Es werden vier Impulsworkshops (je ca. 3 Stunden) angeboten, von denen jeweils zwei parallel am Vor- bzw. Nachmittag stattfinden. Die Workshops sind offen und kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ziel der interaktiven Formate ist ein kurzer fachlicher Impuls durch eine Referent*in mit anschließendem Austausch in partizipativer und dialogischer Form.
Impulsworkshops 1:
Ethische Fragen zum Forschen mit Jugendlichen
Prof.in Zoë Clark (Universität Siegen)
8.7.2026, vormittags / ausführlichere Informationen hier (Link)
Abstract: Der Workshop behandelt zentrale forschungsethische Herausforderungen beim Forschen mit Jugendlichen anhand zweier empirischer Beispiele (quantitative Survey-Studie in stationären Wohngruppen der Kinder- und Jugendhilfe sowie qualitative Interviews zu Erfahrungen mit der Polizei). Im Fokus stehen Fragen zur Erhebung sensibler Erfahrungen (insbesondere Gewalt), zu informierter Einwilligung, Umgang mit Belastungen und Zufallsbefunden sowie zur Verantwortung gegenüber Teilnehmenden und Forschenden, verbunden mit einer gemeinsamen Reflexion eigener Forschungsprojekte.
Impulsworkshops 2:
Hard-To-Reach Gruppen in der Jugendforschung
Dr. Martina Beham-Rabanser & Kristina Schäfer (Uni Linz)
8.7.2026 (nachmittags) / ausführlichere Informationen hier (Link)
Abstract: Der Workshop thematisiert den Feldzugang als zentrale methodische und forschungsethische Herausforderung beim Forschen mit schwer erreichbaren Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ausgehend von den Projekten der Teilnehmenden werden die Passung zwischen Forschungsdesign, Feldlogik und Zugangstrategien, die Rolle von Schlüsselpersonen, Fragen des Vertrauensaufbaus sowie Potenziale und Grenzen partizipativer Ansätze reflektiert.
Impulsworkshops 3:
Forschen im Messenger: Mobile Instant Messaging Interviews als qualitativer Zugang zu jugendlichen Alltags- und Medienpraktiken
Ap Prof.in Dr.in Corinna Peil (Universität Salzburg)
8.7.2026, nachmittags / ausführlichere Informationen hier (Link)
Abstract: Der Beitrag stellt das Mobile Instant Messaging Interview (MIMI) als qualitativen Ansatz zur Untersuchung jugendlicher Alltags- und Medienpraktiken vor und zeigt, wie durch die Nutzung von Messenger-Diensten eine zeitnahe, kontextnahe und dialogische Datenerhebung entlang alltäglicher Kommunikationsroutinen möglich wird. Diskutiert werden MIMIs als methodische Innovation und forschungsethische Herausforderung, mit einem Fokus auf informierte Einwilligung, den Umgang mit sensiblen digitalen Inhalten, die Aushandlung von Nähe und Distanz sowie die reflexive und verantwortungsvolle Anwendung in der Jugend- und Bildungsforschung.