Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien
auch 2027 in Hohenems - nähere Informationen ab Jänner 2027 hier!

Die Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems 2026 ist Geschichte. Nähere Informationen zu Programm und Termin finden Sie ab Jänner 2027 an dieser Stelle.
Rückblick 2026:
Jüdische Erfahrungen und Lebenswelten sind seit jeher von Mobilität geprägt. Dabei denkt man häufig an Verfolgung und erzwungene Migration. Doch auch ganz andere Faktoren haben Jüdinnen und Juden zum Reisen veranlasst, die im Fokus der diesjährigen Sommeruniversität stehen. Ökonomisch waren sie in vielen Regionen vor allem auf Handelsberufe festgelegt, und so war «Reisender» durchaus ein eigenes Berufsbild, ob als Hausierer oder Kaufleute. Das prägte soziale Erfahrungen genauso wie die Notwendigkeit, Ehepartnerinnen und Ehepartner außerhalb der eigenen lokalen Gemeinde zu finden und damit familiäre Strukturen auch auf große Distanzen aufrecht zu erhalten. Die Kommunikation über religiöse Traditionen und die stetige Neubegründung jüdischen Wissens erforderte permanenten Austausch und damit eine rabbinische Reisetätigkeit zwischen den Zentren jüdischen Lebens, in Europa und darüber hinaus. Die so entstandenen Netzwerke jüdischen Geisteslebens expandierten auch durch Forscherdrang und wissenschaftliche Neugier. Bis schließlich auch die nostalgische Suche nach vergangener «Heimischkeit» und Pilgerreisen zu den Stätten legendärer Wunderrabbiner ganz neue Formen eines jüdischen Tourismus erzeugten.
Die 16. Europäische Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems ging vom 12. bis 17. Juli 2026 – in gewohnt breiter interdisziplinärer Perspektive – den sozialen und ökonomischen, religiösen, kulturellen und wissenschaftsgeschichtlichen Dimensionen des jüdischen «Unterwegsseins» nach, von Handelswegen und Heiratsnetzwerken bis zu Entdeckungslust und nostalgischer Sehnsucht.
Die Sommeruniversität für Jüdische Studien Hohenems 2026 stand Studierenden aller Fachbereiche offen. Bevorzugt angenommen wurden Studierende der beteiligten Universitäten in Bamberg, Basel, Budapest, Heidelberg, Innsbruck, München, Wien und Zürich.
Das Projekt wurde 2026 in den Atlas der Guten Lehre des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung aufgenommen.
Verpflichtende Voranmeldung für Studierende der Universität Innsbruck zwischen 07.04. und 18.05.2026 bei Noam Zadoff!
Weitere Informationen vom Jüdischen Museum Hohenems
- für Studierende (inklusive Unterbringung und Frühstück) € 280,- / wird teilweise von den Universitäten bezuschusst oder erstattet
- für Studierende (ohne Übernachtung) € 150,-
- für Nicht-Studierende (ohne Übernachtung) € 250,-
Kontakt:
Ass.-Prof. Priv.-Doz. Noam Zadoff, PhD
Institut für Zeitgeschichte
Universität Innsbruck
Innrain 52d, 6020 Innsbruck
+43 512 507-44027
Noam.Zadoff[at]uibk.ac.at
gemeinsam mit
Abteilung für Jüdische Geschichte und Kultur / Ludwig-Maximilians-Universität München
Zentrum für Jüdische Studien / Universität Basel
Institut für Judaistik / Universität Wien
Professur für Judaistik / Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Sigi-Feigel-Gastprofessur für Jüdische Studien / Universität Zürich
Jewish Studies Program / Central European University in Budapest/Wien