Internationalisierungsstrategie der Universität Innsbruck auf Basis des Entwicklungsplans 2022-2027

Wir bauen Brücken in die Zukunft – grenzüberschreitend

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Die 1669 gegründete Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist international orientiert und regional verankert. Sie liegt geographisch an einer, Europa verbindenden, traditionsreichen Nord-Süd-Route. Eine weltoffene Haltung und der internationale Austausch sind integrale Bestandteile ihrer universitären Tradition. Damit trägt jede und jeder Einzelne zum guten Ruf der Universität Innsbruck in der Welt sowie zu einer gelebten Willkommenskultur innerhalb der gesamten Institution bei.  

Internationalisierung an einer Hochschule gelingt nur verbunden mit dem Anspruch auf exzellente Forschung und Lehre, die im globalen Wettstreit um Ideen und Ressourcen steht. Sie muss qualitätsvoll und sowohl akademisch als auch gesellschaftlich relevant sein. Zudem müssen internationales Denken und Handeln auf allen Ebenen und in allen Strukturelementen der Universität Eingang finden. Internationalisierung fördert Sichtbarkeit, Wahrnehmung und Attraktivität, fordert aber auch Offenheit, Vielfalt und Neugier von der Institution selbst, sowie von ihren Angehörigen.  

Für die Universität Innsbruck und alle ihre Angehörigen bedeutet Internationalisierung keinen Zustand, sondern einen bewussten Prozess, der auf die umfassende Integration einer internationalen, interkulturellen oder globalen Dimension in sämtliche Wirkungsbereiche einer Universität abstellt – in Lehre, Forschung, Verwaltung sowie der gesellschaftlichen Verantwortung („Third Mission“).

Um die Internationalisierung qualitativ weiterzuentwickeln, setzt sich die Universität Innsbruck im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie folgende primäre Ziele (i.a.R.): 

  • Attrahierung von internationalen Studierenden für weiterführende Studien
  • Ausbau einer umfassenden Service- und Willkommenskultur
  • Förderung internationaler Lehr- und Lernerfahrungen
  • Förderung von internationalen Forschungsprojekten, der Vernetzung und Mobilität sowie der Kooperation mit exzellenten Forscher*innen weltweit
  • Schärfung des internationalen Profils der Universität Innsbruck

Die Universität Innsbruck verfügt bereits über einen hohen Internationalisierungsgrad. Rund 40% der Studierenden und Mitarbeiter*innen sind aus dem Ausland. Über 70% der Publikationen im Web of Science werden gemeinsam mit internationalen Co-Autor*innen veröffentlicht. Ein weit verzweigtes Netz an internationalen Partnerinstitutionen ermöglicht ein vielfältiges Angebot für weltweite Studierenden- und Lehrendenmobilität. Hinzu kommen Erfahrungen in überregionalen sowie internationalen Netzwerken wie AURORA, Euregio, ASEA-UniNet, Africa-UniNet sowie den Länderzentren und Wissenschaftlichen Netzwerken.

Aufbauend auf diesen Grundlagen und zur Erreichung der gesteckten Ziele soll die Internationalisierung in den Bereichen Lehre, Forschung sowie Verwaltung auf allen Ebenen ausgebaut und gefördert werden. Dies geschieht synergetisch mit den Strategien für Nachhaltigkeit, Diversität und Digitalisierung.

Ziele & Handlungsfelder

Attrahierung von internationalen Studierenden für weiterführende Studien

  • Erstellung einer "Student-Journey-Map" (Methode der Zielgruppenanalyse) um die Bedürfnisse von potentiellen internationalen Studierenden zu analysieren und Strukturen und Prozesse zu optimieren
  • Gezielte Gewinnung für ein weiterführendes Studium von internationalen Studierenden, die an der Universität Innsbruck ein Auslandssemester absolvieren

Ausbau einer umfassenden Service- und Willkommenskultur

  • Fortbildung aller Universitätsangehörigen, Sensibilisierung und Rekrutierung im Sinne der „Internationalisierung zu Hause“
  • Schärfung der Strukturen und Zuständigkeiten im Bereich Servicierung
  • Durchgängige Servicierung in deutscher und englischer Sprache

Förderung internationaler Lehr- und Lernerfahrungen

  • Erstellung einer "Student-Journey-Map" (Methode der Zielgruppenanalyse) um die Bedürfnisse von Incoming und Outgoing Studierenden zu analysieren und Strukturen und Prozesse zu optimieren
  • Gezielte Förderung von „Internationalisierung zu Hause“ durch Festlegung von Kriterien und Abläufen
  • Nutzung der Möglichkeiten durch die Windows of Opportunity (WoP)
  • Bedarfsgerechter Ausbau fremdsprachiger Lehrangebote

Förderung von internationalen Forschungsprojekten, der Vernetzung und Mobilität sowie der Kooperation mit exzellenten Forscher*innen weltweit

  • Verstärkte Förderung und Servicierung der Forschung von international agierenden Wissenschaftler*innen der Universität Innsbruck
  • Schaffung bestmöglicher und nachhaltiger Vernetzungsmöglichkeiten durch eine Kombination aus physischer und digitaler Mobilität

Schärfung des internationalen Profils der Universität Innsbruck

  • Klare Kommunikation und Sichtbarmachung der Internationalisierungsstrategie (nach innen und nach außen)
  • Zielgruppenspezifische Positionierung und Bewerbung der Universität Innsbruck
  • Entwicklung eines Kriterienkatalogs sowie Strukturierung bestehender internationaler Partnerschaften und Kooperationen
  • Strategische Rekrutierung exzellenter Wissenschaftler*innen mit internationalem Netzwerk
  • Evaluierung der Internationalen Dienste


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