"Good Scientific Practice" -
Warnung vor dem wissenschaftlichen Plagiat

Wissenschaftsethische Probleme fangen nicht erst bei Tier- und Menschenversuchen, Datenfälschung etc. an. Sie können schon bei der kleinsten Proseminar-Arbeit auftreten.

Im Bereich der Philosophie und Theologie ist das Hauptproblem die Verwendung fremder Texte und Textteile ohne entsprechenden Herkunftsnachweis / Zitation (sog. Plagiat, plagiarism).

Nähere Information darüber, wann ein Plagiat anfängt, finden Sie z. B. bei 
K. Niedermair / M. Nonnato: Quellen, Zitat und Zitieren, in: T. Hug u. a. (Hg.), Wissenschaftliches Arbeiten (Skriptum), Innsbruck 2006, S.35ff und besonders S. 91ff.

Hilfen zum Zitieren finden Sie auch im Skriptum "Richtlinien zur formalen Gestaltung von wissenschaftlichen Arbeiten", zusammengestellt von Th. Böhm, Chr. Drexler und K. Breitsching, Stand WS 2002/03.


Auch wenn "Copy & Paste", vor allem aus dem Internet, heute gang und gäbe zu sein scheint:

Plagiate sind kein Kavaliersdelikt und nicht "nur unmoralisch"!
Auch Texte ohne Autorenangabe (aus dem Internet o.a.) darf man nie ohne Quellenangabe verwerten.

Plagiate können gravierende rechtliche Folgen haben, bis hin

  • zur nachträglichen Nichtigerklärung von Prüfungen (§ 74 Abs 2 Universitätsgesetz 2002),
  • zum Widerruf akademischer Grade (§ 89 Universitätsgesetz) - auch noch Jahre später! -, aber auch zu Schadenersatzansprüchen seitens Autoren, Verlagen und anderen Geschädigten.

Die Lehrenden am Institut für Christliche Philosophie gehen jedem Plagiatsverdacht nach.
Bei zweifelsfreien Plagiatsfällen werden die vorgesehenen rechtlichen Schritte eingeleitet.