Wirtschaftsmotor Naturschutzgebiete? Was Regionen stärkt
Können Naturschutzgebiete wirtschaftliche Impulse setzen oder bremsen sie regionale Entwicklungen? Eine Studie der Geographin Carlotta Sauerwein-Schlosser zeigt: Ihr Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Bergregionen hängt von klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen und ausreichender Finanzierung ab. Nur so lassen sich naturschonende Wirtschaftsformen mit regionaler Wertschöpfung verbinden.
Forschungsprojekt FishME: Kleine Fische, große Folgen
Das europäische Forschungsprojekt FishME zeigt, wie von Menschen ausgebrachte Fische Hochgebirgsseen verändern – und warum viele die weitreichenden Auswirkungen immer noch falsch einschätzen.
Zwischen Klimaschutz und Schneesicherheit: Die Zukunft der Olympischen Winterspiele
Olympische und Paralympische Winterspiele geraten durch die Klimakrise zunehmend unter Druck. Eine neue internationale Studie der Universitäten Waterloo, Innsbruck und Toronto zeigt, wie steigende Temperaturen und unsichere Schneeverhältnisse die Auswahl an möglichen Austragungsorten einschränken. Laut den Autor:innen sind Anpassungen nötig, damit die Spiele auch in Zukunft fair und sicher ausgetragen werden können. Federführend an der Analyse beteiligt ist Robert Steiger, Tourismusforscher an der Uni Innsbruck.
Biodiversitätsrat sieht Naturschutz im Abseits
Der Verlust an Artenvielfalt schreitet angesichts des immer größer werdenden menschlichen Einflusses in immer mehr Lebensbereiche weiter voran. Die österreichische Politik habe zuletzt aber nahezu nichts unternommen, um effektiv gegenzusteuern, erklärten Vertreter:innen des Österreichischen Biodiversitätsrats, unter ihnen Johannes Rüdisser von der Uni Innsbruck, am 2. März 2026 in Wien. Auf dem aktuellen „Barometer“ des Gremiums steht zum ersten Mal keine einzige Ampel auf grün.
Alpine Pflanzenwelt reagiert empfindlich auf Klimakrise
Steigende Temperaturen verändern die Pflanzenwelt in ganz Europa: In alpinen Gipfelregionen werden vor allem kälteliebende Gewächse seltener, im Grasland nehmen wärmebedürftige Pflanzen zu und in Wäldern passiert beides gleichermaßen. Das zeigen Langzeitbeobachtungen, an denen auch Brigitta Erschbamer vom Institut für Botanik maßgeblich mitwirkte. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal Nature veröffentlicht.
Die älteste radiometrisch datierte Höhle der Alpen
Eine kürzlich durchgeführte radiometrische Datierung von einem Team um Christoph Spötl und Gabriella Koltai hat die Conturineshöhle im Gadertal in Südtirol zur ältesten bekannten Höhle der Alpen gekürt. Die über Millionen Jahre gewachsenen Sinterablagerungen dienen als einzigartiges Klimaarchiv und zeigen, dass in der Region einst ein deutlich wärmeres Klima mit reicher Vegetation herrschte.
Klima an den Klippen
Senkrechte Eiswände, bis zu 40 Meter hoch: In Game of Thrones wurden sie als Befestigung dramatisiert, im Kalten Krieg mit Interesse erforscht. Wie die imposanten Wälle entlang des 80 000 Kilometer langen Eisrands Grönlands entstanden sind, wie sie sich entwickeln und welchen Einfluss sie auf das Klima habe, ist noch nicht vollständig geklärt. Forscher:innen der Universitäten Graz und Innsbruck sind der Lösung des Rätsels einen Schritt näher gekommen.
Klimapolitik: Forscher:innen appellieren an künftige Bundesregierung
Mit einem Offenen Brief zur Klima- und Umweltpolitik wenden sich aktuell zahlreiche Forscherinnen und Forscher an die künftige Bundesregierung und die Landespolitik. Die Expert:innen fordern darin Innovationspakete im Bausektor, der Industrie, in Landwirtschaft und Ernährungssicherheit, der Mobilität, in der Gesundheit sowie einen Bodenversiegelungs-Stopp. Auch vonseiten der Uni Innsbruck sind mehrere Wissenschaftler:innen beteiligt. Sie sind sich einig: Nichtstun komme jedenfalls teuer.