Universitätsstudiengang
Systemisches Intervenieren und Beraten in (psycho-)sozialen Berufen
Der Universitätsstudiengang vermittelt Grundlagen des systemischen Denkens und Handelns für praktische Anwendungen in psychosozialen Handlungsfeldern. Dazu zählen die Beratung und Begleitung von Jugendlichen und Erwachsenen in sozialarbeiterischen, sozialpädagogischen sowie arbeitsmarktlichen Arbeitsfeldern. Der Studiengang positioniert sich klar außerhalb des psychotherapeutischen Anspruchs einer Krankenbehandlung.

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Info
Abschluss
Abschlusszeugnis über den Universitätsstudiengang
Dauer/ECTS-AP
2 Semester/ 16 ECTS-AP
SKZ
UC 992 817
Start
22.01.2027
Unterrichtssprache
Deutsch
Kosten
3.400 € (excl. ÖH-Beitrag)
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Qualifikationsprofil
Die Absolvent:innen
- lernen Probleme und Lebenslagen von Klient:innen systemisch zu analysieren und zu verstehen.
- können den Ansatz zur Lösung des Problems mithilfe systemischer Interventionen ableiten.
- erwerben anwendungsbezogenes Handlungswissen und vertiefen ihre praktischen Kompetenzen durch systemisches Reflektieren der eigenen Praxiserfahrungen.
- planen und setzen systemische Interventions- und Beratungsansätze in unterschiedlichen Handlungsfeldern um

Zielgruppe
- Absolvent:innen human- und sozialwissenschaftlicher Studienrichtungen (z.B. Erziehungs‐ und Bildungswissenschaft, Psychologie, Sozialarbeit, Lehramt)
- Praktiker:innen, die in psychosozialen Handlungsfeldern tätig sind

Voraussetzungen
- abgeschlossenes oder laufendes Studium an einer anerkannten postsekundären Bildungseinrichtung und mind. einjährige Berufserfahrung oder
- Reifeprüfung bzw. ein internationales Äquivalent und/oder eine Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger einschlägiger Berufserfahrung
Über die Aufnahme entscheidet die Kursleitung.

Kontakt
Andrea Kirschner, BA
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Innrain 52a
6020 Innsbruck

Univ.-Prof. Dr. Alfred Berger
Institut für Bildungswissenschaft
Dekan der Fakultät für Bildungswissenschaften und Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Innsbruck. Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Generationenbeziehungen, Sozialisation, Erziehung und Bildung, Entwicklung und Partizipation im Jugendalter sowie pädagogische Praxis in Schule, Jugendbildung und Jugendhilfe. Darüber hinaus u. a. Vorsitzender des Österreichischen Netzwerks für Jugendforschung sowie langjähriger Leiter des Innsbrucker Sommerseminars zu Methoden der empirischen Sozial- und Bildungsforschung.

Dr. Elisabeth Anker
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Universitätsassistentin (PostDoc) am Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung der Universität Innsbruck. Leitung des Lehrgangs „OrganisationsBeratung“. Studium der Fachtheologie und Religionspädagogik mit Promotion zur Doktorin der Theologie. Langjährige Berufserfahrung als Lehrbeauftragte, in der Erwachsenenbildung, als Leiterin des Bildungshauses "Haus der Begegnung" sowie als Krankenhausseelsorgerin. Aus- und Weiterbildungen in Organisationsentwicklung, Coaching und Supervision.

Dr. Elisabeth Anker
Institut für Psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung
Universitätsassistentin (PostDoc) am Institut für psychosoziale Intervention und Kommunikationsforschung der Universität Innsbruck. Leitung des Lehrgangs „OrganisationsBeratung“. Studium der Fachtheologie und Religionspädagogik mit Promotion zur Doktorin der Theologie. Langjährige Berufserfahrung als Lehrbeauftragte, in der Erwachsenenbildung, als Leiterin des Bildungshauses "Haus der Begegnung" sowie als Krankenhausseelsorgerin. Aus- und Weiterbildungen in Organisationsentwicklung, Coaching und Supervision.

Mag. Constanze Sigl
Studium der Politikwissenschaft, Deutschen Philologie, Geschichte und Philosophie an der Paris-Lodron-Universität Salzburg. Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Kommunikation, Coaching, lösungs- und ressourcenorientierte Methoden für Coaching, Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®), Systemisches Change-Design, PSI‐Theorie und PSI Kompetenzanalyse, Positive Leadership PERMALead® Profiler und 360° Feedback.

Mag. Karl Heinz Stark
Studium der Erziehungswissenschaft sowie Diplomlehrgang „Beraten.Coachen.Supervidieren“ (bifeb). Aus- und Weiterbildungen als Coach für „Neue Autorität“ sowie in den Bereichen Gewaltberatung, Gewaltpädagogik und Männer- und Jungenarbeit. Berufserfahrung u. a. als selbständiger Coach und Supervisor, in der Organisationsentwicklung, Krisenintervention, Männerberatung, Jugend- und Streetwork sowie als Seminarleiter, Trainer und Vortragender.

Mag. Roland Hutyra
Studium der Politikwissenschaften, Theologie, Verhaltenswissenschaften und Erwachsenenbildung. Aus- und Weiterbildungen in den Bereichen Controlling, Organisationsentwicklung und systemische Strukturaufstellung. Langjährige Führungs-, Lehr- und Trainertätigkeit sowie Tätigkeitsschwerpunkte in Strategieentwicklung, Projektmanagementberatung, Coaching von Führungskräften sowie Team- und Organisationsentwicklung.
Termine
9 Wochenendblöcke zu je 2 Tagen (Freitag und Samstag)
Unterrichtszeiten: Freitag von 14:00 bis 21:00 Uhr, Samstag von 09:00 bis 18:00 Uhr
Module
- 22./23.01.2027 - VU Theoretische Grundlagen Systemischen Denkens und Arbeitens
- 26./27. 02.2027 - SE Beratung als Prozess gestalten: Kontakt, Kontrakt, Problemanalyse
- 19./20. 03.2027 - SE Das Klientensystem und seine Dynamiken
- 23./24. 04.2027 - SE Ressourcenarbeit und Lösungsfokussierung
- 11./12. 06.2027 - SE Selbstreflexion und beraterische Haltung
- 2./3. 07. 2027 - SE Veränderung, Krisen und Konflikt
- 24./25. 09.2027 - SE Familien als Handlungsfeld der Systemischen Beratung
- 22./23. 10.2027 - SE Systemische Perspektive auf soziale Organisationen
- 26./27. 11.2027 - UE Systemische Praxiswerkstatt - Abschluss
Inhalte
Der Universitätsstudiengang führt in die theoretischen Grundlagen, die Haltung der Beraterin bzw. des Beraters, in Analyseinstrumente und unterschiedliche Interventionstechniken der systemischen Arbeit mit einzelnen Klient:innen ein. Dabei wird zum einen die soziale Gestalt der Beratung in ihren systemischen Grundannahmen reflektiert, ein systemisches Grundverständnis von „Problemen“ erarbeitet und der Umgang mit klassischen systemischen Werkzeugen (wie z.B. Hypothesenbildung, Landkarten, zirkulärem Fragen, Aufstellung und anderer Techniken) vorgestellt. Zudem wird auch auf die systemische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien sowie Gruppen und Organisationen eingegangen. Besonderer Wert wird auf die Vertiefung praktischer Handlungskompetenz durch die Reflexion eigener Praxiserfahrungen gelegt.
Veranstaltungsort
Universität Innsbruck
Ágnes-Heller-Haus
Innrain 52a, 6020 Innsbruck
Anmeldung