Konstantina Maria Serjannis, BA MA

Zur Person

Konstantina Serjannis

Seit 06/2026 Mitglied des Doktoratskolleg „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ (LFU Innsbruck)

seit 04/2026 Universitätsassistentin (Dissertationsstelle) am Institut für Geschichtswissenschaften und Empirische Kulturwissenschaft (LFU Innsbruck)
Dissertationstitel: doing migration archive – Die institutionelle, diskursive und materielle Herstellung von ‚Migrationsarchiven‘, Betreuer:innen: Silke Meyer, Dirk Rupnow

seit 03/2026 Doktoratsstudium Geistes- und Kulturwissenschaften an der Philosophisch-Historischen Fakultät, Europäische Ethnologie (LFU Innsbruck)

09/2025 – 02/2026: Studentische Mitarbeiterin (Tutorin) im Bachelorstudium Europäische Ethnologie (Universität Wien)

01/2024 – 10/2025: Mitarbeiterin im Archivierungsprojekt „Flucht braucht Archiv“, Kooperation asylkoordination österreich und Dokumentationsarchiv Migration Tirol

09/2023 – 02/2024: Studentische Mitarbeiterin (Tutorin) im Masterstudium Europäische Ethnologie (Universität Wien)

seit 10/2023: Masterstudium Europäische Ethnologie (Universität Wien)

2022-2025: Masterstudium Expanded Museum Studies (Universität für angewandte Kunst Wien)

03/2022 – 12/2025: Externe Mitarbeiterin im Bereich Sammlung des Volkskundemuseum Wien

2019 – 2022: Bachelorstudium Europäische Ethnologie (Universität Wien)

Dissertationsprojekt

doing migration archive – Die institutionelle, diskursive und materielle Herstellung von ‚Migrationsarchiven‘

Mein Dissertationsprojekt stellt die Institutionalisierung von ‚Migrationsarchiven‘ in den Mittelpunkt. Anhand von Fallstudien in Österreich, die sich je nach Trägerschaft im Stadtarchiv, Verein oder Museum verortet lassen, wird die vielschichtige und deutungsoffene Kategorie des ‚Migrationsarchivs‘ unter der Perspektive eines doing migration archive untersucht. In der Analyse wird die institutionelle, diskursive und materielle Herstellung dieser Archive verknüpft.

Theoretisch stützt sich das Projekt auf Ansätze der kritischen Archivforschung, die Archive einerseits als epistemische Machtinstrumente betrachten und andererseits zu Strategien einer ‚befreienden Archivarbeit‘ aufrufen. Durch einen praxistheoretischen, qualitativen Mixed-Methods-Ansatz, der institutions-, diskurs-, praxis- und materialanalytischen Methoden kombiniert, werden die Prozesse des doing migration archive anhand der österreichischen Fallbeispiele herausgearbeitet. Ziel des Dissertationsprojekts ist es, mit einer empirisch-kulturwissenschaftlichen Perspektive in der wissenschaftlichen Diskussion nicht nur eine Lücke zu schließen, sondern im Sinne einer ‚community in practice‘ auch praktische Leitlinien für die Archivarbeit im Kontext von Migration zu entwickeln. Die Betrachtung der Case Study Österreich soll zuletzt im europaweiten und internationalen Vergleich erweitert werden, um das ‚Migrationsarchiv‘ in seinen aktuellen Entwicklungen als globales Phänomen zu erfassen.

Aktivitäten und Mitgliedschaften

  • Mitglied Österreichisches Netzwerk für Migrationsgeschichte (ÖNM) Netzwerk für Migrationsgeschichte
  • Mitglied der Kommission „Mensch-Umwelt-Beziehungen“ Mensch-Umwelt-Beziehungen 
  • Mitglied et art., wissenschaftlich-künstlerisches Kollektiv et art. – künstlerische Übersetzungen wissenschaftlicher Publikationen

