Wie unsere Vergangenheit umgedeutet wird, um unsere offene Gesellschaft zu zerstören
Ein Gespräch zur Lage
Donnerstag, 19. März 2026, 19 Uhr, Stadtbibliothek Innsbruck
Wie entstehen eigentlich rechte Geschichtsbilder? Woran können wir sie erkennen und wie stark sind sie bereits in unserem Alltag präsent? Was macht es mit uns, wenn unterschiedliche Erzählungen konkurrieren?
Im Mittelpunkt des Abends steht das neue Buch von Volker Weiß "Das Deutsche Demokratische Reich". Darin zeigt der Autor, der seit vielen Jahren zur Geschichte und Gegenwart der extremen Rechten forscht, wie rechte Gruppen versuchen, Geschichte umzudeuten und politischen Einfluss zu gewinnen. Zusammen mit Andreas Kranebitter, der das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) leitet, spricht Weiß darüber, warum solche Erzählungen wirken, was sie für unsere demokratische Gegenwart bedeuten und wie wir sie besser einordnen können. Dabei sollen die jüngsten Entwicklungen in Deutschland und Österreich miteinander verglichen sowie Hintergründe und grenzüberschreitende Akteursnetzwerke zur Sprache kommen.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die verstehen möchten, welche Rolle Geschichtskonstruktionen im aufgeheizten politischen Klima spielen. Im Anschluss gibt es Raum für Fragen und Beiträge aus dem Publikum.
Andreas Kranebitter ist Soziologe und Politikwissenschaftler, war an den Universitäten Wien und Graz sowie an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen tätig und ist seit 2023 wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW).
Volker Weiß ist promovierter Historiker. 2021 war er Gastprofessor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. Seine Expertise zur extremen Rechten ist seit Jahren international und seitens zahlreicher Medien gefragt, er schreibt heute vor allem für die „Süddeutsche Zeitung“. Das präsentierte Buch wurde auf mehrere Sachbuch-Bestenlisten aufgenommen und Spiegel-Bestseller.
Moderation: Dirk Rupnow ist Zeithistoriker und Vizerektor für Personal an der Universität Innsbruck.
Eine Kooperationsveranstaltung des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, der Stadtbibliothek Innsbruck und WuV mit Unterstützung von erinnern.at. Wir sind Kulturpass-Partner.

Nachhaltigkeitsziele dieser Veranstaltung:
Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
