Forschungs­zentrum 
Digital Humanities

Die Digital Humanities (DH) sind eine junge Disziplin, die sich mit der Entwicklung und dem Einsatz digitaler Methoden in der kultur- und geisteswissenschaftlicher Forschung beschäftigt. DH will die sich rasant fortentwickelnden Informationstechnologien für die Kultur- und Geisteswissenschaften adaptieren und so die Forschungen vorantreiben. Dabei geht sie nicht bloß auf die bestehenden Bedürfnisse der Forschenden ein, sondern versucht auch neuere Forschungsmethoden und -ansätze zu entwickeln. Diese sind sowohl quantitativ (wie z.B. Korpusanalysen) als auch qualitativ (wie z.B. Editionen) ausgerichtet.

Eine engere Zusammenarbeit in bestimmten Teilbereichen (z.B. in der Editionsphilologie, bei der Geo-Referenzierung, bei OCR-Bestrebungen oder in der Korpuslinguistik) könnte hierbei nicht nur den Entwicklungsaufwand mindern, sondern möglicherweise auch zu neuen Lösungsansätzen führen. Dabei ist zu sehen, dass die Durchführung dieser Arbeiten nicht nur des Fachwissens aus den jeweiligen Disziplinen, sondern auch spezielles Know-How im Bereich der Informationstechnologien bedarf. Dies spiegelt den interdisziplinären Charakter der DH wider, stellt aber auch gleichzeitig die größte Herausforderung für Forscherinnen und Forscher dar, die ein DH-Projekt planen und durchführen. 

Das Innsbrucker Forschungszentrum dient zum einen jenen Personen, die im Bereich der DH arbeiten, als Plattform, in der sie ihre Erfahrungen austauschen und neue Ansätze miteinander diskutieren können. Gerade in einem Bereich, in dem die Forschung vergleichsweise schnell vorangetrieben wird, ist es schwer, einen guten Überblick über die Disziplin zu gewinnen und zu behalten. Das Forschungszentrum soll allen Mitgliedern der Universität offen stehen, v.a. dann, wenn Forschungsfragen mittels DH bearbeitet werden oder wenn Forschungsprojekte mit Hilfe der DH durchgeführt werden sollen. In vielen Arbeitsbereichen gibt es bereits Spezialistinnen und Spezialisten. Diese Expertinnen und Experten sind bereits jetzt in dem Laboratorium „Medialität und Digitalität“ am Forschungsschwerpunkt „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ engagiert.

Medialität und Digitalität

Media

Das Laboratorium „Medialität und Digitalität“ befasst sich mit der medialen und/oder digitalen Verfasstheit kultureller Diskurse und den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Dabei wird die Rolle der Medien aus zwei komplementären Perspektiven betrachtet. [weiter]

Kulturelle Begegnungen - Kulturelle Konflikte

Culture

Unter ‚Kultur‘ verstehen wir ein dynamisches System zur Herstellung von Sinn und Bedeutung. Diese Dynamiken werden als Orte der Kreativität und der Entstehung von Neuem, aber auch der konflikthaften Zuspitzung, bis hin zu Krieg und Gewalt, untersucht. [weiter]


 
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