OA-Publizieren im Repositorium

Die Universität Innsbruck verfügt über ein nicht-kommerzielles institutionelles Repositorium über das Angehörige der Universität Innsbruck ihre eigenen Publikationen auch Open Access stellen können. Mit diesem Service steht allen Universitätsangehörigen eine Publikationsform ergänzend zum traditionellen Verlagswesen zur Verfügung.

In erster Linie dient ein institutionelles Repositorium dazu, wissenschaftliche Publikationen, die im Print oder Subskriptionszeitschriften erschienen sind, als Open Access zweitzuveröffentlichen. Die Zweitveröffentlichung oder „Selbstarchivierung“ über ein institutionelles oder fachliches Repositorium wird auch als „Grüner Weg“ des Open Access bezeichnet.

Selbstverständlich können auch bereits als Gold Open Access publizierte Aufsätze und Monographien ins Repositorium hochgeladen werden. Für einige Fördergeber (z.B. im Rahmen von Horizon-2020-Projekten) ist der Upload in institutionelle oder fachspezifische Open Access Repositorien auch für Gold Open Access Publikationen verpflichtend.

Außerdem ermöglicht das institutionelle Repositorium den Universitätsangehörigen, graue Literatur (wissenschaftliche Beiträge ohne Verlag) im Einklang mit dem Urheberrecht erstzuveröffentlichen (z.B. Projektberichte, Working Papers, Poster, Konferenzbeiträge etc.).

Für Forschende ↓↑

Wir laden alle Forschenden der Universität Innsbruck ein, ihre Publikationen - sofern rechtlich zulässig - in das Repositorium der Universität Innsbruck hochzuladen. Dieses ist nicht nur ein „Schaufenster“ der wissenschaftlichen Leistungen der Universität Innsbruck, sondern auch mit internationalen Suchsystemen und Open Access Plattformen (BASE und OpenAIRE) vernetzt, was die Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Publikationen noch weiter erhöht. Außerdem werden die Publikationen mit der FLD (Forschungsleistungsdokumentation) und den jeweiligen Instituten und Forschungsschwerpunkten verknüpft. Zweitveröffentlichungen (Open Access Grün) werden in der FLD ebenso als Open Access gezählt und für die Wissensbilanz ausgewertet.

Durch einen einfachen Upload des PDFs direkt bei der Eingabe der Metadaten in die Forschungsleistungsdokumentation (Einstieg über VIS => Persönliche Daten => Meine Forschung) gelangt dieses in das Repositorium der Universität.

  Handbuch zu "Meine Forschung" und Anleitung zum Upload wissenschaftlicher Publikationen (ab S. 16)

Sollte ein Upload über einen FLD-Eintrag nicht möglich sein, kontaktieren Sie bitte die Open Access-Koordinationsstelle.

 

Was beim Upload zu beachten ist

Die Zweitveröffentlichung über ein Repositorium wird von manchen Verlagen erlaubt. Die urheberrechtlichen Vereinbarungen, die der Autor/die Autorin mit dem Verlag getroffen hat, müssen dabei jedoch eingehalten werden.

Diese rechtlichen Rahmenbedingungen finden sich einerseits in den Verlagsverträgen, andererseits können die Richtlinien der Verlage in Hinblick auf die Selbstarchivierung über die Sherpa/Romeo Datenbank abgefragt werden.

Die Verlage unterscheiden zwischen Preprints, Postprints und dem publizierten Verlags-PDF. Bei der Zweitveröffentlichung über ein Repositorium müssen die AutorInnen darauf achten, welche Version vom Verlag erlaubt ist.

