Germanistische Reihe Band 31balken-dunkelrot

reihe31-200Der Widerspenstigen Zähmung.
Studien zur bezwungenen Weiblichkeit in der Literatur
vom Mittelalter bis zur Gegenwart.
Hg. von Sylvia Wallinger und Monika Jonas.

1986. 389 Seiten.
ISBN 3-85124-115-0

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Der Band enthält 20 Aufsätze vorwiegend jüngerer Literatur-wissenschaftlerinnen, die unter ganz verschiedenen Blickwinkeln feministischen Fragestellungen in der Literatur (aber auch in Alltagstexten und in feministischen Programmschriften) nachgehen. Der Bogen spannt sich von "Parzival" über Schlegel und Thomas Mann zu Christa Wolf und Christa Reinig.

Inhaltbalken-dunkelrot

  • Rosa Forer: Genus und Sexus. Über philosophische und sprachwissenschaftliche Erklärungsversuche zum Zusammenhang von grammatischem und natürlichem Geschlecht.
  • Lilo Szlavek: Der Widerspenstigen Zähmung in "Parzival".
  • Monika Jonas: Idealisierung und Dämonisierung als Mittel der Repression. Eine Untersuchung zur Weiblichkeitsdarstellung im spätmittelalterlichen Schwank.
  • Jeannine Blackwell: Die Zunge, der Geistliche und das Weib: Überlegungen zur strukturellen Bedeutung der Hexenbekenntnisse 1500-1700.
  • Barbara Becker-Cantarino: Die Böse Frau und das Züchtigungsrecht des Hausvaters in der frühen Neuzeit.
  • Ruth P. Dawson: Selbstzähmung und weibliche Misogynie: Verserzählungen von Frauen im 18. Jahrhundert.
  • Teresa Salema: "Des" Widerspenstigen Zähmung in der Gesellschaft "Wilhelm Meisters": Ordnung der Natur oder Ironie der Kultur?
  • Bettina Eschenhagen: Ohne Scheuklappen. Zu den "Erinnerungen für edle Frauen", einem Leitfaden von Elisabeth Stägemann.
  • Eva Domoradzki: "Und er erschuf die Frau nach seiner Sehnsucht". Zum Weiblichkeitsentwurf in Friedrich Schlegels Frühwerk unter besonderer Berücksichtigung des Romans "Lucinde".
  • Jacqueline Vansant: Liebe und Patriarchat in der Romantik: Sophie Mereaus Briefroman "Amanda und Eduard".
  • Dagmar C. G. Lorenz: Frau und Weiblichkeit bei Grillparzer.
  • Ruth-Ellen B. Joeres: Die Zähmung der alten Frau. Hedwig Dohms "Werde, die du bist".
  • Elfriede Pöder, Hermine Poppeller: Rosa Mayreders "Zur Kritik der Weiblichkeit" - ein Dokument ungezähmten Denkens.
  • Sylvia Wallinger: "Und es war kalt in dem silbernen Kerzensaal, wie in dem der Schneekönigin, wo die Herzen der Kinder erstarren". Gesundete Männlichkeit - gezähmte Weiblichkeit in Thomas Manns "Königliche Hoheit" und "Wälsungenblut".
  • Livia Z. Wittmann: Liebe oder Selbstverlust. Die fiktionale Neue Frau im ersten Drittel unseres Jahrhunderts.
  • Marie-Luise Gättens: Mädchenerziehung im Faschismus. Die Rekonstruktion der eigenen Kindheit in Christa Wolfs "Kindheitsmuster".
  • Christine Schmidjell-Hoffmann: "Meine Mutter, die mich schlacht, mein Vater, der mich aß. ... Und hastig rollt Meta im Traum den Schutt über die üble Stätte, bis man sie nicht mehr sehen kann". Die elterliche Zer/Verstörungsarbeit in "Himmel, der nirgendwo endet" von Marlen Haushofer.
  • Veronika Schnell: Blutrünstiges und Monströses in "Entmannung". Einige Überlegungen zur literarischen Aufarbeitung geschlechtsspezifischer Gewaltverhältnisse bei Christa Reinig.
  • Annegret Schmidjell: Ort der Unberührbarkeit, Ort der Rachehandlung: "Das Geschlecht der Gedanken" von Jutta Heinrich.
  • Johanna Bossinade: Die Frau, die Kreatur und der Jäger. Trugbilder einer Freiheit des Menschen.


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