In ihrem Diskussionspaper untersuchen Johannes Buggle, Sebastian Butschek und Elian Tenschert, ob teure und gut sichtbare Konsumgüter als Ausdruck politischer Identität fungieren können, konkret, wie sich Elon Musks Äußerungen für die AfD Ende 2024 auf die Tesla-Verkäufe in Deutschland ausgewirkt hat. In politisch rechtsorientieren Regionen stiegen die Verkäufe im Vergleich zu Kreisen mit linker Ausrichtung um bis zu 30 Prozent, während bei Verkäufen von Elekrofahrzeugen anderer Marken kein Anstieg zu verzeichnen war. Insgesamt wurden in Deutschland laut Schätzungen im ersten Halbjahr 2025 6500 Fahrzeuge weniger verkauft als ursprünglich erwartet. Es kam zu einem Umsatzrückgang von mindestens 241 Millionen Euro (unter Bewertung aller Fahrzeuge mit dem Preis des günstigsten Model 3).
Auf den Gebrauchtwagenmarkt hatte Musks Äußerung laut der vorliegenenden Studie keine Auswirkung. Das wird damit erklärt, dass es deutlich mehr kostet ein Auto mit Verlust zu verkaufen als damit weiterzufahren (und Autoaufkleber zu nutzen, um sich von Musks Äußerungen für die AfD zu distanzieren, was vielfach der Fall war.)
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