Ein Preprint oder submitted Version entspricht dabei einer Manuskriptfassung, die bei einer Zeitschrift für eine Veröffentlichung eingereicht, jedoch noch nicht von Peers evaluiert und zur Veröffentlichung empfohlen wurde. 
Ein Postprint oder akzeptierte Manuskriptversion (accepted version) ist bereits begutachtet und zur Veröffentlichung angenommen, d.h. der Postprint enthält die Inhalte der Verlagsversion (Version of Record oder Publisher’s Version, also der Fassung, die schließlich veröffentlicht wird), ist aber nicht identisch mit ihr: zum einen kann die Formatierung des Postprints von der der Verlagsversion abweichen; zum anderen ist das Printproof (d.h. die Abnahme der sog. Korrekturfahne) noch nicht durchgeführt, so dass ein Postprint zuweilen noch Tippfehler oder von der Verlagsversion abweichende Formulierungen aufweisen kann.

Außerdem gilt es oft sogenannte Embargofristen einzuhalten. Das heißt, dass manche Verlage die Veröffentlichung von Artikeln über Repositorien erst nach einer gewissen Sperrfrist (üblicherweise zwischen 12 und 24 Monaten) erlauben. Auch die Embargofristen sind auf Sherpa/Romeo nachzulesen.

Autorinnen und Autoren sollten sich idealerweise bereits vor der Veröffentlichung das Recht auf eine Zweitverwertung einräumen lassen. Für zukünftige Verträge raten wir Ihnen, dem Verlag lediglich „einfache Verwertungsrechte“ für die elektronische Publikation einzuräumen, damit Sie Ihre Arbeit parallel auch auf dem Repositorium der Universität Innsbruck bereitstellen können.

Für bereits publizierte Werke können Autorinnen und Autoren auch nachträglich das Einverständnis des Verlags für eine Zweitverwertung für die Veröffentlichung im institutionellen Repositorium einholen.

Einen Überblich der Informationen finden Sie außerdem in den FAQs mit zusätzlichen Hinweisen, z.B. was die Veröffentlichung von Publikationen in akademischen Netzwerken (scholarly collaboration networks) wie ResearchGate betrifft.

 

Übersicht geförderter Open Access Artikel im Repositorium

Open Access Publikationen, die vom Publikationsfonds der Universität Innsbruck oder durch die Abkommen zwischen Verlage und Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ko-)finanziert werden, werden auch laufend im Repositorium veröffentlicht. Das stellt nicht nur einen Überblick dar, welche und wie viele Publikationen gefördert wurden, sondern die Publikationen werden dadurch zusätzlich sichtbar gemacht und archiviert.

Um sich einen Überblick der geförderten Publikationen zu verschaffen, folgen Sie den folgenden Links:

 

Weiterführende Links

Open Access Network Austria (OANA): http://www.oana.at
Open Access-Informationsplattform: http://open-access.net/AT-DE/oesterreich-deutsch/
Richtlinien der Verlage in Hinblick auf Zweitveröffentlichung: https://v2.sherpa.ac.uk/romeo/
OAPEN Library: Übersicht der Open Access und Self-archiving Policies von Verlagen: https://oapen.org/content/deposit-publishers-list-compliant-book-publishers
Verzeichnis der Open Access-Repositorien (OpenDOAR): https://v2.sherpa.ac.uk/opendoar
 


Für Studierende ↓↑

Die Erfassung von wissenschaftlichen Arbeiten der Universität Innsbruck und Medizinischen Universität Innsbruck erfolgt über ein Webformular. Entsprechend den „Richtlinien der Universität Innsbruck zur elektronischen Einreichung und Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten“, veröffentlicht im Mitteilungsblatt vom 20.09.2017 sind alle Studierenden eines Diplom-, Master- oder Doktoratsstudiums der Universität Innsbruck verpflichtet, zusätzlich zur Einreichung ihrer Print-Arbeit, eine PDF-Fassung ihrer wissenschaftlichen Arbeit und die dazugehörigen Metadaten einzureichen. Im Upload-Formular legen die Studierenden fest, ob sie der elektronischen Veröffentlichung der Arbeit auf dem Repositorium im Sinne von Open Access zustimmen oder nicht.

