Grenzen überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947
Ausstellung mit Vorträgen von Robert Obermair und Eva Pfanzelter | 03.–26. März 2026 | Ágnes-Heller-Haus, 6020 Innsbruck
Die Ausstellung „Grenzen überwinden - Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947“ erinnert an die jüdische Flucht über Salzburg und den Krimmler Tauern. Sie zeigt auf, dass Österreich seit 1945 von Flucht- und Migrationsbewegungen geprägt war und als Fluchtraum für Holocaust-Überlebende diente. Die Ausstellung nimmt einen Perspektivwechsel ein, indem sie verdeutlicht, dass Migration aus unterschiedlichen Gründen geschieht (z.B. Erfahrungen von Ausgrenzung bzw. Gewalt oder der Wunsch nach besseren Lebensperspektiven). Dadurch wird der Blick von einer oft als problematisch dargestellten Fluchtmigration abgewandt und es wird sichtbar gemacht, dass Migration ein Strukturmerkmal moderner Gesellschaften ist, das sich häufig aus mehreren miteinander verflochtenen Aspekten zusammensetzt.
Im Rahmen dieser Ausstellung finden zwei Veranstaltungen im Ágnes-Heller-Haus, Innrain 52a, 1. Stock (Seminarraum 14) statt:
Mittwoch, 11.03.2026, 17:00 Uhr
Vortrag | „Das Gebirge als Erinnerungsort? Die jüdische Flucht über den Krimmler Tauern (Salzburg) von 1947 im historischen und erinnerungskulturellen Kontext“ von Mag. Dr. Robert Obermair, Universität Salzburg, mit anschließendem Umtrunk
Dienstag, 24.03.2026, 18:00 Uhr
Vortrag | „Von Tirol nach Bari. Jüdische Flüchtlinge auf dem Weg nach Israel 1945–1948“ von Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Pfanzelter, Universität Innsbruck
Organisation:
Mag. Hanna Grabenberger
(Universitätsassistentin am Institut für Erziehungswissenschaft)
Mag. Andreas Fink
(Universitätsassistent am Institut für Zeitgeschichte)
Kontakt:
Institut für Zeitgeschichte
Universität Innsbruck
Innrain 52d, 6020 Innsbruck
