Winter School on Federalism and Governance

Winter School on Federalims and Governance 2022 online: Federalism and/in Emergency,  31.1.2022 - 12.2.2022.

 

Seit 2010 organisieren die Rechtswissenschaftliche Fakultät und die Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften der Universität Innsbruck gemeinsam mit dem Eurac Research-Institut für vergleichende Föderalismusforschung - basierend auf einem Kooperationsabkommen der beiden Institutionen - jährlich die zweiwöchige englischsprachige „Winter School on Federalism and Governance“.

Ziel des Fortbildungsprogramms ist die Vermittlung von aktuellen Erkenntnissen und Inhalten der vergleichenden Föderalismusforschung und des Regierens in Mehrebenensystemen in einem internationalen und interdisziplinären Kontext. Neben dem reinen Wissenserwerb trägt die Veranstaltung zur wissenschaftlichen Vernetzung der OrganisatorInnen, ReferentInnen und Teilnehmenden aus verschiedensten Staaten der Welt bei.

Im Februar 2022 findet die bereits 13. Ausgabe des grenzüberschreitenden Lehrprojekts statt. Nachdem vorherige Ausgaben vielfältige Fragestellungen behandelten, lautet das Schwerpunktthema im kommenden Jahr „Federalism and/in Emergency“. Um trotz der noch unsicheren Pandemielage den reibungslosen Ablauf und internationalen Charakter des Programms im Winter 2022 garantieren zu können, wird die kommende Ausgabe der Winter School zum zweiten Mal in einem digitalen Format stattfinden.

Vom 30. Januar bis zum 12. Februar 2022 sollen die Teilnehmenden analysieren, wie Mehrebenensysteme weltweit in Krisenfällen funktionieren, sowie diskutieren, ob föderale bzw. regionale Systeme Krisen- und Notstände besser oder schlechter bewältigen als Einheitsstaaten. Dabei wird das Programm der Winter School 2022 verschiedenste Ausnahmesituationen behandeln, etwa Wirtschaftskrisen, Umweltkatastrophen, Gesundheitsnotstände sowie territoriale Konflikte. Die Teilnehmenden werden unter anderem die verfassungsrechtlichen Vorkehrungen zu Ausnahmezuständen behandeln und die Krisenresilienz von Verfassungssystemen auf nationaler und subnationaler Ebene betrachten. Sie werden sich damit beschäftigen, welche Aufgaben Regierungen, Parlamente und Gerichte in Krisenfällen übernehmen und welche formalen und informalen Kooperationsmechanismen ihnen hierbei zur Verfügung stehen. Die Winter School wird zudem Einblicke sowohl in asymmetrisches Vorgehen von Gebietskörperschaften in Notständen, als auch in die Auswirkungen solcher Notstände auf subnationale Autonomien bieten. Ein ganzer Programmtag wird auch der Rolle von supranationalen Organisationen in der Bewältigung globaler, nationaler und subnationaler Krisen gewidmet.

Die wissenschaftliche Leitung des Fortbildungsprogramms auf österreichischer Seite obliegt Univ.-Prof. Dr. Anna Gamper vom Institut für Öffentliches Recht, Staats- und Verwaltungslehre und Univ.-Prof. DDr. Günther Pallaver vom Institut für Politikwissenschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck, die auch gemeinsam im Forschungszentrum Föderalismus der Universität Innsbruck zusammenarbeiten. Auf italienischer Seite leitet Prof. Dr. Francesco Palermo, Direktor des Instituts für
vergleichende Föderalismusforschung von Eurac Research, die Winter School. Beide Partnerinstitutionen verfügen im Themenbereich der Winter School über ausgeprägte und langjährige Expertise, erfahrenes Lehr- und Forschungspersonal und weitreichende internationale Vernetzung. Auch über die Winter School hinaus arbeiten die Projektpartner seit Jahren eng zusammen. Zu den wichtigsten Initiativen gehören die Gründung der Euroregionalen Vereinigung für vergleichendes Öffentliches Recht und Europarecht (AEDPCE) sowie die Gründung des Forschungszentrums Föderalismus an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck.

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