Die Teilnehmer:innen des Workshops vor dem Goldenen Dachl in Innsbruck.

Work­shop in Empi­ri­cal Macro­e­co­no­mics 2026

Business Cycles in Times of Fragmentation and Uncertainty

Am 26.-27. März 2026 fand an der Universität Innsbruck die vierte Ausgabe des Workshps Empirical Macroeconomics zum Thema “Business Cycles in Times of Fragmentation and Uncertainty“ in Kooperation mit dem Liechtenstein-Institut und der Johannes Kepler Universität Linz statt.

Der Workshop brachte Forschende zusammen, die mit Makro- und Mikrodaten sowie modernen empirischen Methoden aktuelle Konjunkturdynamiken und deren Implikationen für Geld- und Fiskalpolitik analysieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von Max Breitenlechner (Universität Innsbruck), Martin Geiger (Liechtenstein-Institut), Jochen Güntner (Johannes Kepler Universität Linz), Johann Scharler (Universität Innsbruck) und Marios Zachariadis (Universität Zypern) und bot in Innsbruck eine ausgezeichnete Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Vernetzung.

Das Programm begann am Donnerstag mit einer Session zu Erwartungen, gefolgt von einer Session zu Arbeitsmarkt-, Wohnungs- und Inflationsdynamiken sowie einer dritten Session zu Heterogenitäten in Konjunkturzyklen. Am Nachmittag förderten eine Stadtführung und Kaffee den informellen Austausch unter den Teilnehmenden. Den Abschluss bildete die Keynote von Benjamin Born (Universität Bonn, CEPR, CESifo, ifo) mit dem Titel “Anchored in Troubled Waters: Monetary Unions and Uncertainty“ (mit Luis Huxel, Gernot Müller und Johannes Pfeifer), die zeigte, dass Währungsunionen die Übertragung gemeinsamer Unsicherheitsschocks unverändert lassen, jedoch die Auswirkungen länderspezifischer Unsicherheit deutlich abschwächen, indem sie über einen nominalen Anker das Preisniveau­risiko begrenzen.

Der Freitag startete mit einer kuratierten Session zu Fragmentierung und Unsicherheit, die neue Erkenntnisse zu Inflations- und Wachstumsrisiken auf Basis von Umfragedaten, den systematischen Ursprüngen geldpolitischer Schocks sowie den Auswirkungen von Zöllen auf Unternehmenserwartungen vorstellte. Anschließend folgten Sessions zu Glaubwürdigkeit, Kommunikation und Geldpolitik, die neue Ansätze zur Identifikation geldpolitischer Schocks sowie neue Aspekte der geldpolitischen Transmission behandelten.

Wie in den Vorjahren verband der Workshop anspruchsvolle empirische Beiträge mit vielfältigen Gelegenheiten zur Diskussion und Kollaboration. Die Vorträge und Debatten lieferten neue Einblicke, wie Fragmentierung und Unsicherheit Konjunkturzyklen und die Transmission wirtschaftspolitischer Maßnahmen prägen, und generierten zahlreiche Ideen für laufende und zukünftige Forschungsprojekte. Insgesamt nahmen über 25 Forschende von Universitäten, Notenbanken, Aufsichtsbehörden und Forschungsinstituten aus ganz Europa teil.

Wir danken herzlich für die finanzielle Unterstützung durch die Universität Innsbruck - insbesondere das Büro des Vizerektors für Forschung und den Forschungsschwerpunkt EPoS (Economy, Politics & Society) - sowie durch das Liechtenstein-Institut und die Johannes Kepler Universität Linz. Zusätzliche Mittel aus dem Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (Projekt “Deconstructing Uncertainty Shocks“) ermöglichten die Einladung führender Expertinnen und Experten.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

Keynote Speaker Benjamin Born während seiner Präsentation

Professionelle Diskussion unter den Teilnehmer:innen (von rechts nach links: Eleonora Granziera, Samad Sarferaz und Lukas Hack)

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