Sozialroutenplan

Ein digitaler Wegweiser bei sozialen Problemen: Der Sozialroutenplan für Westösterreich

Ein von der FFG (Forschungsförderungsgesellschaft) im Programm Laura Bassi 4.0 gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt eines Konsortiums aus 22 Projekt-Partner*innen aus Tirol, Salzburg und Vorarlberg.

Sozialroutenplan 2020 Der Zugang zu sozialen Unterstützungsleistungen ist durch zahlreiche Hürden geprägt, was die Gefahr der Mangelversorgung erhöht. Um dem zu begegnen, wollen wir in Tirol, Salzburg und Vorarlberg das etablierte Instrument des „Sozialroutenplans“ (aktuell siehe Sozialroutenplan für die Stadt Innsbruck 2020 und Sozialroutenplan für die Stadt Salzburg 2019) auf neue, digitale Beine stellen, wobei die Betroffenen möglichst eng in den Prozess der Entstehung eingebunden werden.

Konsortial-Leitung:

Institut für Wirtschaftstheorie, -politik und -geschichte
der Universität Innsbruck
Verantwortlich: assoz. Prof. Dr. Andreas Exenberger
Email: andreas.exenberger@uibk.ac.at
Tel: +43 512 507 71017

Kontakt (Zentrales Projektbüro):

Universität Innsbruck
Projekt: FFG Sozialroutenplan
Jenny Illing MA
Email: jenny.illing@uibk.ac.at
Tel: +43 677 630 689 07

INFO: Aktuelle Presseinformation

INFO: Artikel Die Presse (25.6.21) - Artikel im Newsroom der Universität Innsbruck (24.6.21) - News-Meldung am MCI (25.5.21)

In Westösterreich sind mindestens 300.000 Menschen teilweise auf den Zugang zu sozialen Unterstützungsleistungen angewiesen. Aufgrund der Heterogenität und Diversität der Betroffenen stellen sich dabei besondere Herausforderungen. Digitalisierung kann hier Ausgrenzung verstärken, aber auch Chancen bieten, wenn man sie richtig umsetzt. Beides wird durch die jüngsten Erfahrungen während der Covid-19-Pandemie noch unterstrichen.

Aufgrund von bislang unzureichenden Antworten auf diese Herausforderung wurde für dieses Projekt ein Dreiländer-Konsortium aus fünf Partner*innen aus der Wissenschaft, drei aus der IT-Branche und 14 Sozialeinrichtungen gebildet. Es wird in einen integrierten und partizipativen Prozess zusammen mit potentiellen User*innen eintreten, um auf der Basis eines bestehenden Printprodukts einen digitalen Sozialroutenplan für Westösterreich zu entwickeln. Dabei werden ein Service-Design-Thinking- und ein Service-User-Involvement-Ansatz kombiniert, um diese Lösung möglichst nahe an den Bedürfnissen der Betroffenen umzusetzen.

Das Projekt strebt mehrere digitale Werkzeuge als Ergebnis an (z.B. offene Schnittstelle, mobile App, Web-Anwendung), durch die Informationen über Beratungsstellen, Angebote und Voraussetzungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen in möglichst flexibler und niederschwelliger Form zugänglich werden. Dabei sind Barrierefreiheit, Usability und Anti-Diskriminierung zentrale Grundprinzipien der Entwicklungsarbeit. Am Ende der Projektlaufzeit 2021–2024 soll ein Best-Practice-Beispiel stehen, das ermöglicht, dass so viele Menschen wie möglich, die eine soziale Unterstützung benötigen und Anspruch darauf haben, sie auch erhalten. Dabei wird ein begleitender Reflexionsprozess auch Erkenntnisse über die Grenzen der Digitalisierung aufzeigen, weil sich nicht alles, wsa technisch möglich ist, auch praktisch sinnvoll digitalisieren lässt.

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