Mag.a Mag.a Verena Sperk
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Institut für Erziehungswissenschaft
innrain 52 a, A-6020 Innsbruck
Zi. 09E010 (9.Stock)
0043-512-507/40030
verena.sperk@uibk.ac.at

Profil
Exzellenzstipendiatin des Doktoratskollegs Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation
Arbeitsschwerpunkte
- Gender & Queer Studies
- Komik, Humor und Lachen
- Kritische Basisbildung & Erwachsenenbildung
Aktuelle Arbeitsfelder
- Promotionsprojekt: „Widerständiger Witz. Subversive Komik als feministische Strategie und Intervention?“
Vita
| seit 02/2019 | Kollegiatin des Doktoratskollegs „Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in Transformation: Räume – Relationen – Repräsentationen“ der Interfakultären Forschungsplattform Geschlechterforschung: Identitäten - Diskurse - Transformationen an der Universität Innsbruck |
| seit 11/2018 | Universitätsassistentin im Lehr- und Forschungsbereich Kritische Geschlechterforschung, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Innsbruck |
| 03/2009 - 04/2016 | Diplomstudium der Allgemeinen und Angewandten Sprachwissenschaft an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Titel der Diplomarbeit: Sprachliche Gewalt – Gewaltsame Sprache. Eine transdisziplinäre Annäherung |
| seit 09/2012 | Mitarbeiterin in der Bildungs- und Beratungseinrichtung Frauen aus allen Ländern, derzeit tätig als Projektleitung im Basisbildungsbereich |
| 10/2010 - 02/2011 | Erasmus-Auslandsaufenthalt in Tours (Frankreich) und Studium an der Université François Rabelais de Tours |
| 10/2007 - 02/2013 | Diplomstudium Germanistik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, Titel der Diplomarbeit: Alphabetisierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache |
Forschung
Promotionsprojekt: „Widerständiger Witz. Subversive Komik als feministische Strategie und Intervention?“
Abstract:
Komik, Humor und Lachen sind als soziale Phänomene alltäglicher Bestandteil unseres zwischenmenschlichen, aber auch unseres kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens. Sie können dabei auf sehr unterschiedliche Weise agieren und sowohl Gemeinschaft konstituieren als auch Ausschlüsse erzeugen. Verletzende Formen von Witz zielen oft darauf ab, bestimmte gesellschaftliche Gruppen – häufig Personen, die nicht der Mehrheit angehören oder von der Norm abweichen – zu verlachen und über dieses Lachen in sozialen Zusammenhängen gewaltsam auf „ihren Platz“ zu verweisen. Umgekehrt dienen gerade auch komische Verfahren und Lachen u.a. sozialen Bewegungen dazu, gesellschaftliche Missstände und Ungleichheitsverhältnisse aufzuzeigen und deren Veränderung einzufordern. So nutzten und nutzen feministische Bewegungen das subversive Potenzial von Komik dafür, bestehende Gechlechterordnungen in Frage zu stellen und das Ziel von Geschlechtergerechtigkeit zu befördern. Mein Forschungsvorhaben möchte sich daher mit der Frage auseinandersetzen, auf welche Weise Komik, Humor und Lachen Teil einer feministischen Intervention in Ungleichheitsverhältnisse sein können.
Abstract (English Version):
Comedy, humor and laughter are social phenomena that are part of our cultural, social and political life. They can act in very different ways, both constituting community and perpetuating forms of exclusion. Derogative forms of humor often aim at certain social groups - who might not belong to the majority or deviate from the social norm - and violently „put them in their place“ through laughter. Conversely, comic procedures and laughter also serve social movements to point out inequalities and to demand their change. Thus, feminist movements have used and continue to use the subversive potential of comedy to question existing gender orders and to promote the goal of gender justice. My research project therefore aims to address the question of how comedy, humor, and laughter can be part of a feminist intervention in inequality relations.
Publikationen
Herausgeberschaften:
Verena Sperk, Sandra Altenberger, Tanja Vogler und Katharina Lux (2020) (Hrsg.): Geschlecht und Geschlechterverhältnisse bewegen. Queer/Feminismen zwischen Widerstand, Subversion und Solidarität, Bielefeld: transcript.
Aufsätze:
Sperk, Verena (2023): Das Persönliche politisch erzählen. Queer-Feministische Politiken des Persönlichen am Beispiel Stand-up-Comedy. In: GENDER. Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft. 2/2023, 41–55. Im Erscheinen.
Sperk, Verena (2023): Feministisches Unruhestiften: Lachen und andere ernste Angelegenheiten. In: Bildpunkt. Kunst, Theorie, Aktivismus. 65/2023, 9–10. Online: https://igbildendekunst.at/bildpunkt_/lachen-und-andere-ernste-angelegenheiten/ (zuletzt abgerufen: 16.05.2023).
Sperk, Verena (2020): Widerständiger Witz. Subversive Komik als feministische Strategie und Intervention? In: Verena Sperk, Sandra Altenberger, Tanja Vogler und Katharina Lux (Hrsg.): Geschlecht und Geschlechterverhältnisse bewegen. Queer/Feminismen zwischen Widerstand, Subversion und Solidarität, Bielefeld: transcript, 141-165.
Sperk, Verena (2020): Die Stadt gehört uns allen. In: AEP-Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft: arbeit°macht°arbeit. 2020/3.
