Gruppenbild Talentescout
LR Tratter, Talentescout Starnberger, Geschäftsführerin der amg-tirol Maria Steibl und Vizerektor Fügenschuh (v.l.).

Uni-Scout spürt verborgene Talente auf

Mit dem „talentescout-tirol“ wollen Land Tirol und Universität Innsbruck verstärkt Jugendliche zu einem Studium an einer Hochschule motivieren, die diesen Weg ursprünglich nicht angedacht hätten. Das Land Tirol finanziert dieses Projekt an der Universität Innsbruck.

Der neue Talentescout an der Universität Innsbruck, Dr. Reinhard Starnberger, hat Anfang Juni seine Tätigkeit aufgenommen. Er soll begabte Jugendliche aus allen sozialen Schichten aufspüren, sie motivieren und bei der Aufnahme eines Studiums individuell und bedarfsgerecht unterstützen. Laut der Studierenden-Sozialerhebung 2015 ist bei einem Akademikerkind die Wahrscheinlichkeit, ein Hochschulstudium zu beginnen, fast dreimal so hoch wie bei einem Kind von Eltern mit Pflichtschulabschluss. „Diese niedrigen Zahlen sind nicht das Resultat einer mangelnden Leistungsfähigkeit, sondern ergeben sich häufig aufgrund von fehlenden Vorbildern, finanziellen Möglichkeiten, Hemmschwellen und Informationslücken. Wir wollen diese Jugendlichen unter Berücksichtigung ihres sozialen Umfeldes mit dem Talentescout dort abholen, wo sie stehen und überall da begleiten, wo Fragen und Unsicherheiten auftauchen“, sagt Bernhard Fügenschuh, Vizerektor für Lehre und Studierende an der Universität Innsbruck.

Arbeitslandesrat Johannes Tratter ist das Projekt ein besonderes Anliegen: „Unser Land braucht das Potenzial einer bestens qualifizierten und engagierten Jugend! Gezielt nach Talenten Ausschau zu halten, die die Fähigkeiten und Kompetenzen für eine tertiäre Ausbildung mitbringen, verbessert nicht nur die individuellen Bildungs- und Berufschancen dieser jungen Menschen, sondern kommt letztlich auch dem Standort Tirol zu Gute!“  

Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten vermitteln

Aktuelle Studien zum Thema Bildungsaufstieg zeigen, dass die Rolle von Unterstützerinnen und Unterstützern bei der Bildungswahl sehr zentral ist. „Aufgrund ihrer Sozialisierung sind diese Jugendlichen auf vieles, was sie an der Universität erwartet, nicht vorbereitet. Ohne die Unterstützung von außen fehlt ihnen oft das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten“, sagt der neue Talentescout Reinhard Starnberger, der an der Universität Innsbruck angesiedelt ist, aber mit allen Tiroler Hochschulen zusammenarbeiten wird. Seine Aufgabe ist es, Schülerinnen und Schüler ausfindig zu machen, die Fähigkeiten und Kompetenzen für eine Hochschulausbildung mitbringen, aber eine besondere Unterstützung benötigen, um erfolgreich einen akademischen Bildungsweg einzuschlagen und abzuschließen. Er zählt dabei auf die Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern, Bildungsberatern und Sozialarbeitern. Einbezogen werden von ihm alle allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen in Tirol. Informationsveranstaltungen, Sprechtage und Beratungen sollen das Angebot breiter bekannt machen. Über die sozialen Medien will Starnberger potentielle Talente auch direkt ansprechen.

Projektentwicklung durch amg-tirol

LR Tratter und Vizerektor Fügenschuh danken in diesem Zusammenhang amg-tirol GFin Maria Steibl: „Das Projekt talentescout-tirol wurde ursprünglich von der amg-tirol initiiert und vorerst selbst umgesetzt. Die dabei entstandene laufende enge Kooperation mit der Universität Innsbruck ließ die Idee entstehen, das Projekt langfristig in den universitären Rahmen einzubetten, um Synergien noch besser nutzen zu können.“  Mit 1. Juni 2016 wurde das Projekt schließlich an die Universität Innsbruck übergeben.

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