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Bruck Worku mit „Rob Gray Emerging Scholars Award for the Most Promising Project“ in Tampere

Auszeich­nung für PhD-Student Bruck Mekonnen Worku

Bruck Mekonnen Worku, Student an der Uni Inns­bruck, er­hält für sein PhD-Projekt den „Rob Gray Emer­ging Scholars Award for the Most Promi­sing Project“.

Das Centre for Social and Environmental Accounting Research (CSEAR) verlieh am 9. Juni 2026 dem Studierenden der Uni Innsbruck, Bruck Mekonnen Worku den „Rob Gray Emerging Scholars Award for the Most Promising Project“ im Rahmen des 36. International Congress on Social and Environmental Accounting Research in Tampere, Finnland.

Von Äthiopien nach Innsbruck

Bruck Mekonnen Worku hat sein Masterstudium an der Addis Ababa University in Äthiopien absolviert und ist seit 2024 Studierender im PhD Programm Management an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Universität Innsbruck. Seine Dissertation, betreut von Silvia Jordan, ist dem Fachbereich Management Accounting und dem Forschungszentrum Accounting Theory & Research zugeordnet, in dem Praktiken des Rechnungswesens und der Quantifizierung als soziale und organisationale Praktiken untersucht werden.

In seiner Dissertation beschäftigt sich Bruck Mekonnen Worku mit Praktiken der Nachhaltigkeitsberichterstattung (Sustainability Reporting) rund um die „Green Legacy Initiative“, eine Nachhaltigkeitsinitiative der äthiopischen Regierung zur großräumigen Pflanzung von Bäumen, die der Ausbreitung von Wüsten, Bodenerosion und Dürren entgegenwirken soll. Dieses Projekt gilt als Prestigeprojekt der äthiopischen Regierung und als beispielhaft für andere afrikanische Nachhaltigkeitsinitiativen, wird aber zugleich hinsichtlich der Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung als auch auf die Umwelt sehr kontrovers diskutiert. Diese Debatten, und die Art und Weise wie zahlenbasierte Argumente dabei ins Spiel gebracht werden, sind das zentrale Forschungsobjekt der Dissertation von Bruck Worku. Seine Analyse zeigt, wie politische Akteure in diesem Kontext Nachhaltigkeitsberichte in ihrer politischen Kommunikation anwenden und wie diese Berichte von Akteuren auf den sozialen Medien interpretiert, verändert und „weitererzählt“ werden. Dieses PhD-Projekt ist insofern höchst innovativ, als es die Bedeutung der politischen Dimension von Sustainability Reporting aufzeigt und die Produktion und Anwendung dieser Berichte im Kontext des Globalen Südens in den Blick nimmt.

Netzwerk zur Erforschung und Förderung einer nachhaltigen Gesellschaft

Das Centre for Social and Environmental Research (CSEAR) ist ein internationales Netzwerk, das Accounting-Forschung mobilisiert, um eine nachhaltigere Gesellschaft zu ermöglichen. Es wurde 1991 von Professor Rob Gray an der Universität Dundee gegründet, um qualitativ hochwertige und gesellschaftlich relevante Forschung und Lehre sowie den Austausch mit Praxis und Politik zu fördern, und ein unterstützendes Netzwerk für Mentoring und Karriereentwicklung aufzubauen. Mittlerweile ist CSEAR an der Universität St. Andrews in Schottland angesiedelt, hat über 250 Mitglieder aus 35 Ländern und Niederlassungen in Kanada, Frankreich und Italien. Neben vielen anderen Tätigkeiten wie Mentoring von Nachwuchswissenschaftler*innen, Forschungsprojekten, Wissenschaftskommunikation und Veranstaltungen, die Unternehmen, Aktivist*innen, Wissenschaft und Politik zusammenbringen, betreibt das Centre for Social and Environmental Research auch ein eigenes Journal (Social and Environmental Accountability Journal), und es finden mehrfach pro Jahr weltweit CSEAR Konferenzen statt.

Eine der bedeutsamsten CSEAR Konferenzen ist der jährlich abgehaltene International Congress on Social and Environmental Accounting Research, bei dem jeweils ein*e Nachwuchsforscher*in den „Rob Gray Emerging Scholars Award for the Most Promising Project“ erhält. Diese Auszeichnung wird an dasjenige PhD-Projekt verliehen, das nach Ansicht der Fachjury ein Höchstmaß an Innovation, gesellschaftlicher Relevanz sowie einen bedeutsamen Beitrag zur Sustainability Accounting Literatur aufweist.

 

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