ÖAW-Preise für Helmut Ritsch und Claudius Ströhle

Der Quantenphysiker Helmut Ritsch vom Institut für Theoretische Physik erhielt am 3. Dezember in Wien den Erwin Schrödinger-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Claudius Ströhle vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie wurde mit dem Dissertationspreis für Migrationsforschung ausgezeichnet.
Helmut Ritsch und Claudius Ströhle
Bild: Von der ÖAW ausgezeichnet: Prof. Helmut Ritsch und Claudius Ströhle, MA (Credit: ÖAW)

Der mit 15.000 Euro dotierte Erwin Schrödinger-Preis ging in diesem Jahr zu gleichen Teilen an den Tiroler Quantenphysiker Helmut Ritsch und den Wiener Mathematiker Karlheinz Gröchenig. Prof. Ritsch wurde von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften für seine hervorragenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Quantenoptik, insbesondere für seine grundlegenden Beiträge zum theoretischen Verständnis der Materie-Licht-Wechselwirkung und der Hohlraum-Quantenelektrodynamik ausgezeichnet. Die Forschung von Ritsch konzentriert sich auf die theoretische Modellierung als auch auf Anwendungen im Grenzbereich von Laserphysik, Festkörperphysik und Quanteninformationstheorie. Mit dem Erwin Schrödinger-Preis, benannt nach dem heimischen Nobelpreisträger für Physik, werden in Österreich wirkende Forscherinnen und Forscher ausgezeichnet, die hervorragende wissenschaftliche Leistungen in den von der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der ÖAW vertretenen Fächern erbracht haben.
Helmut Ritsch promovierte 1989 in Theoretischer Physik an der Universität Innsbruck. Er forschte unter anderem in Deutschland, Italien und den USA. Seit 2011 ist Helmut Ritsch Professor am Institut für Theoretische Physik und seit 2017 Vorstand des Instituts.

Dissertationspreis für Migrationsforschung

Der mit 4.000 Euro dotierte Dissertationspreis für Migrationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ging dieses Jahr an Claudius Ströhle vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie. Der von Prof. Rainer Bauböck gestiftete Preis wird seit 2007 für laufende Dissertationsprojekte vergeben, die sich mit den Themen Flucht, Migration, Integration von Migrantinnen und Migranten oder den Veränderungen von Gesellschaften als Folge von Migration befassen.
Claudius Ströhle ist Kollegiat des Doktoratskollegs „Dynamiken von Ungleichheit und Differenz im Zeitalter der Globalisierung“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ der Universität Innsbruck. Seine Dissertation entstand im Rahmen des FWF-Projekts „Follow the Money. Remittances as Social Practice“ unter der Leitung von Prof. Silke Meyer und untersucht die Effekte und Bedeutungen von Remittances (Rücküberweisungen) im Zuge der türkisch-österreichischen Arbeitsmigration.“

„Wir freuen uns sehr über diese beiden Auszeichnungen und gratulieren den beiden Preisträgern“, sagt Vizerektorin Ulrike Tanzer. „Der Erwin Schrödinger-Preis ist eine sehr prestigeträchtige Auszeichnung und unterstreicht wieder einmal die Leistungen unserer Quantenphysiker. Mit der Etablierung von internen Doktoratskollegs haben wir eine produktive Struktur für unsere DoktorandInnenausbildung geschaffen. Es ist sehr erfreulich, dass mit Claudius Ströhle ein Doktorand aus einem Doktoratskolleg nun von der ÖAW ausgezeichnet wurde.“

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