Sperk, Verena (2019): Deutsch lernen in der Hofkirche. In: Klaus Amann und Wolfgang Hackl (Hrsg.): Maximilian I. Informationen zur Deutschdidaktik. Zeitschrift für den Deutschunterricht in Wissenschaft und Schule. 3/2019, 74 - 81.
Verschiedene Beiträge in: Die Wiener Volkshochschulen (2018) (Hrsg.): Deutschlernen ohne Schrift. Zusammenstellung von Ideen und Aktivitäten sowie Materialientipps für den Unterricht. Online im Internet: https://netzwerkmika.at/application/files/3015/4201/7531/Deutsch_ohne_Schrift.pdf (zuletzt abgerufen: 10.04.2019).
Inhaltliche Gestaltung des Themenschwerpunkts „Frauen*Volksbegehren“ (gemeinsam mit Elisabeth Grabner-Niel) in: AEP-Informationen. Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft 2018/2.
Fleckl, Kathrin/Sperk, Verena (2018): Basisbildung als Herausforderung. Begriffliche Abgrenzung und methodische Gestaltung der Basisbildungspraxis bei „Frauen aus allen Ländern“. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 33, 2018. Wien. Online im Internet: https://erwachsenenbildung.at/magazin/18-33/12_fleckl_sperk.pdf (zuletzt abgerufen: 10.04.2019).
Kapferer, Stefanie/Lhotta, Katharina/Sperk, Verena (2017): IKT-Unterricht in DaZ-Basisbildungskursen für Frauen und Mädchen. Ein Erfahrungsbericht. In: Magazin erwachsenenbildung.at. Das Fachmedium für Forschung, Praxis und Diskurs. Ausgabe 30, 2017. Wien. Online im Internet: https://erwachsenenbildung.at/magazin/17-30/10_kapferer_lhotta_sperk.pdf (zuletzt abgerufen: 10.04.2019).
Vorträge
- Vortrag: „Widerständiger Witz: Potentiale und Grenzen des Komischen.“ Vortrag im Rahmen des Symposiums „Karikatur und Klimaprotest“ an der Johannes-Keppler-Universität Linz (11.05.2023).
- Teilnahme an der Podiumsdiskussion „Heute schon gelacht?“ im Rahmen des Unterländer Frauensalons im Tagungshaus Wörgl (04.05.2023).
- Vortrag: „Das Persönliche politisch erzählen: Intersektionale Subjektivitäten und Politiken des Persönlichen in Stand-up Comedy“ Vortrag im Rahmen der Tagung Intersectional Subjectivities in Art, Activism, and Academia, Universität Tübingen (07.-08.11.2022)
- Vortrag: „Queer*Feminist Storytelling. The Politics of Laughter, Affect and the Personal in Stand-up Comedy“ Vortrag im Rahmen der 11th European Feminist Research Conference, Universität Mailand – Bicocca (15.-18.06.2022)
- Kommentar zur 66. Innsbrucker Gender Lecture von Brigitte Bargetz: „Das Persönliche = politisch = männlich? Affektive Ökonomien der Aufmerksamkeit“ (06.07.2021)
- Diskussionsteilnahme bei „wEBtalk: Frauenbildung vor den Vorhang“ (24.06.2021) von erwachsenenbildung.at, online unter: https://www.youtube.com/watch?v=MaobolrWglo&list=PLya5Vx_BYrbecJXJyV2x_cQH3--LbfMQU&index=1 (zuletzt: 17.07.2021).
- Workshop: „Gendertheoretische Perspektiven auf Komik, Humor & Lachen der Tagung“ bei der Tagung „Feministisches Lachen.“ (17./18.06.2021, Universität Innsbruck) am 18.06.2021.
- Vortrag (gemeinsam mit Paul Scheibelhofer): „Ansteckendes Lachen in Zeiten einer Pandemie.“ Vortrag im Rahmen der Tagung: Corona Verstehen. Die Pandemie aus der Sicht der Geistes- und Kulturwissenschaften / Take 1, Universität Innsbruck (27.11.2020): https://www.diepresse.com/5939636/corona-humor-erzeugt-gemeinschaft-in-der-isolation
- Impulsvortrag bei der Eröffnung der DIAMETRALE 2020 – Filmfestival für Experimentelles und Komisches (15.07.2020) sowie Jurymitglied beim Internationalen Kurzfilmwettbewerb der DIAMETRALE 2020 (18.07.2020)
Tagungen
Konzeption und Organisation (gemeinsam mit Maria Wolf) der Tagung „Feministisches Lachen. Geschlechtertheoretische Perspektiven auf Komik, Humor und Lachen“ am 17.06. und 18.06.2021 an der Universität Innsbruck
Tagungswebsite:https://www.uibk.ac.at/iezw/feministisches-lachen/
Tagungsbericht:https://www.uibk.ac.at/newsroom/geschlechtertheoretische-perspektiven-auf-komik-humor-und-lachen.html.de
Radiobeitrag zur Tagung auf Radio FREIRAD: https://freie-radios.online/sendung/queer-feministischer-humor
Mitgliedschaften
- Doktorand*innen-Netzwerk der Forschungsplattform Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck
- Forschungsplattform Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck
- Österreichische Gesellschaft für Geschlechterforschung
- Netzwerk MIKA – Migration, Kompetenz, Alphabetisierung