Wie entsteht Höhleneis?

Jenes auf dem Foto entstand durch langsames Frieren von Wasser, Lage für Lage, unten älteres, oben jüngeres Eis.

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit wie sich Eis in Höhlen bilden kann: Indem Schnee in schachtförmige Höhlen fällt, dort den Sommer überdauert und über Jahrzehnte zu körnigem Eis wird.

Höhleneis kann bis zu ein paar Tausende Jahre alt sein, wie man aus Einschlüssen von Holzresten weiß.  

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Dieser Fichtenzapfen fand sich im Eis der Hundsalm Eis- und Tropfsteinhöhle in Angerberg und wuchs laut einer Radiokarbon-Analyse im Zeitraum zwischen 1485 und 1640 n. Chr.

Im Vergleich dazu ist das Eis der Gletscher in den Alpen meist nur wenige Hunderte Jahre alt. Denn die Temperatur an der Basis dieser Gletscher ist am Schmelzpunkt (und sie fließen auf diesem Schmelzwasserfilm), während Höhleneiskörper an der Fels- bzw. Schuttbasis angefroren sind und kaum Fließbewegung zeigen.

Das Hintergrundbild in dieser Vitrine zeigt übrigens den imposanten Eingang in die Eisriesenwelt. Diese etwa 40 km lange Höhle bei Werfen (Salzburg) weist einen stark vereisten eingangsnahen Teil auf und ist eine der größten Eishöhlen der Welt. Es werden dort Führungen angeboten. 

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