Leopold Vietoris

Eine Sammlung einiger Anekdoten

Vietoris war auf einer Bergtour. In der Nachkriegszeit.
Er wusste, dass die Richtung des Gradienten am Hang ins Tal führt. Und so folgte er dieser Richtung.
Und er landete im Tal – allerdings im falschen.
Von da an hielt er des Öfteren eine Vorlesung mit dem Titel „Geometrie des Bergsteigens“.

Institutsausflug in den 1980er Jahren. Vietoris ging auch mit. Die Gruppe fuhr mit der Bahn nach Telfes ins Stubaital und wanderte über Mutters zurück nach Innsbruck. Natürlich hatte Vietoris eine Wanderkarte dabei, allerdings eine aus den 30er Jahren. Und prompt verlief er sich – aber zum Glück konnte er als „Abgängiger“ bald wieder von den anderen gefunden werden.

Große Tagung von ÖMG/DMV in Graz 1984. Vietoris nahm auch teil (und hielt auch einen Vortrag). Beim Ausflug wurde jeder Bus von einem lokalen Mathematiker begleitet. In der Meinung, es handle sich um den Busfahrer, drückte Vietoris dem Mathematiker S 20,-- in die Hand mit den Worten „Gut sind Sie gefahren!“

Hundertster Geburtstag von Vietoris. Er hatte inzwischen 3 Ehrendoktorate, und sein Kollege Edmund Hlawka aus Wien (dieser hatte 4 Ehrendoktorate) hielt die Festrede. Dabei sprach er öfters Vietoris mit „Dr.h.c.mult.“ an. In seiner kurzen Replik meinte dann Vietoris „… Herr Kollege, ich glaube, in einem muss ich Sie korrigieren: Dr.h.c.mult. fängt erst bei 4 Ehrendoktoraten an ….“

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