Barock­musik zum Jubi­läum

Vergangene Woche führte ein junges Ensemble zwei musikalische Werke der Jesuiten aus der Gründungszeit der Universität in der Aula und am darauffolgenden Tag in der Jesuitenkirche auf. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Jubiläumsprojekts „Musik in der Stadt“ des Instituts für Musikwissenschaft statt.
Barockmusik zum Jubiläum
Bild: Das Jugendbarockorchester „Streicherey“ mit den SolistInnen (Credit: Uni Innsbruck)

Aufgeführt wurden die beiden Musikstücke vom Jugendbarockorchester „Streicherey“ mit Ursula Wykypiel, Luka Abermann, Johanna Wegscheider, Antonia Kapelari und Stefan Bodner sowie den SolistInnen Julia Schaffenrath, Lea Bodner, Andreas Dürlinger und Korbinian Schlag. Die Leitung hatte Marian Polin am Cembalo inne. Zunächst kam Musik zu einem Wiener Jesuitendrama von Johann Bernhard Staudt zur Aufführung. Das Schauspiel Mulier fortis erzählt die Geschichte der japanischen Fürstin Gratia Hosokawa und beruht auf einer wahren Geschichte. Die Heldin ist eine auch im heutigen Japan noch bekannte, legendenumwobene Gestalt. Der Komponist Staudt war Kapellmeister an der Wiener Jesuitenkirche und Regens chori des Professhauses. Er war der wichtigste Komponist für das Wiener Jesuitenspiel im 17. Jahrhundert und schuf Musik zu nicht weniger als 42 Stücken. Das zweite Werk, das Drama Jacupus Rex Persiae, stammt von einem bisher unbekannten Komponisten und wurde erst vor kurzem als bisher einziges musikalisches Relikt von 200 Jahren jesuitischer Spieltradition in Innsbruck vom Kustos der Musiksammlung des Tiroler Landesmuseums, Franz Gratl, im Benediktinerstift Marienberg im Südtiroler Vinschgau entdeckt. Da nur Teile der Partitur und der Stimmen gefunden wurden, konnte das Werk erst mit Hilfe eines im Landesmuseum erhaltenen Textbuches rekonstruiert werden.

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