Am 17. April 2026 war die Universität Innsbruck Austragungsort der Master- und PhD-Tagung „Bildung im Spiegel junger Forschung“. Eingebettet in das Mentoring für Masterstudierende sowie das PhD-Faculty-Networking bot die Tagung Nachwuchswissenschaftler:innen der Fakultät für LehrerInnenbildung Möglichkeiten zur Präsentation ihrer Forschung, zu fachlichem Austausch und wissenschaftlicher Vernetzung.
Den Auftakt gestaltete die Vizerektorin für Lehre und Studierende, Univ.-Prof. Mag. Dr. Janette Walde, mit herzlichen Grußworten im feierlichen Rahmen der Aula der Universität.
In seiner anschließenden Keynote mit offener Fragerunde (Moderation: Anna Romano) gewährte Studiendekan Univ.-Prof. Mag. Dr. Markus Ammann neben inhaltlichen Impulsen auch motivierende persönliche Einblicke in seinen eigenen Werdegang vom Doktoranden zum Studiendekan. Dabei wurde deutlich, dass die Förderung junger Forschender ein zentrales Anliegen der Fakultät darstellt – ein essenzieller Aspekt im Kontext von Lehrer:innenbildung und Schulentwicklung!
Das weitere Programm fand im Ágnes-Heller-Haus statt und gliederte sich in drei parallele Sessions mit einer Fülle an inhaltlich wie methodisch differenzierten Beiträgen. Das thematische Spektrum reichte von Sprachprüfungen im Kontext von Migration und Integration über Fragen zur Künstlichen Intelligenz im Bildungssystem bis hin zu Musik und Bildung, Religion, Vielfalt und Verantwortungsethik, Schule als Erfahrungsraum sowie Lehrer:innenprofessionalität.
Vom Institut für Islamische Theologie und Religionspädagogik sowie dem Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIRS) waren folgende Beiträge vertreten (in chronologischer Reihenfolge):
In der Session „Musik und Bildung“ (Chair: Katharina Egger) stellte Sigrid Moser, MA ihr Dissertationsprojekt mit dem Titel „Interreligiöse Begegnung durch Musik. Lernpotenziale und Herausforderungen musikalisch-interreligiöser Begegnungen aus islamisch-religionspädagogischer Perspektive“ vor. Im Rahmen einer empirisch-qualitativen Studie wird erforscht, inwieweit musikalisch-interreligiöse Begegnungen interreligiöses Lernen ermöglichen können.
In der Session „Religion, Vielfalt und Verantwortungsethik“ (Chair: Aslıgül Aysel) präsentierte zunächst Antigona Shabani, MA ausgewählte Ergebnisse ihrer Dissertation zu „Bildungsherausforderungen von muslimischen Schüler:innen in der vierten Klasse von Mittelschulen in Tirol“. Anhand konkreter „Schauplätze“ (wie Ramadan oder Kopftuch) gab sie empirische Einblicke in die Herausforderungen, mit denen Schüler:innen im Schulalltag konfrontiert werden.
Azemina Mašetić, MA widmete sich in der Präsentation ihres Dissertationsvorhabens „Digitale Schöpfung? Islamische Anthropologie und Verantwortungsethik im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ den ethischen und anthropologischen Herausforderungen, die durch die digitale Transformation und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) entstehen. In ihrer Arbeit werden verantwortungsethische Implikationen aus islamisch-theologischer Perspektive untersucht.
In der Session „Ein Fokus auf Analysen“ (Chair: Aslıgül Aysel) gab Johannes Härting, MEd unter dem Vortragstitel „Wenn die dokumentarische Methode auf Image-Macro-Memes trifft. Zufallsprodukt oder durchdachtes Analyseinstrument?“ Einblicke in die Methodik und erste Teilergebnisse seines Dissertationsprojekts. Mit seiner Arbeit eröffnet er eine methodisch orientierte Perspektive auf aktuelle Formen digitaler Kommunikation im Kontext religiöser Bildung.
Vor dem Hintergrund dieser erfolgreichen Tagung, an deren Organisation auch Studienbeauftragte Dr. Aslıgül Aysel maßgeblich beteiligt war, zeigte sich die Bedeutung institutionalisierter Strukturen zur Begleitung und Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses, um dessen individuelle wissenschaftliche Entwicklung und zugleich die Bildung eines gemeinsamen akademischen Kontexts zu fördern. Die persönliche und kollegiale Begegnung aller Beteiligten auf Augenhöhe stellt einen ebenso wichtigen Aspekt im Kontext solcher Tagungsformate dar.
Erfreulich war, dass auch interessierte Studierende als Zuhörende vor Ort waren. Auf die nächste Tagung im kommenden Jahr, an der hoffentlich wieder zahlreiche MA- und PhD-Studierende ihre Forschungsprojekte vorstellen werden, darf gespannt sein!
Text (i. alph. R.): A. Aysel, A. Mašetić und S. Moser
