Kolonialität in den Alpen: Tirols globale Verflechtungen
Forschungsprojekt | 2026–2030 | Beginn Juni 2026
Das Projekt „Provincializing Coloniality“ liest Tirols Geschichte im 20. Jahrhundert durch eine dekoloniale Verflechtungsperspektive neu und untersucht, wie Regionen ohne eigene Kolonien und fernab der Hauptstädte in imperialistische Konstellationen eingebunden waren. Das Projekt untersucht lokale kulturelle Praktiken, Institutionen wie Kolonialwarenläden oder siedlerkolonialistische Initiativen ebenso wie Formen grenzüberschreitender Solidarität und politische Interventionen, die sich gegen Kolonialismus und Apartheid wandten. Gestützt auf Archivrecherchen und Interviews beleuchtet das Projekt mit seinem Fokus auf provinzielle Kolonialität Tirols transnationale Dimensionen und eröffnet solcherart neue Perspektiven für eine produktive und kontextsensible Verschränkung von Regional- und Globalgeschichte.
Das Projekt hat drei Schwerpunkte mit je vier bis fünf Fallstudien, wobei sich die Schwerpunkte gegenseitig ergänzen.
Weitere Informationen zum Projekt
Förderungen:

Projekt:
Projektleitung: Assoz.-Prof. Mag. Dr. Eric Burton
Kontakt:
Assoz.-Prof. Mag. Dr. Eric Burton
Institut für Zeitgeschichte
Universität Innsbruck
Innrain 52d, 6020 Innsbruck
