
Dr.in Silvia Corradi
Die Universität Innsbruck begrüßt Dr.in Silvia Corradi als neue FemCareer-Postdoc-Stipendiatin. Ab 1. Juni 2026 wird sie am Institut für Theorie und Zukunft des Rechts unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias C. Kettemann ein wegweisendes Forschungsprojekt zu den „unsichtbaren Risiken“ von KI-Systemen durchführen.
Das dreijährige UIBK-FemCareer-Stipendium fördert exzellente Wissenschaftlerinnen in einer entscheidenden Phase ihrer akademischen Laufbahn. Corradis Projekt adressiert eine der zentralen Herausforderungen der digitalen Transformation: Wie können Menschen wirksam geschützt werden, wenn KI-Systeme gezielt oder unbewusst ihre Verletzlichkeit ausnutzen?
Das neue europäische KI-Gesetz verbietet Praktiken, die die Schwachstellen von vulnerablen Personen ausnutzen und ihnen Schaden zufügen. Doch was genau bedeutet „Schwachstelle“, was bedeutet „Vulnerabilität“? Reicht Unaufmerksamkeit? Geht es um Kinder? Geht um abhängig machende Designs?
Dr.in Corradi setzt hier an und entwickelt einen innovativen Ansatz: Vulnerabilität wird als relationales Konzept verstanden – abhängig von individuellen Lebenssituationen, Kontexten und Machtverhältnissen. Wir allen können verletzlich sein - und dann verdienen wir effektiven Schutz vor KI. Damit leistet Dr. Corradi einen entscheidenden Beitrag zur dogmatischen Präzisierung des KI-Rechts.
Die Forschung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, dem Digital Science Center (DiSC), dem InnCubator - dem Start-up- und Innovationszentrum der Universität Innsbruck - sowie der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Trient. Mit der Förderung von Dr.in Silvia Corradi stärkt die Universität Innsbruck ihre Rolle als international sichtbarer Standort für exzellente Forschung zur Regulierung und Zukunftsgestaltung von Künstlicher Intelligenz.
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