffnet. Mit vielen persönlichen Geschichten und Erinnerungsstücken unterstreicht sie die große Verbundenheit der Südtirolerinnen und Südtiroler zur Universität Innsbruck und lädt zum Schmunzeln und nostalgisch werden ein.
Ausstellung in der Festung Franzensfeste
Bild: Die Sonderausstellung „In Innsbruck studiert. Südtiroler Studierende erinnern sich“ in der Festung Franzensfeste (Credit: Festung Franzensfeste)

Von den aktuell insgesamt 12.500 Südtiroler Studierenden in Italien und Österreich studieren etwa 3.600, also gut ein Drittel, an der Universität Innsbruck. Was diese unter Südtirols Studierenden so beliebt macht und welche die prägendsten Erinnerungen an die dortige Studienzeit sind, mit diesen Fragen beschäftigt sich das partizipative Ausstellungsprojekt „In Innsbruck studiert. Südtiroler Studierende erinnern sich“. Mithilfe von Medienaufrufen und Mundwerbung sammelte das Landesmuseum Festung Franzensfeste in einem halben Jahr persönliche Objekte und Erinnerungen. Aus den zahlreichen Rückmeldungen wurden schließlich 40 „Objekte“ ausgewählt, die mit ihren Geschichten das Studentenleben in Innsbruck in besonderer Weise repräsentieren.

Die Objekte aus der Studienzeit

In 15 Räumen und Themen gegliedert versammelt die Ausstellung Gegenstände, Geschichten und Gedanken und wirft Schlaglichter auf wichtige Ereignisse der Geschichte, die Südtirol mit der Universität Innsbruck verbindet. Von Die Grenze überwinden über Anders wohnen, Prüfungen bestehen, Frauen-Power bis zu Sich für andere engagieren und In Würde abschließen reichen die Themen, zu denen unterschiedlichste Erinnerungsstücke zugeordnet wurden. Vom Foto des wöchentlichen gemeinsamen Abwaschs in der WG-Küche über das Statement zur eigenen politischen Aktivität als Vorsitzende der Südtiroler HochschülerInnenschaft bis hin zur Ledertasche, mit der Lebensmittel über den Brenner geschmuggelt wurden, dem Präparat einer ladinischen Spinnenart, die während des Studiums entdeckt wurde, der Museumsleihgabe eines Randleistenbeils aus der Bronzezeit oder dem Tagebuch einer archäologischen Exkursion in den Irak findet sich hier so ziemlich alles, was sich aus den Tiefen und Untiefen von Gedächtnissen und Dachböden hervorholen ließ.

Augenzwinkernd und nostalgisch

Das älteste Dokument in der Ausstellung ist die Diplomurkunde von Maria Huber aus Pfunders, die 1897 ihre Ausbildung zur Hebamme auf der Medizinischen Fakultät Innsbruck abschloss. Die jüngste Teilnehmerin ist die 1996 geborene Ania Viero aus Bozen, Landesmeisterin im Poetry Slam 2018 und im vierten Jahr Lehramtsstudentin in Innsbruck. Ihre Video-Performance Anonyme kinderabhängige Eltern im ersten Raum verleiht der Ausstellung einen fulminanten Auftakt. Augenzwinkernd und nostalgisch geht es auch durch den Rest der Schau, welche die Besucherinnen und Besucher einlädt, sich an die eigene Studienzeit bzw. an Berichte und Klischees zum Studentenleben zu erinnern und darüber ins Schmunzeln zu geraten.

Die Ausstellung läuft bis 29. Dezember 2019. Eröffnet wurde sie heute Vormittag im Beisein von Landeshauptmann und Museenlandesrat, Arno Kompatscher, der geschäftsführenden Direktorin des Betriebs Landesmuseen, Angelika Fleckinger (die beide übrigens auch mit ihren Erinnerungen in der Ausstellung vertreten sind) sowie von Vizerektor Bernhard Fügenschuh und der Koordinatorin der Franzensfeste, Esther Erlacher.

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