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Spezial­forsch­ungs­be­reich verlängert

Der SFB F63 zu "Vertrauensgüter, Anreize und Verhalten" wurde nach positiver Begutachtung um vier Jahre verlängert und wird mit weiteren vier Millionen Euro vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF unterstützt.

Neben SFB-Sprecher Michael Kirchler und Jürgen Huber von der Fakultät für Betriebswirtschaft wird das Konsortium von Loukas Balafoutas, Esther Blanco, Rudolf Kerschbamer und Markus Walzl von der Fakultät für Volkswirtschaft und Statistik komplettiert. Zusätzlich zu den bereits etablierten Projekten der ersten Förderperiode, wie etwa interkulturellen Feldstudien zu Vertrauensgütern oder der Verbesserung der Konsumentenentscheidungen durch Bildungsprogramme und verbesserte Entscheidungsarchitektur, wird in neuen Projekten ein stärkerer Fokus auf Vertrauensgüter mit "Labels" gelegt.

Hier geht es etwa um Fragen der nachhaltigen Produktion, des nachhaltigen Konsums und der sozial verantwortlichen Veranlagung am Finanzmarkt. Bei diesen Problemen existieren sogenannte "Labels" oder Zertifikate, die beispielsweise Bio oder sozial nachhaltige Investitionen signalisieren sollen. „Das Problem ist, dass nach Konsumation oder Investition den Konsument*innen nicht klar ist, ob tatsächlich Bio drinsteckt, sozial nachhaltig oder "grün" veranlagt wurde“, sagt Michael Kirchler. „In einer Reihe von theoretischen Modellierungen, Labor- und Feldexperimenten untersuchen wir mit unseren rund 30 Mitarbeiter*innen die Wirksamkeit von diesen Labels und Zertifikaten und analysieren Verbesserungsmöglichkeiten für bestehende Märkte.“ Entsprechend dieser Logik untersucht der SFB auch den wissenschaftlichen Wissensgenerierungsprozess als Vertrauensgut in einer Reihe von Labor- und Feldexperimenten. Auch hier können nach Abschluss von Studien Informationsdefizite auf Seiten von Entscheidungsträgern, Fördergebern und der allgemeinen Öffentlichkeit hinsichtlich der Robustheit und Korrektheit von wissenschaftlichen Studien bestehen.

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