Institut koordiniert größtes jährliches Internettreffen

Staats­se­kretär Alex­ander Pröllund Landes­haupt­frau Karo­line Edtst­adler eröff­neten am 26. Mai 2026 das Internet Gover­nance Forum Öster­reich, das von Prof. Kettemann gechairt wurde.

Staatssekretär Pröll und Landeshauptfrau Edtstadler am IGF 2026

Rektor Bernhard Fügenschuh (Universität Salzburg), Salzburgs Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Staatssekretär Alexander Pröll, Koordinator Matthias C. Kettemann und Isabelle Hassler (Bundeskanzleramt) (von rechts). Foto: Land Salzburg/Neumayr/Kolarik

 

Am 26. Mai 2026 versammelt sich in der Edmundsburg in Salzburg das Internet Governance Forum (IGF) Austria 2026 – die zentrale österreichische Plattform für den Dialog über die digitale Zukunft des Landes. Unter dem Leitmotiv der digitalen Souveränität brachte das Forum Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und der jungen Generation zusammen.

Koordiniert wurde das IGF Austria 2026 von Matthias C. Kettemann von der Universität Innsbruck. Das diesjährige IGF ist das dritte von Kettemann betreute Internet Governance Forum, voriges Jahr fand es in Innsbruck statt, 2024 im Bundeskanzleramt in Wien.  „Mit Landeshauptfrau Karoline Edtstadler sitzt eine österreichische Stimme im IGF Leadership Panel des UN-Generalsekretärs – einem der einflussreichsten Gremien der globalen Internet Governance. Dass sie zugleich das IGF Austria in Salzburg mitgestaltet, ist ein Glücksfall: Was wir hier diskutieren, bleibt nicht im regionalen Echoraum, sondern findet den Weg nach Genf, nach Brüssel und zur UNO nach New York. Österreich ist gut aufgestellt", so Kettemann. 

 

Das Programm des Internet Governance Forums (IGF) Austria 2026 spannt einen breiten Bogen:

  • Keynote von Staatssekretär Alexander Pröll zur digitalen Souveränität Österreichs
  • Cybersicherheit und Cyberresilienz
  • Künstliche Intelligenz in der Landesverteidigung und im Alltag
  • Plattformfairness
  • Digitale Innovationen
  • Österreichs Rolle in der globalen Internet Governance.

Die Ergebnisse fließen in Form von Key Messages direkt in das anschließende EuroDIG ein, das europäische IGF, und verbinden so die nationale mit der europäischen Ebene.

Globale Bedeutung und Multistakeholderprozess

Das IGF Austria ist der nationale Ableger des UN-Internet Governance Forums, das seit dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) 2005 den globalen Rahmen für eine offene, sichere und menschenrechtsbasierte Internetordnung setzt. Gerade in einer Zeit, in der digitale Räume zunehmend von geopolitischen Konflikten, Plattformmacht und technologischen Umbrüchen geprägt werden, gewinnt das Forum an Gewicht: Es ist einer der wenigen Orte, an denen Regierungen, Unternehmen, technische Community, Forschung und Zivilgesellschaft auf Augenhöhe verhandeln. Dieser Multistakeholderansatz ist kein Selbstzweck. Er ist die einzige Methode, mit der die Komplexität digitaler Phänomene – von KI-Regulierung über Cybersicherheit bis zu Plattformfairness – legitim und sachgerecht bearbeitet werden kann. Keine einzelne Akteursgruppe verfügt über das nötige Wissen, die nötige Reichweite oder die nötige demokratische Rückbindung allein. Das IGF Austria überträgt dieses Prinzip auf die nationale Ebene und stärkt damit zugleich Österreichs Stimme im europäischen und globalen Diskurs.

Österreich ist auf einem guten Weg

Gastgeber waren heuer die Universität Salzburg und das Land Salzburg. Zu den Partnern zählten die Salzburg AG, die Universität Innsbruck und die Diplomatische Akademie Wien sowie das Bundeskanzleramt. „Es gibt wenige Länder in Europa, die auf so einem guten Weg sind, was das E-Government betrifft. Unser Ziel muss es sein, da ganz vorne mit dabei zu sein“, so Staatssekretär Alexander Pröll in seiner Keynote zur digitalen Souveränität Österreichs.

Kinder, Jugend, Innovation und Wirtschaft im Zentrum

Das IGF Austria denkt konsequent die nächsten Generationen mit. Mit Schülerinnen der MS Hallein-Burgfried, der AHS-Landesschulsprecherin und der stellvertretenden ÖH-Vorsitzenden erhalten Kinder und Jugendliche keine symbolische, sondern eine substantielle Stimme im Panel "Was für ein Internet will Österreichs junge Generation?". Eine wichtige Rolle spielen auch Studierende des ersten Jahrgangs des Master-Programms in Digital International Affairs an der Diplomatischen Akademie Wien. „Das Internet ist der Raum, in dem Demokratie stattfindet, in dem Wirtschaft funktioniert, in dem Bildung gelingt, in dem Sicherheit verteidigt werden muss und in dem gerade junge Leute sich ausdrücken. Umso wichtiger, dass wir alle darüber reden, wer online das Sagen hat und wie wir das Internet im Interesse aller gestalten können“, so Koordinator Matthias C. Kettemann.

Ebenso zentral sind Innovation und Wirtschaft. Beiträge aus der Wirtschaftskammer, der Innovation Salzburg GmbH und der universitären IT-Praxis machen deutlich, dass digitale Souveränität ohne wettbewerbsfähige Innovationsökosysteme nicht zu haben ist. Regionale Stärke, unternehmerische Dynamik und resiliente Infrastruktur sind die Grundlage dafür, dass Österreich im internationalen Digitalwettbewerb nicht nur mitspielt, sondern mitgestaltet.

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