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V. l.: Hubert Huppertz (Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie), Joachim Schantl (em. Prof. am Institut für Organische Chemie), Thomas Magauer (Dissertationsbetreuer), Preisträger Immanuel Plangger, Christoph Kreutz (Zweitbetreuer) und Dirk Rupnow (Vizerektor für Personal)

Sosnovsky-Preis 2026 geht an Imma­nuel Plangger

Der Sosnovsky-Preis des Jahres 2026 geht an Imma­nuel Plangger für seine Disser­ta­tion am Institut für Orga­ni­sche Chemie. Die feier­liche Verlei­hung des Preises erfolgte am 22. Juni im Centrum für Chemie und Biome­dizin (CCB).

Plang­ger, der letztes Jahr „­sub aus­pi­ci­is“ promo­vier­t wurde, ­be­schäf­tigte sich in seiner Arbeit mit der Entwick­lung und Anwen­dung von Poly­en­cy­cli­sie­rungen zur effi­zi­enten Synthese komplexer Natur­stoffe. Polyencyclisierungen sind chemische Reaktionen, bei denen sich einfache, kettenförmige Moleküle mit mehreren Doppelbindungen in einer einzigen Reaktion zu komplexen, ringförmigen Strukturen zusammenfalten.

Im Zuge seiner Dissertation konnte Plangger drei Teilprojekte abschließen: Die erstmalige Totalsynthese von acht verwandten Naturstoffen; die Synthese von neun weiteren Naturstoffen mithilfe einer erstmals demonstrierten neuartigen Cyclisierungsstrategie; sowie die Entwicklung einer neuen chemischen Reaktion, die Methylierung und Ringbildung erstmals in einem einzigen Schritt kombiniert.

 

Zur Person

Der gebürtige Innsbrucker Immanuel Plangger zeigte früh außergewöhnliche Begabung und Begeisterung für Naturwissenschaften und nahm bereits als Schüler an der internationalen Chemieolympiade teil. Das darauffolgende Bachelor- und Masterstudium im Fachbereich Chemie absolvierte er mit Auszeichnung. Im Anschluss war Plangger als Universitätsassistent am Institut für Organische Chemie in der Forschungsgruppe von Thomas Magauer tätig und verfasste dort die nun ausgezeichnete Dissertation. Aktuell forscht Plangger als Postdoc und Erwin-Schrödinger-Stipendiat des FWF im Arbeitskreis von Thomas Ward in Basel.

Zur Stiftung des Sosnovsky-Preises

Die Stifter des Preises, Christine und Georg Sosnovsky, schlossen ihr Chemiestudium an der Universität Innsbruck in den ersten Nachkriegsjahren ab. Der weitere Lebensweg des Ehepaares führte sie zunächst nach Australien und schließlich in die Vereinigten Staaten.

Berufliche Stationen im internationalen Umfeld

Christine Sosnovsky war acht Jahre lang als Senior Scientist am Tribophysics Institute in Melbourne tätig, wo sie sich mit den Eigenschaften von Kristallgitter-Oberflächen und deren katalytischem Einfluss auf chemische Reaktionen befasste. Später forschte sie in den USA am Illinois Institute of Technology sowie am Illinois Gas Institute, lehrte als Associate Professor und beriet die Stadtverwaltung von Chicago sowie die US-amerikanische Umweltschutzbehörde. Sie verstarb 2008.

Georg Sosnovsky war ab 1967 als Professor an der University of Wisconsin in Milwaukee tätig und ist dort Emeritus und Adjunct Professor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der synthetischen Organischen Chemie sowie der Synthese biologisch wirksamer Verbindungen, darunter chemotherapeutisch aktive Antikrebssubstanzen und Kontrastmittel für die Magnetresonanzdiagnostik.

Rückkehr und Stiftung des Preises

Anlässlich ihres „Goldenen Doktorjubiläums" kehrten die beiden 1999 nach Innsbruck zurück und stifteten den nach ihnen benannten Preis, der seither jährlich eine herausragende Chemie-Dissertation an der Universität Innsbruck auszeichnet. Georg Sosnovsky verstarb im Frühjahr 2018 im Alter von 97 Jahren.

Informationen zu Ausschreibung und die Einreichbedingungen finden Sie auf der Webseite des Sosnovsky-Preises.

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