Publikationen

  • Konstantina Serjannis / Ines Birke (erw. 2026): Lost in Translation: Zwischen gehörter and geschriebener Erzählung, in: Friedrich Cain / Dietlind Hüchtker (Hg.): Zwischenstände: Women’s Studies im Gespräch (Aether 10).
  • Gehmacher, Johanna et al. (2025): “Mich hätte interessiert, noch mehr über den politischen Aktivismus der interviewten Wissenschaftlerinnen zu erfahren…”: Ein Lehr- und Forschungsprojekt zur Wissens- und Politikgeschichte der Women’s Studies in den USA. Johanna Gehmacheri m Gespräch mit Friedrich Cain, Nadja Etinski, Konstantina Maria Hornek, Dietlind Hüchtker, Lisa Pairits und Liana Popa Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften 36(2), S.157-172. 
  • Konstantina Hornek (2025): Museen, Polarisierung und Vielfachkrisen, in: neues museum 25(1/2), S.72-73.
  • Konstantina Hornek (2024): „Alle Kinder fürchten sich vor…”, in: Nachrichtenblatt ÖMV 59(4), S.42-43.
  • Katharina Enzinger, Tamara Hauer / Konstantina Hornek (2024): „Rosalia Rothansl – ,Professor’ und Kunstgewerblerin, in: Stefanie Kitzberger & Eva Klimpel (Hg.): Sammeln, Aneignen, Übersetzen. Rosalia Rothansl, Mileva Stoisavljevic-Roller und die moderne Hausindustrie. Wien: New Toni Press, S.37-41.
  • Konstantina Hornek (2023): „Spekulation von Mensch-Roboter Beziehungen”, in: Therese Bauer (Hg.): Die letzten Tage des menschlichen Denkens. Essays über Künstliche Intelligenz. Wien: Vienna Academic Press, S.153-162.
  • Konstantina Hornek (2022): „An meinen geliebten Dreifüßler”, in: Nachrichtenblatt ÖMV 57(3), S.42-43.

Vorträge

  • 24.04.2026: “Zwischen Hörsaal und Bühne: Das doing career von Wiener Popmusik-Studierenden”, Lehrstuhl für Soziologie (Technik – Arbeit – Gesellschaft), Prof. Dr. Sabine Pfeiffer, FAU Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem DFG Programm “Digitalisierung der Arbeitswelten”
  • 01.12.2025: “Civil Society Records in Migration Archives – A Cooperation between the asylkoordination österreich and the Dokumentationsarchiv Migration Tirol”, Vortrag bei Workshop „Archives of Migration I. Participation, Knowledge Production and Collaboration“, in Vorbereitung mit Christina Hollomey-Gasser, Universität Innsbruck / Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe, GWZO) / Institute of Czech Literature of the Czech Academy of Sciences.
  • 24.10.2025: Vortrag bei Workshop „Wer erinnert? Wer bewahrt? Zivilgesellschaftliche Überlieferungen im Archivierungsprozess”, asylkoordination österreich in Kooperation mit dem Dokumentationsarchiv Migration Tirol.
  • 07.06.2025: „Vom Tonband zur mp3-Datei – Zwischen Zugänglichkeit und Sinnesverlust digitalisierter Kassetten im Archiv“, Vortrag bei DGEKW Studierendentagung, Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft, Universität Tübingen.
  • 12.11.2024: Kurzintervention bei NEMO European Museum Conference „Can we talk? Museums facing polarisation“, Network of European Museum Organisations, Sibiu.
  • 07.09.2024: „Fluchtobjekte‘ (ein-)sammeln – Ein kritischer Blick auf Sammlungsstrategien in österreichischen Museen und Archiven“, Vortrag bei Symposium Future Lab MUSEUM: Museum der Zukunft, Universität Düsseldorf.
  • 30.05.2024: „Object(ive) Care!? – A Case Study on Practices and Politics of Care in Museum Conservation“, Vortrag bei First Step Conference,  Etnografického ústavu Moravského zemského muzea, Brno.

Stipendien

  • 03/2024: Erasmus Blended Intensive Programme „Spring School: Opening the Archive”, Bauhaus Universität Weimar
  • 07/2023: Erasmus Blended Intensive Programme „Sonic Garden Sound Art Workshop", MASSIA / Estonian Academy of Arts
  • 03/2023: Erasmus Blended Intensive Programme „Spring School: Listening with Eyes, Seeing with Ears”, Bauhaus Universität Weimar
  • 2019-2022: Leistungsstipendien, Universität Wien

Forschungsschwerpunkte

  • Museum und Archiv
  • Mobilität und Migration
  • Materielle Kultur
  • Kulturhistorisches Sammeln
  • Ethnografische Methoden
  • Kunst und Wissenschaft
  • Mensch und Umwelt

Kontakt

konstantina.serjannis@uibk.ac.at

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