Die Cover der ersten und zehnten Ausgabe von DiSlaw

Die Cover der ersten und zehnten Ausgabe von DiSlaw

DiSlaw: Open-Access-Journal feiert fünf­jäh­riges Jubi­läum

Wie lassen sich slawi­sche Spra­chen erfolg­reich unter­rich­ten? Mit dieser Frage beschäf­tigt sich das Open-Access-Journal DiSlaw (Didaktik slawi­scher Spra­chen) seit seiner Grün­dung 2021. Heute ist es eine zentrale Platt­form für Forschung, Praxis und Vernet­zung im Bereich der Didaktik slawi­scher Fremd- und Herkunfts­s­pra­chen – mit aktiver Betei­li­gung des Insti­tuts für Slawis­tik.

Die Idee zur Gründung einer Zeitschrift für die Didaktik slawischer Sprachen hatte Wolfgang Stadler, emeritierter Professor für russische Sprachwissenschaft und Fachdidaktik des Instituts für Slawistik an der Universität Innsbruck, aufgrund der Einstellung der Fachzeitschrift Praxis Fremdsprachenunterricht Russisch. Um diese Lücke zu schließen, gründete er 2021 gemeinsam mit 10 weiteren Fachdidaktik-Vertreterinnen aus zwei pädagogischen Hochschulen (PH Kärnten & PH Niederösterreich) und fünf Universitäten in Österreich (Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg & Wien) die Zeitschrift DiSlaw.

Ziel war es, eine neue Publikationsplattform nicht nur für die Didaktik des Russischen, sondern auch für weitere slawische Sprachen bereitzustellen. So behandeln die in DiSlaw publizierten Beiträge nunmehr das Lehren und Lernen des Bosnischen, Kroatischen, Russischen, Serbischen, Slowenischen sowie Ukrainischen und berücksichtigen dabei neben dem fremdsprachlichen auch den herkunftssprachlichen Unterricht.

Die Zeitschrift verfolgt zudem ein klares wissenschaftliches Profil mit verschiedenen Beitragsarten – von wissenschaftlich-theoretischen Arbeiten über theoriegeleitete Studien aus der Unterrichtspraxis bis hin zu  theoretisch fundierten Best-Practice-Beispielen samt frei verwendbaren Unterrichtsmaterialien und Buchrezensionen. Auf diese Weise sollen aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung für den Unterricht nutzbar gemacht und ein Austausch zwischen Wissenschaft und schulischer sowie universitärer (Sprach-)Praxis gefördert werden.

Breites Themenspektrum: Von Motivation bis Nachhaltige Entwicklung 

Die bisherigen Ausgaben von DiSlaw spiegeln zentrale Entwicklungen in der Fachdidaktik wider. So widmet sich das erste Heft, das im Dezember 2021 erschienen ist, dem Thema Motivation, das allgemein als wichtiger Erfolgsfaktor für das Lernen und Lehren von Sprachen gilt.

 

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Weitere Ausgaben von DiSlaw greifen aktuelle Themen wie Digitales Lernen, Mehrsprachigkeit und Transkulturelles Lernen, Differenzierung und Individualisierung, Sprach- und Kulturkontakt sowie Nachhaltige Entwicklung im Unterricht slawischer Sprachen auf. Darüber hinaus wird in den Heften auch die Förderung unterschiedlicher Kompetenzen und Fertigkeiten behandelt, wie in den Ausgaben Literatur- und Lesedidaktik und Audiovisuelle Medien.

Auch mit spezifischen Fragestellungen, wie den besonderen Herausforderungen für das Lehren slawischer Sprachen oder der Gestaltung der ersten Unterrichtsstunde, befasst sich die Zeitschrift. Eine Besonderheit von DiSlaw sind zudem die Sonderausgaben, wie jene zu Ehren von Wolfgang Stadler anlässlich seines Eintritts in den Ruhestand oder die noch in diesem Jahr erscheinende Ausgabe mit 14 Best-Practice-Beispielen für den Ukrainischunterricht. 

Internationale Zusammenarbeit und Qualitätssicherung

Ein wesentliches Merkmal von DiSlaw ist die nationale und internationale Ausrichtung, da Lehrende und Forschende österreichischer und deutscher Universitäten sowie pädagogischer Hochschulen aus verschiedenen europäischen Ländern in der Redaktion sowie im Advisory Board vertreten sind. Sie alle bringen ihre Expertise in die Zeitschrift ein und dadurch ist ein Netzwerk entstanden, das die Didaktik slawischer Sprachen über nationale Grenzen hinweg vereint. So stammen die Autor*innen der Beiträge nicht nur aus Österreich und Deutschland, sondern u.a. auch aus Kanada, Kroatien, Russland, der Schweiz, Serbien, Slowenien, der Ukraine oder Tschechien.

DiSlaw wird zweimal jährlich (im Mai und Oktober) herausgegeben und ist im Directory for Open Access Journals (DOAJ), Ulrichsweb und Fachportal Pädagogik gelistet. Gemeinsam mit externen Gutachter*innen sorgen die Herausgeber*innen eines jeden Heftes für ein sorgfältiges double-blind peer reviewing nach klaren und transparenten Kriterien. Jeder Beitrag wird in der Regel von mindestens zwei Personen begutachtet. Vor der Veröffentlichung wird jedes Heft zusätzlich den Mitgliedern des Advisory Boards zu einer letzten kritischen Durchsicht vorgelegt. Unterstützt wurden und werden die jeweiligen Herausgeber:innen von den studentischen Mitarbeiterinnen Martina Frank (von 2022–2024) und Lea Berger (seit Ende 2024).

Beitrag aus Innsbruck

Die Universität Innsbruck spielt im internationalen Netzwerk der Zeitschrift eine wichtige Rolle, kommen doch Gründervater Wolfgang Stadler sowie zwei weitere Mitglieder des Editorial Boards vom Institut für Slawistik sowie vom Institut für Fachdidaktik der Universität Innsbruck: Sonja Bacher und Magdalena Kaltseis. Sie beteiligen sich als Herausgeber*innen, Autor*innen und Gutachter*innen an der Entwicklung der thematischen Schwerpunkthefte. Magdalena Kaltseis und Sonja Bacher fungieren zudem als Hauptverantwortliche in allen administrativen Belangen der Zeitschrift. Sonja Bacher ist auch die Koordinatorin der Homepage und ihr ist es zu verdanken, dass DiSlaw Teil des Open Access Publishing Office an der Universität Innsbruck ist und somit institutionell fest verankert ist.

Ein weiterer Beitrag von Innsbruck ist die Organisation der semestralen Vortragsreihe der Zeitschrift, die in Kooperation mit dem Network of Areas (NoA) durchgeführt wird. Im Rahmen dieser Reihe lädt Magdalena Kaltseis eine*n ausgewählte*n Autor*in ein, seinen/ihren DiSlaw-Beitrag einer interessierten breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dadurch soll eine noch intensivere Verknüpfung zwischen Forschung und Unterrichtspraxis geschaffen und der Austausch zwischen Forschenden und Lehrenden im Sprachunterricht angeregt und gefördert werden. 

Weitere Informationen zur Zeitschrift sowie den jeweils aktuellen Call for Papers finden Sie auf der Homepage von DiSlaw: https://dislaw.at/ds/de         

               

(Magdalena Kaltseis, Sonja Bacher & Wolfgang Stadler)

 

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