Martin Dvorak

Martin Dvorak


Address:
Institute of Zoology
University of Innsbruck

Technikerstr. 25
6020 Innsbruck
Austria

Room: 6/27
Phone: +43 512 507-51835
e-mail: Martin.Dvorak@uibk.ac.at

Mitglied der Arbeitsgruppe Ökotoxikologie und Molekulare Physiologie

Ich habe an der Universität Prag mit dem Studium der Toxikologie, Klinischen Analytik und Analytischen Chemie begonnen, und mein Master-Studium in Medizinischer Chemie in Cork (Irland) fortgeführt und an der Open University in London abgeschlossen.
Ich bin derzeit Doktorand am Institut für Zoologie und arbeite in der Arbeitsgruppe „Molekulare Physiologie und Őkotoxikologie“ im Rahmen eines FWF-Projektes an meiner Dissertation. Dabei geht es um die Rolle der sogenannten Metallothioneine bei Gastropoden. Diese Proteine sind am Metall- und Spurenelement-Stoffwechsel dieser Tiere wesentlich beteiligt, indem sie essentielle Metalle regulieren und toxische Metallionen entgiften. Insbesondere interessiert mich und meine Kolleg/Innen dabei die Evolution Metall-selektiver Varianten (Isoformen) dieser Proteine, die es in dieser Spezifität bisher nur bei höher entwickelten Landschnecken gibt. Unser Ziel ist es, herauszufinden, wie diese Proteine sich im Lauf der Evolution aus unspezifischen Vorläufern in ursprünglichen Gastropoden (wie z.B. bei der marinen Napfschnecke entwickelt haben, und welche Veränderungen in der Proteinstruktur diese Entwicklung vorangetrieben haben. So zeichnet sich schon jetzt die Erkenntnis ab, daß die Grundform der Metallothioneine im Verlauf der Gastropoden-Evolution eine enorme Variabilität und Vielfalt erreicht und erst bei den modernen Landschnecken Strukturen entwickelt hat, die es den Proteinen erlauben, jeweils selektiv nur eine bestimmte Metallart zu binden. Als Ergebnis dieser Entwicklung beobachten wir in modernen Landschnecken mehrere (Iso-)Formen für den Stoffwechsel und die Entgiftung unterschiedlicher Schwermetalle. So ist etwa ein spezifisches Cadmium-Metallothionein für die Entgiftung von Cadmium und ein selektives Kupfer-Metallothionein für den Kupferstoffechsel zuständig. Das ist eine bisher einmalige Entwicklung im Tierreich. Während ich selbst mehr mit molekularen Aspekten dieser Spezifität beschäftigt bin, arbeite ich im Rahmen dieses Projektes auch mit hochrangigen internationalen Expert/Innen zusammen. So soll z.B. die drei-dimensionale Struktur der unterschiedlichen Schnecken-Metallothioneine mittels Nuklear-magnetischer Resonanz-Spektroskopie (NMR) aufgeklärt und damit ein Schlüssel zum Verständnis ihrer Metall-spezifischen Bindungseigenschaften gefunden werden.