Organisiert von Jan Grünwald (Mozarteum University, Institut für Gleichstellung und Gender Studies)
In 9 Einheiten widmet sich die Online-Ringvorlesung verschiedenen Aspekten aus Gender & Queer Studies, Diversity Studies und Advanced Feminism unter besonderer Berücksichtigung der Künste.
Wie formen Geschlechterverhältnisse die Kunst? Können künstlerische Strategien Geschlechterverhältnisse, Machthierarchien und Strukturen der Ungleichheit subvertieren? Und wie übersetzt sich das alles in alltagskulturelle Diskurse und Bildsprache? Wer setzt die Maßstäbe, wer bleibt unsichtbar?
Unsere interdisziplinäre Ringvorlesung nimmt Machtstrukturen, Ungleichheiten und Identitätspolitiken kritisch unter die Lupe: von Jugend- und Alltagskulturen bis zur Visual Culture – wir hinterfragen Sehgewohnheiten, Hierarchien und Narrative, die unsere Wahrnehmung prägen. Wissenschaftler*innen und Kulturschaffende bringen unterschiedliche Perspektiven ein und laden zum Diskutieren ein.
Sei dabei und entdecke die vielschichtigen Zusammenhänge zwischen Kunst, Identität und Macht!
Die Vorträge finden online statt. Unter diesem Link kann daran teilgenommen werden.
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Infos zu den Vorträgen
28.05.2026, 18:00 Uhr
Vivian Bausch:
oder einfach fallen - Über Geste, Körper und Ungehorsam
Im Rahmen der Ringvorlesung GENDER | DIVERSITY | ARTS widmet sich dieser Beitrag Gesten, Mimik und Körpersprache als feinen, oft unbewussten Erzählformen im Film und darüber hinaus in jeder künstlerischen Praxis. Ausgangspunkt ist die Frage, wie eine Geste entsteht, die nicht erklärt, sondern sichtbar macht: eine Bewegung, ein Blick, eine Nähe oder Distanz, die wie ein Pinselstrich trägt, was nicht gesagt werden kann. Ausgehend von der eigenen künstlerischen Praxis wird der Körper als gesellschaftliches Konstrukt, Maske, politischer Raum und Sprache betrachtet. Wie werden Körper gelesen? Wann wirken sie authentisch, wann performativ? Was erzählen Umarmungen, Blicke oder Haltungen über Gender, Macht, Scham, Begehren oder Widerstand? Und wo beginnt Autonomie – im Körper selbst oder im Blick der anderen? Anhand queerer filmischer Beispiele sowie literarischer Gedanken von Autor*innen wie James Baldwin, Annie Ernaux und vielen mehr öffnet der Beitrag einen Denkraum zwischen Konstruktion und Freiheit. Er versteht sich als Schulung des Wahrnehmens, des Unbewussten und des eigenen Blicks – als Einladung zur Selbstentdeckung, zur bewussten Irritation und zu einer künstlerischen Praxis des Ungehorsams. Ziel ist es, die Teilnehmenden zu ermutigen, ihre eigene Haltung, ihre individuelle Körpersprache und Andersartigkeit als kreative Ressource zu erkennen und daraus zu schöpfen.
11.06.2026, 18:00 Uhr
Dietmar Dath
Sex mit Autos ist ein Fehler
