Es lebe der Sport? Zwischen gesunder Bewegung, Körperkult und Leistungsdruck

[Montagsfrühstück] Spezial

Montag, 1. Juni 2026, 9 Uhr, Mehrzwecksaal Universitäts-Sportinstitut der Universität Innsbruck (USI)

Zum 50-jährigen Jubiläum der Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck wollen natürlich auch wir uns dem Thema Sport widmen! Wir gehen der Frage nach, wie viel Training gut tut und ab wann Selbstoptimierung in Überforderung, Leistungsdruck und gesundheitliche Risiken kippt. Zugleich nehmen wir Sport als Quelle von Gemeinschaft, Ausgleich und Selbstwirksamkeit in den Blick: als etwas, das stärken, stabilisieren und verbinden kann. Zwischen diesen Polen sprechen wir über die Herausforderungen des Leistungs- und Freizeitsports – von mentaler Stärke und Motivation bis hin zu Belastungen und möglichen langfristigen Folgen. Es diskutieren die Sportmedizinerin Anna Hecksteden, die sich unter anderem auf individualisierte Trainingsgestaltung im Präventivsport spezialisiert hat, und die Autorin Verena Keßler: Sie erzählt in ihrem Roman Gym (Hanser 2025) eine erschütternde Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen.
 

Moderation: Maria Piok, Leiterin Literaturhaus am Inn 
 

Verena Keßler geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. Ihr Debütroman Die Gespenster von Demmin wurde für zahlreiche Preise nominiert und mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium ausgezeichnet. Zuletzt erschien von ihr bei Hanser Berlin der Roman Eva, für den sie den Literaturpreis „Der zweite Roman“ erhielt.

Anne Hecksteden: Die gebürtige Schwäbin hat seit 1995 bis zu ihrem Umzug nach Tirol im Saarland gelebt, Medizin studiert, geforscht und gesportelt. Ein Jahr ihres Medizinstudiums verbrachte sie in Nantes, Frankreich, wo sie auch als Gast des internationalen Salomon World Teams ihre Sportkarriere vorantreiben konnte.  In ihrer Disziplin, dem Inline Speedskating, wurde sie mehrfach deutsche Meisterin, bevor sie Familie und Wissenschaft zuliebe den Leistungssport 2004 aufgab. Auch war sie wiederholte Male als ärztliche Betreuerin deutscher Nationalmannschaften bei Trainingslagern und Großereignissen im Einsatz. Anne Hecksteden verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Sport-, Präventiv- und Notfallmedizin. Forschungsschwerpunkte sind die personalisierte Trainingsgestaltung in der Prävention sowie das individualisierte Management von Belastung und Verletzungsrisiko im Spitzensport. 

 

Eine Veranstaltung von Literaturhaus am Inn und WuV in Kooperation mit dem Universitäts-Sportinstitut der Universität Innsbruck (USI) 

 


 

SDGs

 

Nachhaltigkeitsziele dieser Veranstaltung: 

Ziel 3: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
Ziel 4:  Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
Ziel 5: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen
Ziel 10: Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern
Ziel 16: Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

 

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