Lehre - Studium 

Das Integrierte Diplomstudium der Rechtswissenschaften besteht aus zwei Studienabschnitten. Der erste Studienabschnitt umfasst zwei, der zweite sechs Semester. Der erste Studienabschnitt befasst sich mit Grundlagen (Einführung in das Privatrecht und das öffentliche Recht; Juristische Arbeitstechniken,; Römisches Privatrecht; Rechtsgeschichte; Wirtschaft; Verfassungsrecht und Allgemeine Staatslehre). Der zweite Studienabschnitt widmet sich den weiteren Fächern des geltenden italienischen Rechts (Bürgerliches Recht, Zivilgerichtliches Verfahren, Verwaltungsrecht, Straf- und Strafprozessrecht, Arbeitsrecht, Handelsrecht) sowie dem Europa- und Völkerrecht. Hinzu kommen Wahlfächer wie Finanzrecht oder Politikwissenschaften. Das Hauptgewicht des Studienganges liegt bei den Fächern des italienischen Rechts (ca 75% des Gesamtanteiles an Stunden). Die italienischen Rechtsfächer werden in italienischer Sprache gelehrt und geprüft, in einigen Materien wird zusätzlich in deutscher Sprache unterrichtet und geprüft (Einführung; Verfassungsrecht, Finanzrecht, teilweise im Bürgerlichen Recht sowie im Verwaltungsrecht). In jedem Studienjahr werden Veranstaltungen in vergleichender Rechtsterminologie angeboten, um eine Vertiefung der fachsprachlichen Fähigkeiten Italienisch-Deutsch zu ermöglichen.

Die Lehre des Italienischen Rechts zeichnet sich durch eine Kombination mehrerer Faktoren aus. Durch die enge Kooperation mit der Universität Padua unterrichten ausgezeichnete FachvertreterInnen aus Italien und gewährleisten ein hohes fachliches Niveau. Die Stärke der vorwiegend theoretisch ausgerichteten italienischen Juristenausbildung wird in idealer Weise durch die Praxisbezogenheit der österreichischen Ausbildung ergänzt. Hinzu kommt ein ausgezeichnetes Verhältnis Studierende/Lehrende, das einen direkten Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden ermöglicht. Die kleinen Gruppen in den Lehrveranstaltungen erlauben vertiefte fachliche Diskussionen.

Eine weitere wesentliche Stärke der Lehre ergibt sich aus der zweisprachigen Abhaltung von Lehrveranstaltungen und des generell vertieft terminologischen Unterrichts in allen Fächern. Dadurch wird die Sprachkompetenz der Studierenden wesentlich beansprucht und zugleich gefördert. Dies entspricht den spezifischen Erfordernissen des Südtiroler Rechtslebens, sich in beiden Rechtssprachen terminologisch korrekt ausdrücken zu können. Die darin liegende Besonderheit des Studiums des Italienischen Rechts in Innsbruck stellt einen Anziehungspunkt auch für Studierende aus dem italienischen und deutschsprachigen Rechtsraum allgemein dar, die neben einer klassischen Juristenausbildung eine fundierte rechtsterminologische Kompetenz im Sprachenpaar Italienisch-Deutsch erwerben wollen. Daraus ergeben sich auch Lehrangebote des Instituts für Italienisches Recht für die Studierenden des Österreichischen Rechts. Ebenso bietet sich ein rechtsvergleichender Ansatz an.

  

 Kurz und bündig: Das Italienische Recht in Innsbruck

 Broschüre zum Studium

 Studienplan

 studieninfo.koordination.italienisches recht