Mehr Informationen zur Erfassung von wissenschaftlichen Arbeiten

Zur Dateneingabe und zum Upload des PDFs  

 

Was beim Upload zu beachten ist

Enthält Ihre wissenschaftliche Arbeit Teile (z.B. Aufsätze), die Sie bereits publiziert oder zur Veröffentlichung eingereicht haben bzw. planen, einzureichen, sind unbedingt die Auflagen der entsprechenden Journals und Verlage sowie die Zustimmung Ihrer MitautorInnen zu beachten.

Bitte klären Sie insbesondere auch bei noch nicht-publizierten Teilen Ihrer Arbeit, wie sich die Veröffentlichung im Repositorium der Universität Innsbruck auf eine eventuelle spätere Veröffentlichung, etwa in einem Journal, auswirkt.

Diese rechtlichen Rahmenbedingungen finden sich einerseits in den Verlagsverträgen, andererseits können die Richtlinien der Verlage in Hinblick auf die Selbstarchivierung über die Sherpa/Romeo Datenbank abgefragt werden.

Die Verlage unterscheiden zwischen Preprints, Postprints und dem publizierten Verlags-PDF. Bei der Zweitveröffentlichung im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit über ein Repositorium müssen die AutorInnen darauf achten, die Verwendung welcher Version vom Verlag erlaubt wird.

Ein Preprint entspricht dabei einer Manuskriptfassung, die bei einer Zeitschrift für eine Veröffentlichung eingereicht, jedoch noch nicht von Peers evaluiert und zur Veröffentlichung empfohlen wurde.
Ein Postprint oder akzeptierte Manuskriptversion ist bereits begutachtet und zur Veröffentlichung angenommen, d.h. der Postprint enthält die Inhalte der Verlagsversion (der sog. Publisher’s Version, also der Fassung, die schließlich veröffentlicht wird), ist aber nicht identisch mit ihr: zum einen kann die Formatierung des Postprints von der der Verlagsversion abweichen; zum anderen ist das Printproof (d.h. die Abnahme der sog. Korrekturfahne) noch nicht durchgeführt, so dass ein Postprint zuweilen noch Tippfehler oder von der Verlagsversion abweichende Formulierungen aufweisen kann.

Außerdem gilt es oft sogenannte Embargofristen einzuhalten. Das heißt, dass manche Verlage die Veröffentlichung von Artikeln über Repositorien erst nach einer gewissen Sperrfrist (üblicherweise zwischen 12 und 24 Monaten) erlauben. Auch die Embargofristen sind auf Sherpa/Romeo bzw. im Verlagsvertrag nachzulesen.

Upload von Hochschulschriften: Checkliste für Studierende

Plakat: Abschlussarbeiten und Open Access

 

Weiterführende Links

Informationen zum Upload und zur Vergabe von Creative Commons Lizenzen finden Sie auch in den FAQ
Richtlinien der Verlage in Hinblick auf Zweitveröffentlichung: https://v2.sherpa.ac.uk/romeo/
Verlagsrichtlinien für Dissertationen (Sammlung der TU Berlin): https://github.com/tuub/theses-publisher-policies/blob/master/policies_DE.md
Informationen zum sogenannten Predatory Publishing und wie Sie einen seriösen von einem unseriösen Verlag unterscheiden können, finden Sie unter https://www.uibk.ac.at/ulb/services/predatorypublishing.html
Open Access-Informationsplattform: http://open-access.net/AT-DE/oesterreich-deutsch/
 

 

DOI Service der Universität Innsbruck

Die Universität Innsbruck ermöglicht die Vergabe von DOIs für digitale Objekte, die von Plattform-BetreiberInnen der Universität Innsbruck veröffentlicht und/oder gespeichert werden. Auf Anfrage können DOIs auch für die im Repositorium veröffentlichten Objekte bezogen werden. Der DOI wird dann zusätzlich zum URN vergeben. Für weitere Informationen siehe https://www.uibk.ac.at/ulb/services/doi_service.html

 

 


Kontakt Open Access-Koordinationsstelle
Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Abteilung Digitale Services
Dr. Barbara Laner
Tel.: +43 (0)512 507 - 25401

E-Mail: open-access@uibk.ac.at

 

 

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