Glocken
2. Eisen
2.2. Mittelalterliche und Neuzeitliche Glocken
2.2.2.Herstellungsprozess

Schneiden des Eisenblechs
Das Eisenblech wird in Form zweier oben verbundener Glockenformen geschnitten

Treibarbeit 1
Das Blech wird mittels einer Steinmodel rund getrieben

Treibarbeit 2

Falten
Das Eisenblech wird mit der Hand zum Hohlkörper gefaltet

Einschlagen der Löcher
von innen mithilfe eines Stemmeisens, durch die das Bügelband durch die Glockenschulter gezogen wird (innen zum Befestigen des Klöppels, außen für die Halterung am Tierhalsband)

Bügelband 1
Das Bügelband wird zugerichtet

Bügelband 2
Das Bügelband wird eingeschlagen

Schließen der Seitenteile
Die Seitenbleche werden übereinander gehämmert; in Tirol oft zusätzlich Verschluß mit Niet

Klöppel
Einsetzen des Klöppels in die Bügelhalterung

Anläuten
Erste Klangprobe

Vermessingen als Korrosionsschutz 1
Einbringen der Glocken in einen Graphittiegel und Auffüllen mit Sägemehl

Vermessingen als Korrosionsschutz 2
Einbringen von Messingspänen in den Graphittiegel

Vermessingen als Korrosionsschutz 3
Verschliessen des Graphittiegels mit einem Blechdeckel

Vermessingen als Korrosionsschutz 4
Finale Abdeckung mit Ton

Vermessingen als Korrosionsschutz 5
Einbringen in den Schmelzofen

Vermessingen als Korrosionsschutz 6
Entnahme des Tiegels

Vermessingen als Korrosionsschutz 7
Drehen des Tiegels, um zu verhindern, dass die Glocken beim Abkühlen zusammenkleben

Vermessingen als Korrosionsschutz 8
Öffnen des Tiegels und Entnahme der Glocken

Fertige Glocken
Der Klöppel kann auch sekundär ohne Messingüberzug eingesetzt werden